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Börse Frankfurt-News: Siegeszug der Online-Shops (Auslandsaktien)

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15.09.2016 – 14:55 Uhr

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) – 15. September 2016. Neben H&M, Zara oder Primark tuen sich traditionelle Modeketten immer schwerer. Doch auch im Fast Fashion-Bereich ist der Druck hoch. Gewinner an der Börse sind die reinen Online-Händler.

Für die Modehändler hierzulande war es eine weitere Schreckensmeldung nach vielen anderen: Am Montag dieser Woche hat die früher zu KarstadtQuelle gehörende Modekette SinnLeffers Insolvenz beantragt, nur wenige Tage davor hatte sich die Muttergesellschaft Wöhrl unter ein Schutzschirmverfahren, eine Vorstufe der Insolvenz, begeben. Ende März hatte bereits das Modeunternehmen Steilmann Insolvenz angemeldet.

Tiefrote Quartalszahlen meldete vergangene Woche auch der Vorarlberger Strumpfkonzern Wolford. Und die Zukunft des Modelabels Strenesse ist ungewiss, die geplante Übernahme des insolventen Unternehmens durch die MAEG Holding wurde kürzlich abgeblasen.

Fast Fashion auf Wachstumskurs

Der Modeeinzelhandel befindet sich im Umbruch. Das Trio Hennes & Mauritz (H&M), die Zara- und Massimo Dutti-Mutter Inditex sowie Primark macht den angestammten Unternehmen zu schaffen. Die drei verbindet eins: Gesetzt wird auf modische Kleidung zu günstigen Preisen, im Fall von Primark sogar zu Schleuderpreisen. Der Erfolgsschlüssel liegt in der „vertikalen Integration“, vom Entwurf über die Produktion der Stoffe und der Kleidungsstücke bis hin zur Präsentation in den eigenen Läden ist alles in einer Hand. „Bei Inditex vergehen vom Design zum Verkauf zum Beispiel maximal drei Wochen“, erklärt Christopher Sornberger von Oddo Seydler.

Bei Luxusmarken wie Burberry, Chanel oder Gucci belastet zudem der starke Nachfragerückgang in wichtigen Märkten wie China und Russland. „Im Luxussegment gibt es auch das Problem mit den Plagiaten“, ergänzt Sornberger. „Allein in Deutschland lag der Schaden durch Produktfälschungen 2015 bei 3,5 Milliarden Euro und in der EU insgesamt bei 43,3 Milliarden Euro.“

Viele Verlierer an der Börse

Fast alle Modeaktien liegen in diesem Jahr im Minus – inklusive der Fast Fashion-Anbieter H&M, Inditex und der Primark-Mutter Associated British Foods. Das hat vielfach auch mit den durch die US-Dollar-Stärke gestiegenen Produktionskosten in Asien zu tun. Vergleichsweise wacker geschlagen hat sich Inditex (WKN A11873). „Inditex kommt einigermaßen gut durch die Krise“, meint Sornberger. „Die Profitabilität ist hoch, zuletzt haben die Spanier auch davon profitiert, dass sie kaum in Asien fertigen.“ Negativ könne sich für Inditex allerdings der Brexit auswirken. „Großbritannien ist ein wichtiger Markt.“

Auch die H&M-Aktie (WKN 872318) hat in diesem Jahr verloren, auf Zwölfmonatssicht kommt der Titel sogar auf ein Minus von 18,6 Prozent. „Die heute veröffentlichten Verkaufszahlen für August, die schlechter als erwartet ausgefallen sind, zeigen, dass auch in diesem Segment der Druck hoch ist“, bemerkt Jan Vrbsky von der Baader Bank. Ebenso wie Primark bekommt H&M die höheren Produktionskosten in Asien zu spüren.

Die Aktie der Primark-Mutter Associated British Foods (WKN 920876) hat auf Sicht von zwölf Monaten mit 22 Prozent ebenfalls deutlich verloren, seit Juni geht es aber wieder aufwärts.

Luxusmarken leiden unter Asien

Zu den Verlierern in diesem Jahr gehört neben Adressen wie Next (WKN 779551) und Esprit (WKN A0ML39) die Burberry-Aktie (WKN 691197), allerdings konnte sich der Titel seit dem Tief im Juni erholen. Wegen des Nachfrageeinbruchs in Asien und Russland musste der für seine Trenchcoats bekannte Konzern im Mai ein umfangreiches Sparprogramm bekanntgeben. „Auch in Europa sind die Einnahmen zurückgegangen, weil vor allem Chinesen wegblieben“, meldet Sornberger. Die Produktpalette wird nun verkleinert, das Onlinegeschäft verstärkt. Entsprechend den Wünschen der jungen Generation soll es nun „See now, buy now“ heißen, nach den Modeschauen sollen die Produkte sofort – und nicht wie zuvor üblich erst nach einigen Wochen – zu kaufen sein. „Der Brexit und das schwächere Pfund könnten Burberry helfen.“

Reine Online-Händler Spitzenreiter

Doch es gibt auch Sieger. „Die nächste Welle nach Fast Fashion ist längst angerollt: der reine Online-Handel“, erklärt Vrbsky. Diese Händler konzentrierten sich auf ein junges Publikum und böten die ganze neue Art des Shoppen: „Einfach auf dem Weg von der Schule oder der Arbeit in der Straßenbahn mit dem Smartphone einkaufen.“

Adressen wie Zalando (WKN ZAL111), Amazon (WKN 906866) und die beiden britischen Online-Händler Asos (WKN 912703) und Boohoo (WKN A1XFBJ) setzen genau darauf – und gehören damit zu den Gewinnern, auch an der Börse. So kommt Asos seit September 2015 an der Börse Frankfurt auf ein Plus von 54 Prozent, Amazon auf 46 Prozent und Zalando immerhin noch auf knapp 25 Prozent. Den größten Sprung nach oben machte aber Boohoo: Die Aktie legte auf Sicht von zwölf Monaten um 149 Prozent zu.

von Anna-Maria Borse

15. September 2016

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