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Börse Frankfurt-News: „Warm anziehen, der Herbst beginnt“ (pfp Advisory)

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24.09.2018 – 17:03 Uhr

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) – Für Roger Peters ist der Herbst eine schwierige Börsensaison. Es gebe ebenso gute Argumente für Spätsommertage wie für Herbststürme. Was also tun.

27. August 2018. FRANKFURT (pfp Advisory). Wie haben Sie das Ende der vorherigen Woche erlebt? Ging es Ihnen auch so, dass Sie vom Wetterabschwung dann doch überrascht wurden? Dass Sie, obwohl seit Tagen feststand, dass nun Regen und Herbstwetter beginnen werden, enttäuscht waren, dass dem so kam? Dass Sie, obwohl jeder wusste, dass dieser traumhafte Sommer nicht endlos sein kann, frustriert waren, dass die Phase des schönen Wetters vorbei war? Alles irgendwie wenig rational, aber umso mehr menschlich.

Interessant wird nun die Frage, ob wir bereits zeitnah auf dem Börsenparkett ein Déjà-vu erleben. Denn auch da haben wir nun die Zeit, vor der erfahrene Börsianer durchaus Respekt haben. Der Herbst des Börsenjahres, der je nach Betrachtungszeitraum auch im August oder Oktober, aber immer jedoch im September stattfindet, ist eine besonders kritische Phase des Börsenzyklus. Oft geht es in diesen Phasen an den Märkten abwärts und von den großen Crashs der Geschichte fanden in diesem Zeitfenster auffallend viele statt.

Dabei ist die Woche, die heute beginnt, noch mal besonders hervorzuheben. Wie das Institut Bianco Research neulich mit Bezug auf den US-amerikanischen Aktienmarkt festgestellt hat, ist die 39ste Kalenderwoche auffallend schwach. Untersucht wurde der Markt seit 1990, aber auch in früheren Phasen ist der frühe Herbst immer ein heißes Pflaster gewesen.

Und was könnte jetzt der konkrete Auslöser sein für einen stärkeren Wertverlust? Was könnte der berüchtigte Funken sein, der eine Explosion auslöst? Sicher sind viele kritische geopolitische Einflussfaktoren vorhanden, die ihrerseits auch schwer zu greifen sind, denken Sie etwa an die vollkommen unübersichtliche Melange in Syrien. Aber auch die immer etwas reißerisch als „Handelskrieg“ umschriebenen harten Außenwirtschaftsverhandlungen zwischen den ökonomischen Großmächten prägen die Anleger. Ebenfalls zu nennen: Vorne mit dabei immer Sorgen um plötzlich zu schnell steigende Zinsen oder eine rapide verschlechterte Konjunktur. Der vielleicht wahrscheinlichste „schwarze Schwan“ ist jedoch in den Emerging Markets zu finden. Hier fanden viele Krisen ihren Ursprung, hier gänge es schnell um große Kaliber, etwa wenn gewichtige Staaten zahlungsunfähig werden. Und hier funktionieren Domino-Effekte wirksam.

Doch ein Funken ist nur dann gefährlich, wenn wir tatsächlich auf einem Pulverfass sitzen. Ist das denn der Fall? Immerhin läuft die Konjunktur auf Hochtouren. Die Bewertung an den Märkten ist nicht übertrieben günstig, lässt aber noch Raum für weitere Steigerungen. Dies gilt insbesondere im Vergleich zu anderen Geldanlagen, etwa auf den Anleihe- oder auch Immobilienmärkten. Auf der Gegenseite finden Skeptiker alleine in der Länge des derzeitigen Aufschwungs ein gewichtiges Argument. Und dass, ähnlich wie in früheren Spätphasen von Aufschwüngen die Marktbreite dramatisch abgenommen hat, bereitet Sorge. Und gerade die Werte, die den Markt noch hochziehen, insbesondere im Technologiebereich, sind objektiv anspruchsvoll bewertet.

Am Ende ist es so, wie es im September immer ist: Es gibt gute Argumente, dass der Markt stabil bleibt und es gibt warnende Signale, die zur Vorsicht mahnen. Was denn nun am Ende die richtige Indikation geliefert hat, ist dann nur in der Rückschau klar sichtbar, also wenig nützlich für die Entscheidungsfindung.

Wie ist dann also die richtige Vorgehensweise in dieser kritischen Phase? Es gibt da keinen universellen Rat, zumal auch jeder Investor eine andere individuelle Ausgangslage hat. Sicher sind Panik und Angst genauso schlechte Ratgeber wie Euphorie oder Gier, gleichwohl ist Vorsicht etwa in Form von etwas erhöhter Kassenquote ein probater Weg. Diese Reserve indes sollte dann aber auch konsequenterweise in der dunklen Phase des späten Sommers bzw. frühen Herbsts eingesetzt werden. Denn ebenso üblich wie Abschwünge im Herbst sind Anstiege um den Jahreswechsel. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Einkaufen in der kritischsten Woche des Jahres.

von Roger Peeters

24. September 2018, © Deutsche Börse AG

Über den Autor

Roger Peeters ist geschäftsführender Gesellschafter der pfp Advisory GmbH. Gemeinsam mit seinem Partner Christoph Frank steuert der seit über 20 Jahren am deutschen Aktienmarkt aktive Experte den DB Platinum IV Platow Fonds (WKN DWS030), einen 2006 aufgelegten und mehrfach ausgezeichneten Stock-Picking-Fonds. Weitere Infos unter www.pfp-advisory.de. Peeters schreibt regelmäßig für die Börse Frankfurt.

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder, nicht die der Redaktion von boerse-frankfurt.de. Sein Inhalt ist die alleinige Verantwortung des Autors.

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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