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FondsStrategien. Die Welt

Welt N24: Europas Währungshüter riskieren das Ende ihrer Macht

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SJB | Korschenbroich, 19.06.2017. Bei der Jubiläumsfeier der Bundesbank kritisiert ihr Präsident die EZB heftig. Sie laufe zusehends Gefahr, in die Fänge der Politik zu geraten. Befeuert wird der Machtverlust ausgerechnet aus den eigenen Reihen der Notenbank. Geburtstagsfeiern, erst recht, wenn runde Jubiläen anstehen, sind normalerweise eine gute Gelegenheit für Ständchen und Kuchen. Nicht so bei der Deutschen Bundesbank. Das Symposium, das die Notenbank zur Feier ihres 60-jährigen Bestehens in Frankfurt veranstaltete, geriet eher zur Mahnstunde denn zur fröhlichen Feier. Gleich zur Eröffnung der prominent besuchten Veranstaltung, bei der sich unter anderem der frühere Bundesbank-Präsident Axel Weber, IWF-Chefin Christine Lagarde und der einstige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auf dem Podium die Ehre gaben, hielt sich Bundesbank-Präsident Jens Weidmann nicht zurück mit warnenden Worten.

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Die Welt: Ex-Bundesbank-Chef prophezeit dauerhaft Minizinsen

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SJB | Korschenbroich, 14.06.2017. Axel Weber macht Sparern wenig Hoffnung: Die Zinsen bleiben niedrig. Dafür vertreibt der starke Mann der Schweizer UBS aber die Sorge, dass US-Banken bald wieder machen dürfen, was sie wollen. Trotz der geplanten Wall-Street-Reformen glaubt der ehemalige Bundesbank-Präsident Axel Weber nicht an eine laxere Kontrolle der US-Häuser. „Es wird keine breite Deregulierungswelle für Banken in den USA geben“, sagte der heutige Verwaltungsratschef der Schweizer Großbank UBS der WELT AM SONNTAG. Sorgen, dass die Regulierungskluft zwischen Europa und den USA wachsen könnte, räumte er ebenfalls aus: „Europa wird nicht wie mit einem Autopiloten die Regulierung weiter anziehen“, so Weber. Zehn Jahre nach der Krise würde man sich eher fragen, ob manche Regeln auch unbeabsichtigte Folgen hätten, die keinen zusätzlichen Beitrag zur Stabilität des Systems leisteten, sondern die Flexibilität der Wirtschaft unangebracht einschränkten.

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Die Welt: Im Umgang mit Italien bleiben nur noch zwei Möglichkeiten

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SJB | Korschenbroich, 19.05.2017. Die europäische Wirtschaft wächst, der Euro legt zu. Bedroht wird die Idylle aber von Italien. Das Land kann keine höheren Zinsen mehr verkraften. Und die enormen Schulden werden zu einer Gefahr – auch für Deutschland. Europa kann aufatmen. Alles sieht gut aus in der Euro-Zone. Bei den Wahlen in der Währungsunion scheint sich die These von „Peak Populismus“ zu bestätigen, dass die ausgemachten Europakritiker nämlich ihre besten Zeiten hinter sich haben. Die Wirtschaft in Euroland hat dagegen offenbar das Beste vor sich. Die Arbeitslosigkeit geht stetig zurück, die Konjunktur dreht nach oben und auch die europäische Währung erfreut sich an den Devisenmärkten neuer Popularität.

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Die Welt: Warum die „Deutsche Commerzbank“ ein Unglück wäre

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SJB | Korschenbroich, 09.09.2016. Die geschwächte Deutsche Bank ist an einer Fusion mit der Commerzbank interessiert, um einen neuen Finanzgiganten zu schmieden. Doch das hätte wenig Vorteile – und würde nur einer Klientel helfen. Isabel Schnabel nimmt kein Blatt vor den Mund: Eine Fusion von Deutscher und Commerzbank würde einen noch größeren nationalen Champion kreieren, schreibt das Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter. "Was für ein Albtraum", so die Wirtschaftsweise.

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Die Welt: Top-Ökonomen prognostizieren Ende der Globalisierung

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SJB | Korschenbroich, 06.09.2016. Fast gescheiterte Freihandelsabkommen wie TTIP und immer neue Handelshemmnisse deuten für Ökonomen auf ein Ende der Globalisierung hin. Es wiederhole sich ein bekannter Ablauf aus der Vergangenheit. Weltweit anerkannte Ökonomen sehen das Ende der Globalisierung gekommen. Das berichtet die "Welt am Sonntag" in ihrer aktuellen Ausgabe. Das wahrscheinliche Scheitern des Freihandelsabkommens TTIP ist demnach nur eines der Symptome. "Die Globalisierung, die in den 2000ern blühte, wird seit einigen Jahren abgebremst", sagte der britische Wirtschaftswissenschaftler Simon Evenett, Professor an der Universität St. Gallen.

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Die Welt: Warum das Pfund vor schlechten Zeiten steht

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SJB | Korschenbroich, 11.08.2016. Bisher hat sich die britische Zentralbank nach dem Brexit-Votum vor Aktionismus gescheut. Den Leitzins verändert sie nicht und beruhigt so das Pfund. Doch dieser Frieden könnte bald zu Ende sein. In der Londoner Threadneedle Street hat eine Institution ihren Sitz, die zu den ältesten und angesehensten des Vereinigten Königreichs zählt, die Bank of England. Schon oft richteten sich die Blicke der Briten auf die 1694 gegründete Zentralbank. Im Ersten und im Zweiten Weltkrieg, in der Großen Depression, in den Pfund-Turbulenzen von 1992 und zuletzt in der Finanzkrise war die "Old Lady of Threadneedle Street" gefordert. Jetzt, im Nebel der Brexit-Politik, ist es wieder so weit.

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Die Welt: In Italien droht das nächste Anti-Europa-Votum

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SJB | Korschenbroich, 11.08.2016. Seit dem Brexit-Votum spitzt sich die Lage für Italiens Banken zu. Es klafft eine Milliardenlücke. Premier Renzi muss die Geldhäuser dringend retten. Ansonsten droht ihm die Ablösung durch sein Volk. Es hätte allen eine Warnung sein können: Als "guten Kompromiss nach Brüsseler Art" lobte Frankreichs Finanzminister Michel Sapin das Werk, das er und seine Amtskollegen nach langem Ringen präsentierten: ein neues Regelwerk darüber, wie Banken in Europa künftig abgewickelt werden. Das war Ende 2014. Eineinhalb Jahre später ist der "gute Kompromiss" plötzlich nicht mehr gut genug. Zumindest scheint er nicht einmal seiner ersten Bewährungsprobe standzuhalten. Seit das Austrittsvotum Großbritanniens die Märkte in Turbulenzen gestürzt hat, ist die seit Monaten schwelende Bankenkrise in Italien voll entflammt.

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Die Welt: Die jämmerliche Lage der deutschen Großbanken

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SJB | Korschenbroich, 10.08.2016. Die Schieflage der italienischen Banken macht der Bundesregierung Sorgen. Dabei sieht es im eigenen Land nicht viel besser aus. So schlecht geht es Deutscher Bank und Commerzbank wirklich. John Cryan gilt als ruhiger aber unnachgiebiger Chef. Diese Härte ist jetzt von ihm gefragt, nachdem die Deutsche Bank im zweiten Quartal nur knapp an einem Verlust vorbeigeschrammt ist: "Sollte das derzeit schwache wirtschaftliche Umfeld anhalten, müssen wir bei Geschwindigkeit und Intensität unseres Umbaus noch ehrgeiziger werden", sagte der Vorstandschef der Deutschen Bank daher. Als Mitarbeiter kann man das durchaus als Drohung verstehen.

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Die Welt: Deutsche Bank ist weltweit das größte Systemrisiko

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SJB | Korschenbroich, 02.08.2016. John Cryan ist angetreten, um die Deutsche Bank zu sanieren. Für den IWF aber ist sie derzeit eines der größten Risiken für das globale Finanzsystem. Und für Deutschland ein Reputationsproblem. Als John Cryan am 1. Juli 2015 seinen neuen Posten als Chef der Deutschen Bank antrat, hatte er eine wichtige Botschaft vorbereitet: "Ich werde Ihnen nicht sagen, dass in den nächsten Monaten alles harmonisch und ohne Probleme verlaufen wird", schrieb Cryan in einer internen Mail an die damals gut 100.000 Mitarbeiter des Instituts weltweit. Aber er werde "unermüdlich und unablässig daran arbeiten, dass die Deutsche Bank wieder dorthin zurückkehrt, wo sie hingehört".

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Die Welt: IWF warnt Industriestaaten vor Halbierung des Wachstums

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SJB | Korschenbroich, 21.07.2016. Vor allem die Industrienationen leiden laut IWF unter den Folgen des britischen Austrittsvotums. Der größte Verlierer ist Großbritannien selbst. Aber auch für Deutschland sehen die Experten schwarz. Die politische Sommerpause, die Terroranschläge und der Putsch in der Türkei haben die Aufmerksamkeit für die Folgen des Brexit-Votums schwinden lassen. Doch der Internationale Währungsfonds (IWF) rüttelt die Weltgemeinschaft wieder wach. In seiner aktuellen Prognose warnt der IWF jetzt davor, dass sich das Wirtschaftswachstum in den Industrienationen im kommenden Jahr halbieren könnte, sollte falsch auf den Brexit-Schock reagiert werden.

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Die Welt: So stellt sich die Bundesbank Europas Zukunft vor

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SJB | Korschenbroich, 20.07.2016. Das aktuelle Statement der Bundesbank hat es in sich. Die deutschen Währungshüter kritisieren das EU-Krisenmanagement harsch. Am liebsten sähen sie eine teilweise Entmachtung der Kommission. Der Monatsbericht der Deutschen Bundesbank ist normalerweise eher etwas für geldpolitische Feinschmecker. Die dort abgehandelten Themen kommen meistens sehr verkopft und hochtheoretisch daher. Doch niemand sollte die Kommunikationskraft des Dokuments unterschätzen.

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Die Welt: Die Albträume der Finanzbranche sind wahr geworden

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SJB | Korschenbroich, 27.06.2016. Die Verluste des "Black Friday" sind erst der Anfang. Die Finanzmärkte preisen nach dem Exit-Votum der Briten ganz neue Zukunftsszenarien ein. Und die sehen teils düster aus. Der Euro ist in Gefahr. Schon kurz nach null Uhr in der Nacht zum Freitag wird Flavio Cirio unsanft aus dem Schlaf gerissen. Zu diesem Zeitpunkt ist noch unklar, wie die Briten beim EU-Referendum abgestimmt haben. Doch das Handy des Londoner Fondsmanagers piept und meldet eine erste Verschiebung in seinen Investments, automatisch ausgeführt. Eine Position, mit der er auf einen steigenden Pfund-Kurs gesetzt hatte, ist geschlossen worden. "Das hätte mich sonst fast 50.000 Euro gekostet",sagt der 52-Jährige, als er einige Stunden später in seinem Büro sitzt.

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Die Welt: Das riskante Spiel der Superinvestoren mit Minuszinsen

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SJB | Korschenbroich, 22.06.2016. Die globalen Märkte erleben eine "Supernova": Minuszinsen drohen zum Kollaps zu führen – einige Hedgefonds befeuern das. Die Notenbanken haben zwei Möglichkeiten zu reagieren und können nur verlieren. Hermann Remsperger muss schon lange nicht mehr von Amts wegen jeden Morgen auf die Zinsen schauen. Seit 2009 sitzt der frühere Chefökonom nicht mehr im Vorstand der Bundesbank. Doch so ganz raus ist man wohl nie. Als sich Remsperger vergangene Woche an den Computer setzt, um seine Dankesrede für ein Symposium der Stiftung Geld und Währung an seiner alten WirkungsstätteBundesbank zu überarbeiten, wirft er einen Blick auf Märkte, eher aus Gewohnheit.

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Die Welt: Jetzt setzt die EZB Europas Wirtschaftsordnung aufs Spiel

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SJB | Korschenbroich, 03.06.2016. Die EZB hat jetzt erklärt, erstmals auch Unternehmensanleihen zu kaufen. Es ist der nächste Versuch, die Probleme der Euro-Zone zu lösen. Allerdings riskiert sie damit ein noch viel größeres Desaster. Ausgerechnet die größte Nachricht aus dem Hause der Europäischen Zentralbank (EZB) nahm den geringsten Raum ein: Zum geplanten neuen Kaufprogramm für Unternehmensanleihen musste EZB-Präsident Mario Draghi sich auf der Pressekonferenz nach der geldpolitischen Ratssitzung keine bohrenden Fragen gefallen lassen. Dabei wagen sich die Euro-Hüter ab kommendem Mittwoch auf absolutes Neuland.

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Die Welt: Das sind die langsamsten Finanzämter Deutschlands

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SJB | Korschenbroich, 24.05.2016. Die kommenden Tage werden in vielen Haushalten hierzulande stressig, es gibt noch viel zu tun. Rasch alle Belege zusammensuchen, auf Expertenseiten im Internet die steuerrechtlichen Änderungen zum Vorjahr nachlesen und dann die richtigen Zahlen an den richtigen Stellen im Steuerformular eintragen. Unerbittlich rückt der 31. Mai näher. Nur noch bis zu diesem Tag hat Zeit, wer eine Steuererklärung abgeben muss. Danach beginnt das Warten. Wie viele Wochen ins Land gehen, ehe klar ist, ob eine Erstattung drin oder eine Nachzahlung fällig ist, hängt weniger davon ab, ob Bürger die Erklärung auf Papier oder elektronisch abgegeben haben, als vielmehr davon, wo sie wohnen.

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