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Das Investment: Finanzberater-Kunden 50 plus: Altersvorsorge nicht nur Thema der Jüngeren

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SJB | Korschenbroich, 14.01.2016. Die meisten Deutschen sparen zu wenig – und darüber hinaus falsch. Ein Grund: Vielen fällt es schwer einzuschätzen, wie viel Geld sie später zur Verfügung haben. Dabei gibt es Vorsorgestrategien, die sich lohnen.

Kreuzfahrten statt Kukident

Was wie ein Motto aus der Werbebrancheklingt, beschreibt die Geisteshaltung der Zielgruppe 50plus. Wirtschaftlich ging es ihnen noch nie so gut wie heute. Und noch nie waren sie so viele: Seit vier Jahren sind zum ersten Mal in Deutschland mehr Menschen über als unter 50 Jahre alt. Sie bilden eine wichtige Zielgruppe, denn sie verfügen über die höchsten Einkommen. Und die Best Ager besitzen mit rund 2.200 Milliarden Euro mehr als 60 Prozent des Vermögens aller Haushalte – und geben es mit vollen Händen aus. Wer heute 50 oder 60 ist, dessen Leben hat mit dem Bild des häuslichen, fernsehguckenden Senioren von früher nichts mehr gemeinsam.

GRAFIK: Nettovermögen und Haushaltseinkommen im Vergleich

50plus nutzt Smartphones

Laut einer Studie des Instituts für neue soziale Antworten (INSA) konsumiert diese Altersgruppe deutlich mehr als jüngere Generationen. Und bei den Produkten, für die sie Geld ausgeben, handelt es sich keineswegs nur um Doppelherz und Kreuzworträtsel: So nimmt beispielsweise die Verbreitung von Smartphones bei Menschen jenseits der 50 immer weiter zu. Um sich den Traum von fernen Ländern zu erfüllen, geben sie pro Jahr 120 Milliarden Euro aus, für ihre Autos 90 Milliarden.

Doch sollte man differenzieren: Es existiert keine homogene Generation 50plus. Gabriele Bleibst, Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Jena, ist überzeugt: „Die Unterschiede in den Gruppen nehmen mit dem Alter zu, was uns veranlasst, von der ‚Vielfalt des Alterns‘ zu sprechen. Mit zunehmendem Alter sagt die Anzahl der Lebensjahre immer weniger über Fähigkeiten, Fertigkeiten, Verhaltensweisen und Erlebniswelten aus.“ Tatsächlich weisen heutige Generationen älterer Menschen oft ein jüngeres Verhalten als frühere Generationen auf.

Nicht zuletzt wegen ihrer Inhomogenität ist die Gruppe der über 50-Jährigen noch nicht in den Fokus vieler Finanz- und Versicherungsvermittler gerückt. Aber Altersvorsorge ist nicht nur ein Thema der Jüngeren. Allen gemeinsam ist die Ungewissheit darüber, wie hoch das Alterseinkommen wohl ausfallen könne. Auf die Frage, ob sie ihr voraussichtliches monatliches Einkommen im Alter „ungefähr einschätzen“ können, antworteten nur 29 Prozentmit „Ja“, 62 Prozent konnten es nicht, so das Ergebnis einer Allensbach-Umfrage für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Die Frage, wie viel Geld später zur Verfügung steht, wird immer wichtiger, denn die Deutschen werden immer älter. Laut Statistischem Bundesamt erreicht ein heute 50-Jähriger ein Alter von 79 Jahren. Eine gleich alte Frau lebt sogar noch 33 Jahre. Dennoch legt ein Viertel der Alterskohorte nichts für später zurück. Ein weiteres Viertel spart höchstens 100 Euro monatlich. Viel zu wenig, um das immer längere Leben zu finanzieren. Wachsen tut einzig die Versorgungslücke: Bis 2040 wird der Anteilzwischen dem benötigten Einkommen und den Renten- und Spargeldern, die tatsächlich vorhanden sind, auf rund 40 Prozent ansteigen. Das prognostiziert das Institut für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP). Geschäftsführer Michael Hauer warnt: „Diese Lebensstandardlücke ist nicht nur zu Ruhestandsbeginn vorhanden, sondern lebenslänglich.“

Renten können nicht Schritt halten

Aber Hauer betont auch: „Es ist genug Geld vorhanden, die Menschen müssen nur genau planen.“ 50plus-Kunden haben vier Mal so viel Geld wie junge Familien. Auf sie entfallen nicht nur 80 Prozent aller Sparkonten bei den Banken. 650.000 von ihnen bekommen jährlich Leistungen aus Lebensversicherungen ausgezahlt – in einer Höhe von täglich 150 Millionen Euro.

Um genau zu planen, muss man allerdings wissen, wie hoch die gesetzliche Rente später ausfallen wird. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) wirbt seit einiger Zeit mit der Kampagne „Wir leben länger, als wir denken“ dafür, notwendige Altersvorsorge zu betreiben. Dafür hat er eine Rentenstudie in Auftrag gegeben, die die Entwicklung bis 2040 untersucht hat. Positives Ergebnis: Die Rentenanpassungen werden im Durchschnitt hoch genug sein, um die Inflation mehr als nur auszugleichen.

Aber die Löhne werden, wie schon in der Vergangenheit, schneller wachsen als die Renten. Trotz eines spürbar steigenden Beitragssatzes (von heute 18,7 Prozent auf 24 Prozent im Jahr 2040) sinkt das Bruttorentenniveau daher von heute gut 46 Prozent auf 39 Prozent im Jahr 2040. Das bedeutet, dass die Rente bei anhaltend guter wirtschaftlicher Entwicklung in 25 Jahren zwar höher sein wird als heute – aber im Verhältnis zum zuvor verdienten Einkommen fällt sie deutlich niedriger aus.

GRAFIK: 50plus Perspektiven: Wunsch und Wirklichkeit

Lücken in der Absicherung bekannt

Was bedeutet das für die private Vorsorge? In einer Easy-Credit-Studie des Kreditfinanzierers Team Bank wird klar, dass sich die Generation 50plus der Lücken in der eigenen Altersabsicherung durchaus bewusst ist. Für zwei von drei Befragten besteht Nachholbedarf in Finanzfragen. Alexander Boldyreff, Vorstandsvorsitzender der Team Bank, sagt: „In den letzten Arbeitsjahren bietet es sich an, die bisherige Vorsorge zu überprüfen und den Ruhestand gewissenhaft vorzubereiten.“ Dazu fehlt vielen die Übersicht. 45 Prozent der 50 bis 79-Jährigen kennt die Summe, die ihnen monatlich zur Verfügung steht, nur in etwa.

Zwar schätzen acht von zehn der über 55-Jährigen ihre derzeitige finanzielle Situation als gut ein. Doch rund ein Drittel glaubt, dass sie sich in den kommenden Jahren verschlechtern wird. Dennoch fühlen sich drei Viertel fürs Alter gut abgesichert. Bei der Wahl der richtigen Geldanlage gilt für sie: Sicherheit kommt vor Rendite. Am liebsten investieren sie in die betriebliche Altersvorsorge (44 Prozent), gefolgt vom Bausparvertrag (35 Prozent) und der Kapitallebensversicherung (29 Prozent).

GRAFIK: Übergewicht bei ertragsarmen Produkten

Überraschend: Die Niedrigzinsen beeinflussen das Sparverhalten bislang kaum. „Private Haushalte sparen weiterhin über 9 Prozent ihres verfügbaren Einkommens und damit in etwa so viel wie zu Beginn der 2000er Jahre, als die nominalen Zinsen, aber auch die Inflation, auf spürbar höherem Niveau lagen“, heißt es im aktuellen Monatsbericht der Bundesbank.

Und die ohnehin ausgeprägte Risikoscheu der privaten Anleger hat nach Erkenntnis der Autoren durch die krisenbedingten Kapitalmarktturbulenzen nochmals spürbar zugenommen. Die Deutschen sind sogar davon abgerückt, ihr Geld in Termin- und Sparbriefen anzulegen, der Trend habe sich verschoben. Er geht hin zu geringer oder sogar negativ verzinsten sogenannten Sichteinlagen, also etwa zu Girokonten oder Bargeld.

Rürup-Rente tritt aus dem Schatten

„Dabei ist mit der Basisrente ein für die Zielgruppe 50plus sehr gut geeignetes Produkt doch längst am Markt“, sagt IVFP-Experte Hauer. Bekannt ist diese auch unter dem Namen Rürup-Rente – sie fristete eher ein Schattendasein. Vielleicht auch, weil es für die Basisrente keine staatlichen Zulagen gibt, wie das bei der Riester-Rente der Fall ist. So galt sie mit ihren festen Fördergrenzen bislang nur geeignet für Selbstständige. Doch das hat sich nun geändert. Seit 2015 können maximal 22.172 Euro für Ledige und 44.344 Euro für Verheiratete als Beitrag für eine Basisrente von der Steuer abgesetzt werden. Wie bereits bei der Riester-Rente lassen sich auch bei der Basisrente bis zu zwölf Monatsleistungen in einer Auszahlung zusammenfassen.

Beiträge als Sonderausgaben

Die eingezahlten Beiträge können dabei als sogenannte Sonderausgaben über die Einkommensteuererklärung abgezogen werden. Generell ist jeder Einkommensteuerpflichtige förderungsberechtigt. Und es zeigt sich: Die Rendite ist überdurchschnittlich, weil der überwiegende Teil der Ausgaben dafür steuerlich absetzbar ist. So konnte ein 58-Jähriger im abgelaufenen Jahr 80 Prozent der Beiträge beim Fiskus geltend machen. Im Jahr 2019 sind es bereits 88 Prozent (siehe Grafik unten). Diese Entwicklung steigt jährlich weiter an bis auf 100 Prozent. Dieser Steuer-Zins-Effekt kann es auf eine Nettorendite von um die 4 Prozent bringen, hat das IVFP errechnet.

GRAFIK: Auf der Steuer-Zins-Treppe nach oben

IVFP-Mann Hauer kommentiert: „Ein 58-Jähriger möchte in der Regel kein Haus mehr bauen oder es beleihen, er möchte im Alter abgesichert sein.“ Und dazu gehöre es, neben den monatlichen Lebenshaltungskosten das Geld für die Krankenversicherung zur Verfügung zu haben ebenso wie eine ausreichend hohe Leibrente. „Hier muss alles ausfinanziert sein“, so Hauer.

Und solange die Niedrigzinsphase anhält, können ausreichend hohe Renditen nur mithilfe staatlicher Förderung erreicht werden. Und Fakt ist auch: Menschen, die heute über gute oder sogar sehr gute Einkommen verfügen, haben in der Regel den größten Altersvorsorgebedarf.

Vorsorge führt über die Frauen

Mit durchschnittlich 645 Euro Rente ist die Altersvorsorge für Frauen im Alter sehr spärlich bemessen. Schuld daran haben verschiedene Rentenfallen: Im Vergleich zu Frauen bekommen Männer mehr als eine doppelt so hohe Rente ausgezahlt: Im Schnitt sind dies rund 1.600 Euro. Das hat eine Untersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ergeben.

Unter anderem liegt das daran, dass Frauen während ihrer Erwerbstätigkeit einen weitaus geringeren Durchschnittsverdienst haben, häufig in Teilzeitjobs arbeiten und Kinderpausen einlegen. Erst im Alter bekommen sie die Auswirkungen zu spüren, wenn sie sich wegen der geringen Einkünfte einschränken müssen.

Dabei können Frauen von Produkten der Rentenvorsorge besonders profitieren. Seit es die gesetzlichen Vorgaben für Unisex-Tarife gibt, müssen die Renten der Frauen denen der Männer ebenbürtig sein. Das heißt: gleicher Beitrag, gleiche Rente. So lohnen sich die Verträge für Frauen besonders. Dass sie länger leben, hat sich nun auch finanziell vorteilhaft entwickelt. Das heißt, ob Mann oder Frau – beide Geschlechter zahlen gleich viel in eine Rentenversicherung ein, die Frauen profitieren jedoch von ihrer längeren Lebenserwartung.

„Das lässt die Rendite ansteigen, und deshalb sollten Paare einen solchen Vertrag auf die Frau abschließen“, rät Experte Hauer. Dann sei beides möglich: Das finanzielle Polster für später zu stärken und trotzdem auf einem Kreuzfahrtschiff dem kalten Winter zu entfliehen.

Von: Elke Schulze

Quelle: DAS INVESTMENT.

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