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Börse Frankfurt-News: Stürmische Herbststage (Wochenausblick)

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19.09.2016 – 11:18 Uhr

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) – 19. September 2016. Nach durchwachsenen Konjunkturdaten rechnet kaum ein Analyst mit einer US-Zinserhöhung in dieser Woche. Charttechniker prognostizieren nach Unterschreiten einer wichtigen Unterstützung bewegende Zeiten.

Ungewissheit prägt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Der DAX verlor auf Wochensicht rund 2,8 Prozent und verabschiedete sich bei einem Stand von 10.276 Punkten ins Wochenende. „Auslöser für die Panikattacke war ein unguter Mix aus Konjunktursorgen“, meint Claudia Windt von der Helaba. Selbst auf die Zentralbanken scheine kein Verlass mehr. „Das Bild einer konjunkturunterstützenden, dauerhaft extrem expansiven Zinspolitik bekam dank einer eher unglücklichen Kommunikation vor allem von einzelnen US-Geldpolitikern erhebliche Risse.“ Die Zurückhaltung japanischer Politiker hinsichtlich weiterer expansiver Maßnahmen und das bisherige Ausbleiben der Verlängerung des Anleihen-Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank habe die Anlegerstimmung zusätzlich gedrückt.

Weiter wie gehabt

Diese Woche werde zeigen, ob die Furcht der Marktteilnehmer berechtigt ist, wobei Windt in der aktuellen Phase konjunktureller Unsicherheit nicht von einer Abkehr der ultralockeren Geldpolitik ausgeht. War in der Vergangenheit die Wirtschaft zu schwach, die politische Unsicherheit groß oder die Stabilität an den Finanzmärkten gefährdet, habe die Geldpolitik stets ihren Expansionsgrad gesteigert. Dass die Federal Reserve ausgerechnet jetzt ihr Zinserhöhungstempo anzieht, hält die Analystin mit Blick auf die bisherigen Erfahrungen für wenig wahrscheinlich.

„Es gibt überhaupt keinen Grund für strengere zinspolitische Bedingungen in den USA“, meint auch Robert Halver von der Baader Bank, der Notenbankchefin Janet Yellen in der zinspolitischen Rettungsfalle gefangen sieht. „Solange vor allem an der Zinsfront in den USA nichts anbrennt, werden die politischen und fundamentalen Probleme zwar nicht gelöst, aber ihr Zerstörungspotenzial für Aktien zumindest eingefangen wie der böse Geist in der Flasche mit dickem Korken obendrauf.“

Großer Verfallstag spielte mit

Zu den DAX-Verlusten von 1,5 Prozent allein am Freitag hat übrigens der große Verfallstag beigetragen. Bei diesem viermal im Jahr stattfindenden Laufzeitende werden die Futures und Optionen auf große europäische Indizes und Einzelaktien abgerechnet. Großvolumige Handelsaktivitäten meist institutioneller Anleger können an solchen Tagen das Handelsvolumen und die Volatilität erhöhen. Für Privatanleger sind die Verfallstage deswegen mit besonderen, allerdings sehr kurzfristigen, Risiken verbunden.

Verkaufssignal nach Doppel-Top

Aus technischer Perspektive zeigte sich der DAX zum Wochenschluss in schlechter Verfassung, wie Gregor Bauer zusammenfasst. Mit der Ausbildung eines Doppel-Tops seit Anfang August stehe der Bereich um 10.800 Punkte als stabiler Widerstand. Diese zwei Hochs auf gleichem Niveau seien am Freitag durch die Unterschreitung der 10.440 Zähler bestätigt worden. „Damit fiel der deutsche Aktienindex unter die letzte möglicherweise rettende Unterstützung und generierte ein klares Verkaufssignal“, bemerkt der unabhängige technische Analyst.

Zum Wochenbeginn rechnet Bauer noch nicht mit einer Rückkehr der Investoren auf die Käuferseite. „Das weitere Schicksal des hiesigen Bluechip-Index wird die US-Zentralbank mit ihrer Zinsentscheidung am Mittwoch besiegeln.“ Da zu diesem Zeitpunkt keine Erhöhung der Leitzinsen wahrscheinlich sei, stellt Bauer in Folge eine bessere Stimmung an der Börse in Aussicht. „Charttechnisch wäre in diesem Szenario das erneute Überwinden des Bereichs um 10.440 Punkte nach oben entscheidend.“

Nur etwas für starke Nerven

Nach Auffassung von Franz-Georg Wenner scheint sich am deutschen Aktienmarkt erneut der langfristig intakte negative Trend durchzusetzen. „Nachdem in den vergangenen fünf Wochen zwei Mal der Angriff über die seit dem Rekordhoch bestehende Abwärtstrendlinie scheiterte, geben sich die Käufer offenbar geschlagen“, schätzt der Betreiber von chartanalysen-online.de. Auch für Wenner ist mit dem Rücksetzer unter das alte Ausbruchsniveau bei 10.365 bis 10.500 Punkten zugleich ein Doppel-Top vervollständigt. „Abgeleitet aus der Höhe des negativen Umkehrmusters errechnet sich ein theoretisches Kursziel von gut 10.000 Punkten.“

Hier hätte der Markt die Hälfte seit dem Tief von Anfang Juli korrigiert und würde auf seiner 200-Tage-Linie aufsetzen. „Sollten Schnäppchenjäger den Rücklauf an den viel beachteten Durchschnitt kaufen, könnte ein versöhnlicher Herbst-Auftakt an den Börsen bevorstehen.“ Dafür spreche die leicht überverkaufte Lage: Nur noch zehn Prozent der Indexmitglieder behaupteten derzeit ihren Monatsmittelwert. „Allerdings bleibt der Weg auf der Oberseite wegen zahlreicher Widerstände herausfordernd.“ Grünes Licht gibt Wenner mittel- bis langfristig erst über dem Abwärtstrend bei 10.680 DAX-Zählern.

„Wer hingegen mutig ist, nutzt einen möglichen Rückschlag bis an die Marke von 10.000 Punkten oder die darunter verlaufende Haltemarke bei 9.800 Zählern zum Einstieg.“ Mit Blick auf die saisonal schwierige Phase und die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen erwartet Wenner in den kommenden Wochen aber generell stürmische Märkte.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Mittwoch 21. September

20.00 Uhr. USA: Zinsentscheid der US-Notenbank. Diesen Tag sollten sich Anleger nach Analysten zufolge ganz dick im Kalender anstreichen. Mit der Federal Reserve und der Bank of Japan entscheiden gleich zwei der großen Notenbanken über die weitere geldpolitische Strategie. Und das dürfte nach Ansicht der HSBC spannend werden, denn zuletzt hätten sich auffällig viele US-Währungshütern dafür ausgesprochen, zügig die Möglichkeit einer Leitzinserhöhung intensiv diskutieren zu wollen. Auch für die HSBC-Analysten spricht die aktuell durchwachsene konjunkturelle Datenlage gegen eine unmittelbare Erhöhung noch im September. Vor allem die schlechteren Werte für den ISM im Dienstleistungssektor und im Verarbeitenden Gewerbe passten nicht so recht zu einer unmittelbaren Zinsanhebung.

Anders als bei der Federal Reserve dürften die japanischen Währungshüter am Mittwoch zu einer weiteren – wenn wohl auch marginalen – geldpolitischen Lockerung ausholen, wie die HSBC-Analysten meint. Schließlich seien die Wachstumsperspektiven in Japan weiterhin verhalten und zu gering um nachhaltigen Preisdruck aufkommen zu lassen. Ende des Jahres werde die Inflation kaum mehr als 0,2 Prozent betragen und das Preisziel der Bank of Japan von 2 Prozent massiv unterschreiten. Die HSBC rechnet mit einer Anpassung des jährlichen Wertpapier-Ankaufsvolumen von 80 Billionen Yen auf eine Spanne zwischen 70 und 100 Billionen Yen sowie der Absenkung des Einlagensatzes von minus 0,1 Prozent auf minus 0,2 Prozent. Auch das japanische „Funding for Lending“-Programm könne ausgeweitet werden.

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von: Iris Merker

19. September 2016

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