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Börse Frankfurt-News: In der Warteschleife (Anleihen)

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16.09.2016 – 16:32 Uhr

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) – 16. September 2016. Mit den anstehenden Zinsentscheiden in Japan und den USA lehnen sich Investoren BEI ihren Anlageentscheidungen lieber nicht zu weit aus dem Fenster.

Vor den Sitzungen der US-Notenbank und der Bank of Japan in der kommenden Woche läuft das Bond-Geschäft laut Händler eher schleppend. „Sowohl die Temperaturen als auch das Handelsgeschehen fühlen sich wie ein verlängerter Urlaub an“, beschreibt Arthur Brunner von der ICF Bank, der wie viele seiner Kollegen die Wahrscheinlichkeit einer September-Zinserhöhung in den USA nach eher enttäuschenden Konjunkturdaten derzeit als gering einstuft. Ein mit minus 0,3 Prozent stärker als erwarteter Rückgang der Einzelhandelsumsätze und eine 0,4 Prozent niedrigere Industrieproduktion im vergangenen Monat trügen kaum zu einer Belebung der Zinsfantasien bei.

Ausländische Konzerne sollen britische Industriebasis erweitern

Die britische Zentralbank bleibt auf ihrem eingeschlagenen geldpolitischen Pfad und belässt den Leitzins wenig überraschend bei 0,25 Prozent. Mit dem Einschluss ausländischer Bonds bonitätsstarker Unternehmen wie Apple, Daimler, Amgen, Électricité und Dong Energy orientiert sich die Bank of England im Rahmen ihres Anleihen-Kaufprogramms an Japan, wie Robert Halver denkt. Neben der Notierung in Pfund achte Notenbankchef Mike Carney beim Einkauf zudem darauf, dass die auserwählten Konzerne einen wesentlichen Beitrag zur britischen Wirtschaft leisten.

„Allein durch die Ankündigung der neuen Maßnahme hofft die BoE, mehr Anleiheemissionen an die Themse zu locken“, schätzt der Rentenexperte der Baader Bank. Theoretisch ziele die Zentralbank des Vereinigten Königreichs mit den Maßnahmen einerseits auf die Senkung der Kreditkosten für Unternehmen, aber auch auf industrielle Engagements über die Emission von Anleihen hinaus. Ob die Rechnung aufgeht, steht nach Ansicht von Halver in den Sternen. Finanzplatz und Produktionsstandort seien eben zwei Paar Schuhe.

Vorzeichen ändert sich

Die richtungsweisende Euro-Bund-Future tritt auf Wochensicht mehr oder weniger auf der Stelle und notiert am Morgen bei 163,66 Prozent. Vor der EZB-Sitzung in der Vorwoche lag der Kurs des hiesigen Rentenbarometers auf Schlusskursbasis mit 168,20 Prozent allerdings noch nahe des 52-Wochenhochs. Mit der deutlichen Korrektur rückte die Rendite für zehnjährige deutsche Staatsanleihen wieder in den positiven Bereich, wie Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank anmerkt. Nach zwischenzeitlich 0,08 Prozent seien derzeit noch 0,015 Prozent Ertrag drin. „Privatanleger müssten aber viel Geld in die Hand nehmen, um davon zu profitieren.“ Selbst bei einer Rendite von 0,08 Prozent kämen bei einer Investition von 10.000 Euro jährlich gerade mal acht Euro hinten raus. „Vermutlich sind die Transaktionskosten höher.“

Im Übrigen lieferten auch so manche Unternehmensanleihen von Großkonzernen wie Thyssen (WKN A14J57) mittlerweile wieder einen positiven Ertrag. Der 2020 fällige Wert komme aktuell immerhin auf eine Rendite von 1,11 Prozent.

Deutsche Bahn und Novomatic mit neuen Bonds

Nach der Sommerpause nehmen die Neuemissionen wieder an Fahrt auf. Mit einer zwölfjährigen Anleihe, die aktuell auf einen Rendite von 0,625 Prozent kommt, refinanzierte sich beispielsweise die Deutsche Bahn (WKN A186J2) erfolgreich über den Kapitalmarkt, wie Brunner bemerkt. Die Stückelung von 1.000 Euro nennt der Händler erfreulich, da so auch Privatanleger eher zum Zuge kämen.

Novomatic entschied sich laut Halver bei der Finanzierung von 500 Millionen Euro mittels einer siebenjährigen Anleihe (WKN A186FM) sogar für eine Stückelung von 500 Euro. Für einen bis September 2023 laufenden Bond zahlt das österreichische Unternehmen Investoren einen Kupon von 1,625 Prozent.

Skepsis über Monsanto Deal

Den Handel mit bestehenden Unternehmensanleihen beschreibt Daniel als eher ruhig. Die geplante Übernahme von Monsanto durch Bayer stoße bei Investoren offenbar nicht nur auf Wohlwollen. Obwohl Bayer 128 US-Dollar pro Aktie aus Eigen- und Fremdmitteln zahle, stehe Monsanto aktuell gerade mal bei gut 104 US-Dollar. „Anleger scheinen vom reibungslosen Ablauf des Deals nicht unbedingt überzeugt.“ Das mache sich an der Handelsrichtung mit Bayer-Bonds bemerkbar. Etwa trennten sich Anleger in Summe von einer bis 2075 laufenden und mit jährlich 3 Prozent verzinsten Anleihe des deutschen Pharmariesen (WKN A11QR6). Nach 100,89 Prozent am vergangenen Freitag ist der Wert am Morgen für 100,19 Prozent zu haben.

Auch Halver spricht von Abflüssen etwa bei einer bis 2021 laufenden Anleihe (WKN A1YC3K), die bei einem Stand von 107,75 Prozent aktuell rund 0,09 Prozent Rendite bringe. Etwa 0,37 Prozent werfe ein Bayer-Produkt (WKN A1ZSAC) ab, das 2023 zur Rückzahlung ansteht und derzeit etwas über 106 Prozent notiert.

Abstand von Deutsche Bank-Bonds

Allgemein unter Druck geraten seien auch Deutsche Bank-Anleihen, nachdem das US-Justizministerium der Großbank eine Forderung über 14 Milliarden Dollar geschickt hat. „Nach dem Einbruch der Aktie um knapp 7 Prozent, verabschieden sich Investoren offenbar auch von festverzinsten Wertpapierne der Deutsche Bank“, beobachtet Daniel. Die eigenen Bücher spiegelten die Entwicklung allerdings kaum wider. Daraus schließt der Händler, dass viel im Interbankenhandel läuft.

Brunner meldet Abflüsse bei einer Hybrid-Anleihe von VW (WKN A1ZE21) mit einem Kupon von 4,625 Prozent. Im Wochenverlauf gab der Wert von 105,4 auf aktuell 103,35 Prozent nach.

Anleihen der Linde AG verloren der Baader Bank zufolge nach der geplatzten Fusion mit dem US-Konzern Praxair zunächst etwas an Gewicht, stabilisierten sich in Folge aber recht schnell wieder. Ein im Juni 2021 fälliger Wert (WKN A1GRYP) stehe mittlerweile wieder über 118 Prozent und liefere damit eine Rendite von 0,00 Prozent auf. Ähnlich verlaufe die Kurve einer 2028 fälligen Linde-Anleihe (WKN A180B3), die bei einem Stand von gut 103 Prozent aber immerhin um 0,70 Prozent Ertrag bringe.

von: Iris Merker

16. September 2016

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