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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr – 30.08.2017

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30.08.2017 – 17:09 Uhr

ROUNDUP/Nahrungsmittel und Energie teurer: Deutsche Inflation zieht leicht an

WIESBADEN – Die Inflationsrate in Deutschland ist den dritten Monat in Folge gestiegen. Angetrieben von höheren Nahrungsmittel- und Energiepreisen kletterte die Jahresinflationsrate im August auf 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Seit einem Rückgang auf 1,5 Prozent im Mai ist die Teuerung damit kontinuierlich leicht gestiegen.

USA: Wirtschaft wächst im Frühjahr stärker als erwartet

WASHINGTON – Die US-Wirtschaft hat im Frühjahr nach einem schwachen Jahresstart im Winter stärker an Fahrt aufgenommen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im zweiten Quartal um annualisiert 3,0 Prozent zum Vorquartal gewachsen, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. In einer ersten Erhebung war lediglich ein Zuwachs von 2,6 Prozent ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Aufwärtsrevision auf 2,7 Prozent gerechnet.

USA: Privatbeschäftigung steigt deutlich – ADP

WASHINGTON – Die Privatwirtschaft in den USA hat im August wesentlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Nach Angaben des Dienstleisters ADP erhöhte sich die Beschäftigung im Privatsektor um 237 000 Stellen. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs um 185 000 Jobs erwartet. Zudem wurde der Anstieg im Juli von 178 000 auf 201 000 Arbeitsplätze nach oben gesetzt. Der Dollar legte nach Veröffentlichung der Zahlen zu.

Ifo-Index: Wirtschaft in Ostdeutschland weniger optimistisch

DRESDEN – Die Wirtschaft in Ostdeutschland hat ihre Lage für das kommende halbe Jahr im August nicht mehr ganz so gut eingeschätzt wie noch im Juli. Der Geschäftsklimaindex des Ifo Instituts sank in dem Zeitraum von 114,5 auf 114,0, wie das Institut am Mittwoch in Dresden mitteilte. Der Index befinde sich dennoch auf einem hohen Niveau. Vor allem Industrieunternehmen sahen eine Verschlechterung bei der aktuellen Lage und den Geschäftsaussichten.

ROUNDUP: Gabriel für Macrons Forderungen gegen Lohndumping in Europa

PARIS – Im Streit über Pläne gegen Lohndumping in Europa hat sich Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hinter Forderungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron gestellt. „Europa muss fairer werden“, sagte der Vizekanzler am Mittwoch nach einem Besuch bei Macron vor Journalisten. „Wir unterstützen jedenfalls sehr den Reformvorschlag Frankreichs für die Entsenderichtlinie in der Europäischen Union.“ Die Richtlinie regelt die Bedingungen, unter denen Unternehmen Beschäftigte zur Arbeit in ein anderes EU-Land schicken können.

ROUNDUP 3: Deutschland drohen wachsende Fachkräftelücken – ‚Mahnung zum Handeln‘

BERLIN – In Gesundheits­, Pflege- und technischen Berufen droht eine immer größere Fachkräftelücke in Deutschland. In einigen Branchen und Regionen können Arbeitnehmer bereits heute offene Stellen kaum noch besetzen. Das zeigt ein am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedeter Bericht des Arbeitsministeriums. Allein bis 2030 könnte sich die Zahl der fehlenden Facharbeiter, Techniker, Forscher und medizinischen Fachkräfte auf bis zu 3,0 Millionen belaufen und bis 2040 gar auf 3,3 Millionen, wie aus einer zeitgleich veröffentlichten Prognos-Studie hervorgeht.

ROUNDUP: Neue NRW-Regierung will noch 1,5 Milliarden Euro Schulden machen

DÜSSELDORF – Die Kindertagesstätten in NRW sollen mit einem 500 Millionen Euro schweren Sofortprogramm vor einem Kollaps bewahrt werden. Um das zu finanzieren, zugleich die Innere Sicherheit zu stärken und den Kliniken einen Investitionsschub zu ermöglichen, will die neue schwarz-gelbe Landesregierung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über einen Nachtragsetat 2017 rund 1,55 Milliarden Euro neue Schulden machen. Das kündigten Finanzminister Lutz Lienenkämper, Innenminister Herbert Reul, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (alle CDU) und FDP-Familienminister Joachim Stamp am Mittwoch an.

ROUNDUP 2: UN verurteilen Nordkoreas Raketentest – Kim deutet neue Tests an

NEW YORK/PJÖNGJANG/SEOUL – Der UN-Sicherheitsrat hat den neuerlichen Test einer Mittelstreckenrakete durch Nordkorea in einer Sondersitzung einstimmig als „empörend“ verurteilt. Zudem rief das höchste UN-Gremium das diplomatisch isolierte Land auf, konkrete Schritte zu ergreifen, um die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verringern. Gegen alle Sanktionen hatte Nordkorea am Dienstag eine Rakete über den Norden Japans hinweg in Richtung Pazifik gefeuert und dafür harsche internationale Kritik geerntet. Machthaber Kim Jong Un deutete weitere Raketenversuche an.

Bundesbank: Sehen aktuell keine Preisblase bei Immobilien

FRANKFURT – Die Bundesbank sieht derzeit keine Anzeichen für gefährliche Übertreibungen am Markt für Häuser und Wohnungen in Deutschland. „Wir sehen aktuell keine Immobilienpreisblase, die uns Sorgen bereiten müsste“, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret am Mittwoch in Frankfurt. „Wohl aber lautet das Gebot, wachsam zu sein.“

Eurozone: Wirtschaftsstimmung steigt auf neues Hoch seit 2007

BRÜSSEL – Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im August überraschend weiter aufgehellt und den besten Wert seit zehn Jahren erreicht. Der Economic Sentiment Indicator (ESI), der die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalten misst, stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Punkte auf 111,9 Zähler, wie die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit Juli 2007. Volkswirte hatten 111,3 Punkte erwartet.

Spanien: Verbraucherpreise steigen stärker als erwartet

MADRID – In Spanien sind die Verbraucherpreise im August stärker gestiegen als erwartet. Nach Angaben des Statistikamts INE erhöhte sich das nach europäischer Methode errechnete Preisniveau (HVPI) zum Vorjahresmonat um 2,0 Prozent. Im Juli hatte die Inflationsrate 1,7 Prozent betragen, Volkswirte hatten für August nur mit einem Zuwachs auf 1,8 Prozent gerechnet. Zuletzt hatte die Inflation die Zwei-Prozent-Marke im Mai erreicht. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im August um 0,2 Prozent.

ROUNDUP 2/Forscher: Deutschland droht bis 2040 großer Fachkräftemangel

NÜRNBERG/BERLIN – Ohne schnelles Umsteuern droht der deutschen Wirtschaft nach Einschätzung von Arbeitsmarkt- und Bevölkerungsforschern langfristig eine große Fachkräftelücke. Allein bis 2030 könnte sich die Zahl der fehlenden Facharbeiter, Techniker, Forscher und medizinischen Fachkräfte auf bis zu 3,0 Millionen belaufen und bis 2040 gar auf 3,3 Millionen, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Basler Forschungsinstitut Prognos hervor. Politik und Wirtschaft verfügten aber über die „passenden Maßnahmen“, um dies rechtzeitig zu verhindern, heißt es.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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