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Marktkommentar SJB Defensiv INT Z 8+, SJB Substanz Z 10+, SJB Surplus Z 15+: Craton Capital Precious Metal Fund (WKN A14S65) Dezember 2018 – Teil 2

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Markus Bachmann. FondsManager. Craton Capital Precious Metal Fund.

SJB | Korschenbroich, 27.12.2018. FondsManager Markus Bachmann vom Craton Capital Precious Metal Fund (WKN A14S65, ISIN LI0214430949) kennzeichnet die vergangenen Wochen und Monate an den Finanzmärkten als für Anleger äußerst ereignisreich und voller Herausforderungen. Die Einschätzung des Rohstoffexperten: Er ist der Überzeugung, dass das jüngste Marktgeschehen lediglich ein Vorbote tiefer Veränderungen im weltweiten Finanzsystem ist. Der Craton-FondsManager hat sich deshalb entschieden, die üblichen Monatsberichte zu den Gold- und Rohstoffaktien-Fonds durch einen wesentlich ausführlicheren Marktkommentar zu ersetzen. Seine Ausführungen bringen alle FondsInvestoren der Strategien SJB Defensiv INT Z 8+, SJB Substanz Z 10+ und SJB Surplus Z 15+ auf den neuesten Stand bezüglich der Lage an den Edelmetall- und Finanzmärkten. Teil 2 des Marktkommentars zu den Themen Anleiherenditen, Aktienmärkte und Rezessionsgefahr findet sich hier.

Anleiherenditen

Seit den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts befanden sich die US-Rentenmärkte in einer Haussephase. Ob diese vorbei ist, wird vor allem das nächste Jahr zeigen. Die Zinssätze der US-Staatsanleihen sind in diesem Jahr signifikant angestiegen und die Folgen könnten sich im nächsten Jahr bemerkbar machen. Der Zinssatz der 30-jährigen US-Staatsanleihe ist vor einigen Wochen über den 100-monatigen Durchschnitt nach oben ausgebrochen – zum ersten Mal seit 1985! Weiter gilt es zu beachten, dass der Zinssatz für eine 3-monatige US-Staatsanleihe mittlerweile bei 2.38 % liegt (Stand 7. Dezember). Dies bedeutet, dass eine kurzfristige „risikofreie“ Anlage für den Anleger rentabler ist als die durchschnittliche Dividendenrendite für den S&P 500 (1.92 %). Auch dies ist eine bedeutende Trendwende; seit dem Ende der Finanzkrise waren Dividenden stets rentabler. Noch scheinen die Finanzmärkte in der Lage, das veränderte Zinsumfeld zu absorbieren. Der Druck jedoch steigt und viele stark verschuldete Unternehmen, die am Markt billig Geld aufgenommen haben, könnten über die nächsten 12 Monate stärker in die Bredouille kommen.

„Credit Spreads“

Wir schenken diesem Marktsegment sehr starke Beachtung. Die Kosten der Finanzierung der Schulden nehmen exponentiell zu und speziell für Unternehmen mit einer niedrigen Kreditwürdigkeit sind die Folgen schmerzhaft. Weiten sich die Credit Spreads weiter aus, wären die Konsequenzen äußerst problematisch. Eine mögliche Zeitbombe tickt im BBB Rentenmarkt. Eine BBB Einstufung ist immer noch kreditwürdig, verliert jedoch ein Unternehmen dieses Rating ist die nächste Stufe „Junk Status“. Eine Folge des Verlusts des BBB Status sind stark steigende Finanzierungskosten. Gemäß einer Studie von Morgan Stanley sind etwa ein Drittel aller Unternehmen mit einem BBB Rating durch eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit gefährdet, beispielsweise auch Blue Chips wie General Electrics und zahlreiche Ölfirmen. Durch den Ölpreiskollaps wird dieses Risiko noch relevanter.

Der „BBB Corporate Bond Markt“ ist in seiner Größe riesig und präsentiert in unseren Augen ein Systemrisiko für die weltweiten Finanzmärkte. Zum Vergleich: das derzeitige Volumen ist in der Größe ähnlich zum Subprime Markt von 2008. Verlieren in den nächsten Monaten zahlreiche Unternehmen ihren „Investmentgrade“, nimmt das Risiko erheblicher Verwerfungen an den Finanzmärkten signifikant zu.

Aktienmärkte

Vor allem die US-Leitindizes sind im Auge zu behalten. Eine Korrektur der US-Aktien würde zu einer Verschlechterung der finanziellen Rahmenbedingungen beitragen. Zusammengefasst tragen die fünf beschriebenen Faktoren zu einer Verschlechterung der Rahmenbedingungen an den globalen Finanzmärkten bei. Einzeln betrachtet beeinflussen sie das Umfeld noch nicht in einem Ausmaß, das unmittelbar zu größeren Verwerfungen an den Finanzmärkten führen könnte. Der „Tipping Point“ jedoch liegt nicht in zu großer Ferne.

Geht die Entwicklung in die falsche Richtung, könnte das Risiko einer neuen weltweiten Finanzkrise für das nächste Jahr stark ansteigen.

Die Schwellenländerkrise war das erste Alarmsignal. Ein nächstes großes Problem zeichnet sich in den USA ab. Die gestiegenen Leitzinsen haben zur Folge, dass sich die finanziellen Rahmenbedingungen für den US Konsumenten in den vergangenen 18 Monaten stark verschlechtert haben. Die Finanzierungskosten für den durchschnittlichen US-Haushalt sind in der jüngsten Vergangenheit stark gestiegen. Das nächste Kapitel setzt sich mit dieser Problematik auseinander. Der amerikanische Konsument, der Eckpfeiler des jüngsten Wirtschaftswunders, ist ernsthaft unter Druck. Rezessionsängste sind berechtigt.

Rezessionsgefahr

Jede Finanzkrise der vergangenen 30 Jahre hatte ihren Ursprung in einer Schuldenblase. Die GFC (Great Financial Crisis) von 2008 zeugt von der Gefährlichkeit einer übermäßigen Verschuldung in einem Teilsegment der Weltwirtschaft. Sie wird zur Bedrohung für das ganze Finanzsystem. Die Bewältigung der GFC ist bei näherer Betrachtung nur oberflächlich gelungen. Der gewählte Lösungsansatz der Zentralbanken war unter dem Strich völliger Quatsch. Ein Schuldenproblem lässt sich nicht mit noch mehr Schulden lösen. Lasche monetäre Rahmenbedingungen haben nicht nur die weltweite Verschuldung stark erhöht. In das Finanzsystem eingeschleuste Liquidität hat gleichzeitig die Preise für die meisten Anlagen nach oben getrieben. Das Resultat dieser „Krisenbewältigung“ sind US-Aktienindizes auf Rekordständen, eine lang anhaltende Unterdrückung der Marktvolatilität (gemessen am Volatilitätsindex VIX) sowie eine Rekordverschuldung des US-Konsumenten.

Der Markt ist sich der Problematik zu vieler Schulden wohl bewusst. Schulden verschwinden jedoch im Umfeld tiefer Zinsen wohl eher ins Unterbewusstsein der Anleger. Bislang gestatteten es die finanziellen Rahmenbedingungen, diese Thematik eher als Phänomen am Rande und als „white noise“ zu behandeln. QT ändert die Spielregeln. Der amerikanische Konsument kriegt dies zu spüren.

Der US-Konsument ist unter Druck

Nach vielen Jahren ungebrochenen Optimismus ist unter Ökonomen in den vergangenen Monaten erstmals die Möglichkeit einer US Rezession thematisiert worden – für das Jahr 2020. In unseren Augen ist die Gefahr einer Rezession erheblich. Noch sind die Zinsen vermeintlich tief. Das Konsumentenvertrauen ist auf Rekordniveau und scheint ähnlich wie im Jahr 2000 sehr stark mit den Aktienmärkten zu korrelieren. Unter der Oberfläche jedoch sind die ersten Risse deutlich erkennbar und die Wahrscheinlichkeit einer signifikanten Verschlechterung der Wirtschaftsdaten in den USA wächst mit jedem Monat. Bestätigen sich die Trends, kommt eine Rezession eher (2019) und heftiger.

Für den US-Konsumenten haben sich die finanziellen Rahmenbedingungen in den vergangenen 12 Monaten deutlich verschlechtert. Die Kosten für den Schuldendienst fast aller Haushalte sind rasant gestiegen und verschlingen einen immer größeren Teil des verfügbaren Einkommens. Verfolgt die US-Notenbank ihren Kurs stetiger Zinserhöhungen weiter, sind einschneidende Konsequenzen absehbar. Jeder zukünftige Zinsschritt beschleunigt unserer Ansicht nach den Weg in eine Rezession.

Seit der Finanzkrise von 2008 ist die Unternehmens- wie auch die Privatverschuldung „explodiert“. Der US-Konsument leidet zunehmend unter dem Schuldendienst. In den vergangenen 12 Monaten sind die Ausgaben für Zinszahlungen des durchschnittlichen Haushalts um ca. 20 % gestiegen, vielerorts um mehr. Unbestritten, die Leitzinsen sind „tief“. Was aber ins Gewicht fällt ist die Änderungsrate des Zinsanstiegs und diese ist die seit Jahrzehnten die höchste.

Zahlreiche Marktbeobachter verweisen auf die Tatsache, dass die Prokopfverschuldung gemessen an der Wirtschaftsleistung (BSP) leicht gesunken ist. Das ist faktisch richtig und trotzdem ein fataler Trugschluss der Verallgemeinerung. Seit 2007 ist das reale Bruttosozialprodukt in der Vereinigten Staaten um 17 % gestiegen. Und hier ist das Problem: über die gleiche Zeitspanne ist das reale mittlere Haushaltseinkommen lediglich um 3 % angestiegen. Die Diskrepanz ist besorgniserregend; es scheint, dass der durchschnittliche US-Bürger von der längsten wirtschaftlichen Expansionsphase kaum profitiert hat. Die Gesamtverschuldung der Haushalte hat 2018 einen neuen Rekordstand erreicht. Der Schuldendienst war über Jahre und bei Tiefzinsen kein Thema. Nach nunmehr acht Zinserhöhungen steigt der Druck und ein immer größerer Teil des verfügbaren Einkommens fällt dem Schuldendienst zum Opfer.

Viele Hausbesitzer, die nach der Krise eine Immobilie gekauft haben, mussten oder müssen ihre Hypothek refinanzieren. Für viele Hausbesitzer sind die Hypothekenzinsen in den vergangenen zwei Jahren um bis zu 40 % gestiegen. Die ausstehenden Hypothekarschulden sind in diesem Jahr auf ein neues Rekordniveau gestiegen.

 Kreditkartenschulden und andere Verbraucherschulden10 sind ebenfalls auf Rekordstände gestiegen. Es verdichten sich die Anzeichen, dass der zusätzliche Konsum vermehrt durch erhöhte Kreditkartenschulden finanziert wird.

 Kreditausfallraten sind ein starkes Warnsignal. Diese sind bei kleineren Regionalbanken mittlerweile höher als kurz nach der Finanzkrise. Dies betrifft vor allem das mittlere und untere Einkommenssegment.

 Fahrzeugkredite sind ebenfalls auf einem Höchststand. Auch hier, wie überall, sind die Zinsbelastungen stark gestiegen.

 Die Krankenversicherungskosten sind seit 2007 um 53 % gestiegen; ihr Anteil am durchschnittlichen Haushaltsbudget beträgt 28 % (und zur Erinnerung – das reale Nettoeinkommen ist über die gleiche Zeitperiode um 3 % gestiegen).

Leitindikatoren spiegeln diesen Druck wider:

 Die monatlichen Baugenehmigungen sind am Sinken.
 Der Homebuilders-Index ist unter Druck
 Die Wachstumsrate für Spareinlagen bei Banken sinkt zurück auf das Niveau kurz nach der Finanzkrise, trotz höherer Sparzinsen.

Unter diesen Umständen ist es schwer nachvollziehbar, dass das stetig schwierigere Umfeld sich noch nicht im Konsumentenvertrauen widerspiegelt. Die Korrelation „Konsumentenvertrauen – Aktienindex“ ist außerordentlich hoch, ähnlich wie um die Jahrtausendwende. Auch im Jahr 2000 war das Konsumentenvertrauen vor dem Einbruch der Finanzmärkte auf Rekordständen. Leser werden sich erinnern: mit der Korrektur der Aktienmärkte kam die Rezession.

Gegenwind für die amerikanische Konjunkturentwicklung kommt zusätzlich vom jüngsten Zerfall des Ölpreises. Die Ölindustrie ist ein erheblicher Bestandteil der industriellen Produktion (laut Statistiken der St Louis Fed 12.42 %). Ölfirmen bilden auch einen erheblichen Bestandteil der US-Aktienindizes. Erwartete sinkende Erträge werden das Gewinnwachstum des Gesamtmarktes negativ beeinflussen.

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