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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 17.04.2019 – 17.10 Uhr

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17.04.2019 – 17:10 Uhr

ROUNDUP 2: Chinas Wirtschaft hält Wachstumstempo

PEKING – Chinas Wirtschaft hat zu Beginn des Jahres das Wachstumstempo aus dem vierten Quartal 2018 gehalten und damit die Erwartung von Analysten übertroffen. Die zweitgrößte Volkswirtschaft legte in den Monaten Januar bis März um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistikamt am Mittwoch in Peking mitteilte. Experten hatten wegen der negativen Auswirkungen des Handelskrieges mit den USA für das erste Quartal ein etwas langsameres Wachstum von 6,3 Prozent erwartet. An den Finanzmärkten zeigten sich nach Veröffentlichung der Daten nur verhaltene Reaktionen.

US-Handelsdefizit schrumpft überraschend weiter

WASHINGTON – Das Defizit in der US-Handelsbilanz ist im Februar überraschend weiter geschrumpft. Das Handelsdefizit sank um 1,7 Milliarden auf 49,4 Milliarden US-Dollar, wie das amerikanische Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt ein wesentlich höheres Defizit von 53,4 Milliarden Dollar erwartet.

ROUNDUP 2/Städte: Werden Grundsteuerreform nicht zur Haushaltssanierung nutzen

BERLIN – Der Deutsche Städtetag versucht, Mietern und Hausbesitzern Angst vor drastischen Steuererhöhungen im Zuge der Reform der Grundsteuer zu nehmen. „Die Kommunen werden ihre Hebesätze so verändern, dass etwa die heutigen Einnahmen erreicht werden“, sagte Verena Göppert, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Städtetages, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Sie wollen die Reform nicht dazu benutzen, ihre Haushalte zu sanieren.“

Lindner fordert Umsteuern in Wirtschaftspolitik

BERLIN – Angesichts der sich deutlich abschwächenden Konjunktur hat der FDP-Vorsitzende Christian Lindner die Bundesregierung zu einem Umsteuern in der Wirschafts- und Finanzpolitik aufgefordert. „Soli weg, Bürokratie abbauen, private Investitionen erleichtern – dann können wir auch eine Konjunkturkrise verhindern“, sagte er am Mittwoch in Berlin. Zuvor war bekannt geworden, dass die schwarz-rote Bundesregierung für das laufende Jahr nur noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent rechnet.

Enteignungen in Kuba: US-Regierung verkündet Pläne für Klage-Option

WASHINGTON – Die US-Regierung von Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf die kommunistische Regierung in Kuba. US-Außenminister Mike Pompeo kündigte am Mittwoch in Washington an, US-Bürger bekämen ab dem 2. Mai die Möglichkeit, gegen ausländische Unternehmen zu klagen, die Eigentum nutzen, das nach der Revolution 1959 enteignet wurde. Er warf der kubanischen Führung vor, die eigene Bevölkerung zu unterdrücken und Gewalt in andere Staaten der Region zu exportieren. Vor allem stört sich die US-Regierung an der Unterstützung aus Havanna für den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro.

EU stellt Liste für neue Vergeltungszölle gegen USA vor

BRÜSSEL – Die EU plant weitere Vergeltungszölle auf Waren aus den USA. Mit den Sonderabgaben auf Produkte wie Tomatenketchup, Handtaschen, Spielekonsolen und Hubschrauber soll der Schaden durch illegale Subventionen für den US-amerikanischen Flugzeugbauer Boeing ausgeglichen werden, wie die zuständige EU-Kommission am Mittwoch mitteilte. Er wurde von der Brüsseler Behörde zuletzt auf rund 12 Milliarden Dollar (10,6 Mrd Euro) pro Jahr geschätzt und vor allem durch Wettbewerbsnachteile für den europäischen Flugzeugbauer Airbus begründet.

ROUNDUP: Altmaier für Senkung der Unternehmensteuern

BERLIN – Die Bundesregierung erwartet ein deutlich schwächeres Wirtschaftswachstum in Deutschland. Sie rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent statt wie bisher mit 1,0 Prozent. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach am Mittwoch in Berlin von einem „Weckruf“. Die Politik müsse darüber nachdenken, wie sie Wachstum anregen könne. Altmaier plädierte für strukturelle Entlastungen bei Steuern, Abgaben und Bürokratie. Er schlug außerdem ein Moratorium für Maßnahmen vor, die zur Belastung der Wirtschaft führten.

Eurozone: Handelsüberschuss steigt erneut

LUXEMBURG – Der Handelsüberschuss der Eurozone mit der restlichen Welt ist im Februar weiter gestiegen. Der Überschuss der Ausfuhren gegenüber den Einfuhren betrug 19,5 Milliarden Euro, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Das ist der höchste Wert seit knapp einem Jahr. Im Vormonat hatte er 17,4 Milliarden Euro betragen. Die Ausfuhren gingen zwar zurück, die Einfuhren sanken jedoch noch stärker.

Eurozone: Inflation schwächt sich wie erwartet etwas ab

LUXEMBURG – In der Eurozone hat sich die Inflation im März wie erwartet etwas abgeschwächt. Im Jahresvergleich seien die Verbraucherpreise um 1,4 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Die Behörde bestätigte damit wie von Analysten erwartet eine vorangegangene Schätzung. Im Februar hatte die Inflationsrate 1,5 Prozent betragen. Im Monatsvergleich legten die Preise im März um 1,0 Prozent zu.

Britische Inflation weiter knapp unter Notenbankziel

LONDON – Die Inflation in Großbritannien hat im März weiter knapp unterhalb des Zielwerts der britischen Notenbank gelegen. Nach Daten des Statistikamts ONS vom Mittwoch lagen die Lebenshaltungskosten 1,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Bereits im Vormonat war das Preisniveau in diesem Ausmaß gestiegen. Analysten hatten für März eine Rate von 2,0 Prozent erwartet. Die Bank of England strebt eine Rate in dieser Höhe an.

Italien: Inflation stagniert bei 1,1 Prozent

ROM – Die Inflation in Italien hat im März auf gedämpftem Niveau stagniert. Nach Angaben des Statistikamts Istat vom Mittwoch lagen die nach europäischen Standards berechneten Lebenshaltungskosten (HVPI) 1,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Im Vormonat hatte das Preisniveau im selben Ausmaß zugelegt.

Scholz bringt steuerliche Forschungsförderung für Firmen auf den Weg

BERLIN – Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bringt eine geplante milliardenschwere steuerliche Förderung für forschende Unternehmen auf den Weg. Ein nun vorgelegter Gesetzentwurf sieht eine unbefristete Förderung vor – bisher sollte dies auf die kommenden vier Jahre beschränkt sein. Wie es am Mittwoch aus Regierungskreisen hieß, veranschlagen Bund und Länder gemeinsam pro Jahr für die steuerliche Förderung rund 1,27 Milliarden Euro.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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