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Das Investment: 5 Vermögensverwalter über die China-Krise

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SJB | Korschenbroich, 08.01.2016. Nach massiven Kursverlusten setzte China den Börsenhandel erneut aus – zum zweiten Mal in dieser Woche. Kleine Stolperfalle oder der Anfang vom Ende des einstigen Wirtschaftswunderlands? Fünf Vermögensverwalter geben Antworten.

Am gestrigen Donnerstag setzte China bereits zum zweiten Mal in dieser Woche den Börsenhandel aus. Weniger als 15 Minuten nach Handelsbeginn brach der gemeinsame Aktienindex der Börsen in Shanghai und Shenzhen um 5 Prozent ein. Der Handel wurde für eine Viertelstunde unterbrochen. Danach sank das Minus sofort auf 7 Prozent. Daraufhin wurde der Handelstag vorzeitig beendet. Es war damit der kürzeste Handelstag in der 25-jährigen Geschichte der Aktienmärkte Chinas.

Zuvor wertete China seine Landeswährung Yuan erneut ab. Auch nach der ersten Yuan-Abwertung am Montag musste die Volksrepublik nach massiven Kursstürzen den Börsenhandel aussetzen.

Was läuft falsch im Reich der Mitte? Diese Frage stellte DAS INVESTMENT.com fünf Vermögensverwaltern. Auf folgenden Seiten finden Sie die Antworten.

Rainer Beckmann, Geschäftsführer von Ficon Börsebius Invest in Düsseldorf

Ein größeres Problem in China liegt sicherlich in der schon zu lange auf zu hohem Niveau laufenden Wachstumsentwicklung. Kommt es jetzt zu einem Rückgang auf nur noch 5 – 6 Prozent Wachstum, dann werden die Kommentare die Märkte entsprechend abstrafen. Sieht man den langfristigen Basiseffekt, kann man auch mit einem Wachstum von 6 Prozent leben. Uns gefällt es allerdings nicht, dass zu hohe Überkapazitäten im Baubereich vorhanden sind, und die Gesamtverschuldung im Lande zu hoch ist. Hier liegen sicher entsprechende Risiken, die gelöst werden müssen, dies ist aber eher schwierig. China wird sicher im Laufe des Jahres des Öfteren für stärkere Kursausschläge sowohl in Europa als auch in den USA Sorge tragen. Letztlich erwarten wir, dass China seine Probleme beherrschen wird, und damit ein insgesamt positiver Jahresverlauf an den Börsen möglich ist.

Rolf Kazmaier, Geschäftsführer der SVA Vermögensverwaltung in Stuttgart

Ein enormes Wachstum bringt natürlich auch Stolperfallen mit sich, natürlich lernt China nun auch dass es kein unbegrenztes Wachstum auf der Welt gibt. Die Börsenturbulenzen der letzten Vergangenheit waren natürlich auch durch übertriebene Märkte ausgelöst. Am Ende sah selbst der aktienscheue Taxifahrer und Busfahrer keine Risiken der Geldvermehrung an den Börsen.

Frank Wieser, Geschäftsführer PMP Vermögensmanagement in Düsseldorf

In China läuft eigentlich wenig schief sondern sehr viel richtig. China baut seine Volkswirtschaft um und bekämpft gleichzeitig die Korruption.  Das ist eindeutig positiv zu bewerten. Das bedeutet aber auch, dass bei einem mehrjährigen Umbau niedrigere Wachstumsraten in Kauf genommen werden.

Die Bekämpfung von Korruption führt dazu, dass manches Industrieprojekt auch mal nicht fertig gestellt wird – das dämpft das Wachstum zusätzlich. Außerdem ist China ungeübt in einer guten Kapitalmarktkommunikation. Die Börsen bewerten den Zustand der chinesischen Wirtschaft quasi auf Tagesbasis – die Chinesen hingegen denken in Generationen.  Kein Wunder, dass Verunsicherung herrscht.

Andreas Görler, Senior Wealthmanager bei Wellinvest – Pruschke & Kalm in Berlin

Bei solchen markanten Ausschlägen innerhalb vergleichsweise sehr kurzen Zeiträumen muss man sich zunächst die Frage stellen, wie es zu den vorhergegangenen starken Kursanstiegen gekommen ist. Hierbei muss man die Besonderheiten des jeweiligen Aktienmarktes, der Volkswirtschaft in der er sich befindet und auch kulturelle Unterschiede berücksichtigen.

Hervorzuheben ist hier der relativ direkte Eingriff des Staates in das Börsengeschehen, der nicht von jedem Befürworter freier Märkte geschätzt wird und der stärkere Fokus auf Wachstum als auf die Profitabilität von Unternehmen.

Börsenrally von der kommunistischen Partei unterstützt

Rückblickend wurde die Börsenrally im Wesentlichen von der kommunistischen Partei unterstützt. Konfrontiert mit unbekannt niedrigen Wachstumsraten versuchte die Regierung durch steigende Aktienkurse den hoch verschuldeten Staatsunternehmen Zugang zur Kapitalisierung an den Aktienmärkten zu erleichtern und Fremdkapital durch Eigenkapital zu ersetzen.

Hierbei erlaubte die Regierung in Peking internationalen Investoren den Handel mit sogenannten A-Aktien (Aktien, die in Renminbi gehandelt werden) an der Börse in Hong Kong, was bisher nur Chinesen vorbehalten war. Darüber hinaus dürfen nun chinesische Staatsbürger in Hong Kong notierte H-Aktien (chinesische Festlandsaktien),  erwerben. Zudem wurde der Aktienboom durch massiven Einsatz  von Finanzierungshebeln flankiert, da viele der 90 Millionen chinesischen Privatanleger, ihre Investition über Kredite finanzierten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnisse des Marktes stieg letztlich auf 50.

Beginn eines Transformationsprozesses

China befindet sich derzeit am Beginn eines Transformationsprozesses von einer Industriegesellschaft mit hohem Rohstoffverbrauch in Richtung einer Konsum- und Dienstleistungsgesellschaft. Auch der Versorgungssektor wird umgestellt. Kohlekraftwerke werden geschlossen und es wird verstärkt auf Windkraft und Solarenergie gesetzt. Bereits jetzt produzieren dortige Windkraftanlagen mehr Strom als sämtliche amerikanischen Atomkraftwerke zusammen.

Solche Umstellungen insbesondere in derart großen Volkswirtschaften bewirken grundsätzlich, dass ein derart  hohes Wirtschaftswachstum nicht permanent so fortgeführt werden kann und dass man sich zukünftig eher auf immer noch überdurchschnittliche Wachstumsraten von  5 bis 6 Prozent einstellen muss, was immer noch ein sehr hohes Niveau bedeutet obwohl die offiziellen Daten aus China stets mit Vorsicht zur Kenntnis genommen werden sollten.

Sicherlich ist es für rohstoffexportierende Nationen, die eine hohe Abhängigkeit zur chinesischen Wirtschaft haben problematisch wenn die Nachfrage zurückgeht, besonders wenn man sich zu sehr auf den Rohstoffexport fokussiert  und andere Wirtschaftssektoren vernachlässigt hat.

Da es sich dort mittlerweile um den zweitgrößten Aktienmarkt der Welt handelt, konnten die deutschen und europäischen Börsen, die Entwicklung nicht ignorieren und verzeichneten seit Ende Juli zunächst hohe Kursabschläge und verstärkte Kursschwankungen um sich dann ab Oktober wieder zu erholen und nun erneut stark zu korrigieren.

Wie geht die KP mit dem Kontrollverlust um?

Es bleibt allerdings spannend, ob es die chinesische Regierung mit antiquierten Fünf-Jahres-Plänen schafft, die Herausforderungen zu bewältigen, schließlich will man im Jahr 2020 zum 100. Jahr des Bestehens der Kommunistischen Partei das Bruttoinlandsprodukt und das Pro-Kopf-Einkommen, im Vergleich zu 2010, verdoppeln.

Außerdem ist es interessant, wie die KP mit dem Kontrollverlust umgeht, der bei einer weiteren Liberalisierung des Finanzmarktes entsteht. Bisher hat sie schließlich bestimmt, wohin das Geld fließt.

Die chinesische Bevölkerung scheint noch skeptisch. Immerhin wurden zwischen Juni 2014 und Juli 2015 460 Mrd. Euro außer Landes transferiert.

Josef Leibacher, Vermögensverwalter bei der KSW in Nürnberg

Der Einbruch von Aktien des chinesischen Festlandes um 7 Prozent scheint mehr technischer Natur gewesen zu sein, da die Mitte 2015 getroffenen Regierungsmaßnahmen zur Marktstützung zum Jahresbeginn 2016 ausgelaufen sind. Am 08.01.2016 läuft insbesondere eine Regel ab, die Anleger mit mehr als 5 Prozent Streubesitzes einer Aktie seit Sommer 2015 von einem Verkauf abhält.

Von: Svetlana Kerschner

Quelle: DAS INVESTMENT.

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