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Börse Frankfurt-News: Erleichterungsrallye (Anleihen)

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23.09.2016 – 16:32 Uhr

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) – 23. September 2016. Deutsche Staatsanleihen legen rund um die Beibehaltung der lockeren Geldpolitik in Japan und Nordamerika wieder den Vorwärtsgang ein. Mehrwert erhoffen sich Anleger von Bonds in fremden Währungen.

Die Freude über anhaltend niedrige Zinsen nach den Notenbanksitzungen der Bank of Japan und Federal Reserve sorgte für Kursgewinne an den Aktien- und Rentenmärkten. „Bonds waren wieder gefragt“, berichtet Arthur Brunner von der ICF Bank. „Nachdem zehnjährige Bundesanleihen zwischenzeitlich positive Rendite brachten, steht mittlerweile wieder ein Minusertrag von 0,07 Prozent zu Buche.“ Bereits in der vergangenen Woche machte der Euro-Bund-Future eine Kehrtwende und eroberte seit dem Tief von 162,92 Prozent mittlerweile wieder die Marke von 165 Prozent.

Tokio verordnet sich mehr Handlungsspielraum

„Bei der Erhöhung der Geldmenge bleiben die japanischen Währungshüter weiter auf dem Gaspedal, gleichzeitig soll die Rendite für zehnjährige Bonds nicht mehr unter Null rutschen“, beschreibt Brunner den künftigen Kurs der Zentralbank. Vor dem Hintergrund schwindender Erträge der Kreditinstitute beim Brot- und Buttergeschäft ziele Japan durch höhere Flexibilität beim Ankauf von Wertpapieren auf eine steilere Zinskurve. Die größere Differenz zwischen langfristigen und kurzfristigen Zinsen werde Banken die Möglichkeit verschaffen, trotz negativer Zinsen Geld zu verdienen. Auf die Beibehaltung einer sehr lockeren Geldpolitik deute zudem die Erhöhung des Inflationsziels, denn künftig soll die 2 Prozent-Hürde nicht nur erreicht sondern nachhaltig übertroffen werden.

US-Zinsschritt erst nach den Wahlen

Nachdem der Zinssatz in den USA bis auf weiteres in einem Band zwischen 0,25 und 0,5 Prozent bleibt, rechnet Klaus Stopp nun frühestens im Dezember mit einer Erhöhung. „Nie zuvor war das Zinsniveau in den USA so lange so niedrig“, bemerkt der Rentenhändler der Baader Bank. Dabei mache der Wahlkampf die Situation für Notenbankchefin Janet Yellen nicht einfacher. „Je näher die Präsidentschaftswahl rückt, desto schwieriger wird es für die Federal Reserve, die Zinsen zu erhöhen.“

Wenn angehoben wird, geschieht dies Carsten Pallas von der HSH Nordbank zufolge noch behutsamer als bislang geplant. Die Mitglieder des Offenmarktausschusses hätten die durchschnittlichen Leitzinserwartungen mit 1,1 Prozent für 2017 und 1,8 Prozent für 2018 um 50 Basispunkte gesenkt. „Damit tragen sie verringerten Wachstums- und Inflationserwartungen Rechnung.“

Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Nach über 14 Jahren gerichtlicher Auseinandersetzungen scheint Argentinien nach Begleichung der Schulden von US-Hedgefonds im April diesen Jahres nun auch bereit, deutschen Gläubigern ihr Geld zurückzuzahlen. Medienberichten zufolge bietet der neue Staatschef Mauricio Macri hiesigen Anlegern pauschal 150 Prozent der Anleihesumme und gelte damit Tilgung, Zinsen und Kosten ab. Siegreiche Kläger vor deutschen Gerichten, dessen Anleihen in einem Bankdepot verwahrt werden, erhalten demnach ebenfalls eine Rückzahlung. Diese falle allerdings niedriger aus, sofern die richterlich zugesprochene Höhe unter dem Pauschalangebot liege. Argentinien gebe Anlegern bis zum 15. November Zeit, das Angebot anzunehmen.

Fremdwährungsanleihen gesucht

Den Handel mit Corporate Bonds beschreiben die Händler als tendenziell verhalten. „Nachdem die US-Notenbank bis auf weiteres die Zinsen niedrig hält, stieg die Nachfrage nach Bonds in US-Dollar und australischen Dollar“, berichtet Daniel. Anleger hätten zudem vereinzelt zu Venezuela-Bonds in heimischer Währung gegriffen. Einen Trend erkennt der Händler der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank in den Bewegungen indes nicht. „Vielleicht liegt es daran, dass mit Euro-Anleihen bonitätsstarker Unternehmen nichts mehr zu verdienen ist.“

Eine seit Oktober 2014 fällige Golden Gate-Anleihe (WKN A1KQXX) wurde Daniel zufolge in den vergangenen Tagen wieder stärker nachgefragt. „Entsprechende Unternehmensnachrichten gab es meines Wissens keine.“ Aktuell notiert das Wertpapier der insolventen Immobilienfirma bei 49,20 Prozent, nach 47,75 Prozent vor zwei Tagen. Das Interesse hänge womöglich mit der erfolgreichen Veräußerung von Liegenschaften zusammen. Der Insolvenzverwalter von Golden Gate habe in Folge eine Insolvenzquote von immerhin zwischen 49 und 70 Prozent in Aussicht gestellt, wobei eine genauere Rückzahlungsprognose erst nach Verkauf der Immobilien in Leipzig und Amberg möglich sei.

Das Vertrauen in VW scheint ebenfalls zurückzukehren. Nach den Abgaben der Vorwoche verbucht Brunner überwiegende Käufe einer Hybrid-Anleihe des deutschen Autobauers (WKN A1ZE21) mit einem Kupon von 4,625 Prozent. „Der Wert hat sich im Laufe der Woche wieder stabilisiert und notiert aktuell bei etwas über 103 Prozent.“

Von überwiegendem Zuspruch spricht der Händler auch mit Blick auf eine US-Dollar-Anleihe der Bank of America (WKN BA0ADG) mit einem Kupon von 3,3 Prozent. „Der in 2023 fällige Wert ist bei Privatanlegern beliebt.“

Seitdem Travel24 den Kuponzahlungen für die 25 Millionen schwere Anleihe (WKN A1PGRG) in diesem Monat fristgerecht nachgekommen ist, reagierten Anleger mit Käufen, wie Brunner beobachtet. „Die mit 7,5 Prozent verzinste Anleihe der Tochter des insolventen Unister hat seitdem deutlich zugelegt und ist aktuell für 39 Prozent zu haben.“

von: Iris Merker

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