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Börse Stuttgart-News: Trend am Mittag

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14.09.2016 – 16:37 Uhr

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) – Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Rekord-Deal: Bayer übernimmt Monsanto

Führungswechsel bei Linde

Nach monatelangem Ringen um den US-Saatgutriesen Monsanto macht Bayer-Chef Werner Baumann die bislang größte Übernahme eines deutschen Unternehmens perfekt. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern legt für Monsanto 66 Milliarden Dollar (58,7 Mrd. Euro) auf den

Tisch – damit ist es auch der größte Zukauf in der mehr als 150-jährigen Firmengeschichte von Bayer seit dem Kauf des Pharmakonzerns Schering für 17 Milliarden Euro vor zehn Jahren. Gemeinsam mit Monsanto steigt Bayer zum weltweit führenden Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut auf.

Die Leverkusener erhöhten ihre Offerte für Monsanto erneut leicht auf 128 Dollar je Aktie und konnten sich damit schließlich die Gunst der Amerikaner sichern. Wenn die Kartellbehörden die nötigen Freigaben für die Übernahme nicht erteilen würden, soll Monsanto zudem zwei Milliarden Dollar bekommen.

Bayer hatte in den seit Monaten andauernden Verhandlungen sein Angebot mehrmals scheibchenweise erhöht. Gestartet war der Konzern im Mai mit 122 Dollar je Anteilsschein,

Anfang September stellten die Leverkusener zuletzt 127,50 Dollar je Monsanto-Aktie in Aussicht. Monsanto-Papiere notierten am Mittwoch leicht im Plus bei knapp 107 Dollar, die Papiere von Bayer waren mit einem Plus von mehr als zwei Prozent größter Gewinner im DAX.

Nach Einschätzung von Markexperten ist der Kauf der Amerikaner für Bayer strategisch sinnvoll. Bei vielen Bayer-Anteilseignern waren Baumanns Übernahmepläne bislang gleichwohl auf wenig Gegenliebe gestoßen. Sie hatten den Zukauf als zu teuer kritisiert und haben Bedenken, dass durch die Übernahme von Monsanto das Pharmageschäft zu kurz kommen könnte. Der US-Saatgutriese hat zudem ein denkbar schlechtes Image und steht wegen seiner aggressiven Geschäftspraktiken und seiner gentechnisch veränderten Produkte seit Jahren in der Kritik. Die Amerikaner sind auch der Entwickler des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Bayer genießt dagegen laut Markenexperten einen guten Ruf. Sollte die Übernahme gelingen, hatten die Experten den Leverkusenern deshalb bereits im Vorfeld geraten, ihr eigenes, positiveres Image zu nutzen und die Marke Monsanto so schnell wie möglich zu löschen.

Die geplatzte Fusion mit dem US-Rivalen Praxair kostet der Linde-Spitze die Jobs. Vorstandschef Wolfgang Büchele will seinen Vertrag nicht mehr verlängern und nimmt im April 2017 nach drei Jahren seinen Hut, wie die Münchner am Dienstag mitteilten. Zuvor war bereits Finanzchef Georg Denoke im Unfrieden aus dem Vorstand ausgeschieden. Zwischen Büchele und Denoke hatte es seit längerem Spannungen gegeben. Mehreren Insidern zufolge habe Denoke hinter den Kulissen zuletzt gegen den Zusammenschluss mit Praxair gearbeitet. Dass er bei Linde Geschichte ist, ändere aber nichts daran, dass der Zusammenschluss mit den Amerikanern vorerst vom Tisch ist.

Am Montag hatten Linde und Praxair ihre Fusionsgespräche überraschend für beendet erklärt. Zunächst sprachen sich die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat – darunter

Oberkontrolleur Wolfgang Reitzle – und Büchele gegen ein Fortsetzung der Gespräche aus. Später folgte der gesamte Vorstand. Insidern zufolge konnten sich beide Seiten wohl nicht über zentrale Fragen wie den Unternehmenssitz, die Standorte von Entwicklungsabteilungen

und die Managementbesetzung einigen.

Die Linde-Aktie gab heute um 1,8 Prozent nach.

Der DAX notierte unterdessen bei 10.390 Punkten kaum verändert.

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Nach monatelangem Ringen um den US-Saatgutriesen Monsanto hat Bayer den bislang größten Deal der 150-jährigen Firmengeschichte nun tatsächlich zur Einigung gebracht. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern legt dafür 66 Milliarden US-Dollar auf den Tisch. Holger Scholze mit den neuesten Erkenntnissen aus dem Börsensaal.

Video unter folgendem Link anschauen: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/boerse-stuttgart-tv/?video=13379

Euwax Sentiment Index

Der Euwax-Sentiment-Index pendelte am Nachmittag im Bereich der Nulllinie. In dieser Phase war kein klarer Trend beim Handel mit Hebelprodukten auf den DAX erkennbar.

Trends im Handel

An der Euwax wurden heute zudem Knock-out-Puts auf die Allianz-Aktie verstärkt gekauft. Händlern zufolge soll die Empfehlung eines Börsenbriefes dahinter stecken.

Im Zuge der heutigen Übernahme durch Bayer wurden auch viele Knock-out-Scheine auf Monsanto rege gehandelt, ohne dass es hierbei zu einem klaren Mehrheitstrend kam.

Dafür waren Call-Optionsscheine auf Monsanto überwiegend gesucht.

Einige Anleger nahmen zudem Gewinne bei Calls auf Bayer mit.

Darüber hinaus wurden auch heute Call-Optionsscheine auf BASF gekauft.

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Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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