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Börse Frankfurt-News: Größe ist entscheidend (Auslandsaktien)

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29.09.2016 – 17:26 Uhr

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) – 29. September 2016. In der Chemiebranche werden seit geraumer Zeit die Karten ganz neu gemischt. Schwindende Preise und Überkapazitäten drängen viele Unternehmen speziell aus dem Agrar- und Düngemittelsektor zu Zusammenschlüssen.

Eine nicht abreißende Serie von zum Teil milliardenschweren Übernahmen in der Chemieindustrie schüttelt die Branche gegenwärtig kräftig durcheinander. Allein im ersten Halbjahr diesen Jahres zählt PwC 89 Deals in dem Sektor, Fusionen mit einem Volumen unter 50 Millionen US-Dollar nicht mitgerechnet. Insgesamt kommt die Beratungsgesellschaft in der ersten Jahreshälfte auf ein Rekordvolumen von 136,7 Milliarden US-Dollar, was schon jetzt über dem Gesamtjahreswert der Jahre 1998 bis 2014 liege. Lediglich im vergangenen Jahr hätten Chemiekonzerne mit Fusionen im Wert von insgesamt 230 Milliarden US-Dollar darüber gelegen.

Effizienzschub für Düngemittelindustrie

Mit 35 und 22 kommen demnach die Spezial- und Kunststoffchemie zwar auf die meisten Merger-Bestrebungen. Die ganz großen Hochzeiten finden aber im Agrar- und Düngemittelbereich, auch Agrochemie genannt, statt. „Düngemittelhersteller kämpfen mit Überkapazitäten und einem ausgeprägten Preisdruck durch die schwache Nachfrage und rücken deshalb stärker zusammen“, begründet Jan Vrbsky von der Baader Bank die anhaltend hohen Zusammenschlüsse. Der Preis beispielsweise von Kali habe sich in den vergangenen fünf Jahren von 600 auf 250 US-Dollar pro Tonne mehr als halbiert, wobei die Talsohle laut Analysten womöglich erreicht sei.

In diesem Licht sieht der Händler auch den angestrebten Kauf von Monsanto (WKN 578919) durch die deutsche Bayer AG (WKN BAY001) für 66 Milliarden US-Dollar und die im September angekündigte Fusion der kanadischen Potash (WKN 878149) und der nordamerikanische Agrium (WKN 886256). Bei Erfolg könne durch die Verbindung von Potash und Agrium ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 27 Milliarden US-Dollar entstehen. An den Anteilen der Kanadier hatten Anleger in den vergangenen zwei Jahren wenig Freude. Seit Anfang 2015 hat der Wert sich von knapp 30 auf etwas unter 15 Euro stark verbilligt. Agrium hingegen notiert bei einem Stand von 81 Euro derzeit in etwa auf dem Niveau von Januar 2015.

Chinesen dominieren

Unternehmen aus dem Reich der Mitte mischen im Übernahmepoker kräftig mit. Über 42 Prozent des weltweiten Fusionsvolumen und knapp 53 Prozent der Deals geht laut PWc auf das Konto von chinesischen Firmen. Auch europäische Konzernlenker gehen wieder häufiger auf Brautschau. Nach einem Anteil von 6 Prozent im vergangenen Jahr beteiligten sich europäische Chemieproduzenten bis einschließlich Juni 2016 an 16 Prozent der Fusionsgeschäfte und erreichten mit insgesamt 109 Milliarden Euro einen absoluten Rekordwert.

ChemChina weiterhin in Kauflaune

Etwa treibt ChemChina derzeit über ihre niederländische Tochtergesellschaft CNAC Saturn den 43 Milliarden US-Dollar schweren Merger mit der Schweizer Syngenta (WKN 580854) voran. „Mittlerweile hat die amerikanische Regierung dem chinesischen Staatsunternehmen grünes Licht gegeben, die EU-Kartellwächter verkünden ihre endgültige Entscheidung am 28. Oktober“, beschreibt Walter Vorhauser die aktuelle Lage. Das habe dem Aktienkurs von Syngenta einen Schub gegeben, der seit Mitte August um gut 11 Prozent von 353 auf 394 Euro zulegte. „Im Syngental-Management gibt es seit Beginn der Übernahmeverhandlungen ein ausgiebiges Stühlerücken“, beschreibt der Händler. Neu besetzt würden derzeit die Finanz-, Personal- und Kommunikationsabteilungen. Ein neuer Konzernchef sei bereits im Juni angetreten.

Europäische Kartellwächter mischen mit

Zu dem seit Ende 2015 im Raum stehenden möglichen Zusammenschluss zwischen den US-Konzernen DuPont (WKN 852046) und Dow Chemical (WKN 850917) haben sich in diesem Monat auch die Wettbewerbshüter der Europäischen Union zu Wort gemeldet und aufgrund von Bedenken eine eingehende Prüfung bis zum 20. Dezember bekannt gegeben. Die Behörde befürchtet negative Auswirkungen auf dem Markt für Pflanzenschutz-Mittel hinsichtlich der Preise, Qualität, Auswahl und Innovationen. Potenzielle Wettbewerbseinschränkungen erkennt Brüssel auch in der Saatgut-Branche und im Bereich der Herstellung von thermoplastischen Kunststoffen. Sollten sich die Bedenken erhärten, könnte Brüssel die Fusion untersagen oder Auflagen machen. Nach dem Zusammengehen plant der Konzern eine Aufspaltung in drei einzelne, börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe.

von: Iris Merker

29. September 2016,

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