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Marktkommentar SJB Defensiv INT Z 8+, SJB Substanz Z 10+, SJB Surplus Z 15+: Craton Capital Precious Metal Fund (WKN A14S65) Dezember 2018

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Markus Bachmann. FondsManager. Craton Capital Precious Metal Fund.

SJB | Korschenbroich, 20.12.2018. FondsManager Markus Bachmann vom Craton Capital Precious Metal Fund (WKN A14S65, ISIN LI0214430949) sieht die vergangenen Wochen und Monate an den Finanzmärkten als für Anleger äußerst ereignisreich und voller Herausforderungen. Die Einschätzung des Rohstoffexperten: Er ist der festen Überzeugung, dass das jüngste Marktgeschehen lediglich ein Vorbote tiefer Veränderungen im weltweiten Finanzsystem ist. Der Craton-FondsManager hat sich deshalb entschieden, die üblichen Monatsberichte zu den Gold- und Rohstoffaktien-Fonds durch einen wesentlich ausführlicheren Marktkommentar zu ersetzen, der sich mit den Gründen und Auswirkungen dieser Veränderungen auseinandersetzt. Seine Ausführungen werden mit Fakten und Zahlen untermauert und bringen alle FondsInvestoren der Strategien SJB Defensiv INT Z 8+, SJB Substanz Z 10+ und SJB Surplus Z 15+ auf den neuesten Stand bezüglich der Lage an den Edelmetall- und Finanzmärkten. Teil 1 des Marktkommentars zum Thema „Geldpolitische Zeitenwende & Krisensymptome“ findet sich hier.

Finanzmärkte, Gold & Minen – Ein Ausblick
Markus Bachmann & Douglas Orsmond, 13. Dezember 2018

Die beiden vergangenen Marktkommentare vom 22. August und 4. September diskutierten die durch die Schwellenländerkrise und den Handelsstreit ausgelösten Verwerfungen an den Finanzmärkten. Seitdem hat sich das Knirschen im Gebälk der weltweiten Börsen intensiviert. Eine Justierung der Geldpolitik der Zentralbanken, Schuldenkrise, Italienkrise, Brexit, Handelsstreit, ein sich ausbreitender Populismus – diese Makrothemen haben die Finanzmärkte im Jahresverlauf geprägt. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass “Makro” auch weit über das nächste Jahr hinaus einen erheblichen Einfluss auf das Marktgeschehen nehmen wird. Die letzten Wochen des laufenden Jahres liegen vor uns und bei vielen Anlegern wächst die Einsicht oder das Bauchgefühl, dass das zukünftige Umfeld zunehmend schwieriger und unberechenbarer werden wird. Was über viele Jahre scheinbar funktioniert hat, muss grundlegend hinterfragt werden. Die “Spielregeln” sind im Begriff sich grundlegend neu zu definieren und diese Dynamiken werden die Investoren vor größte Herausforderungen stellen.

Die folgenden Kommentare versuchen, sich diesen neuen Herausforderungen anzunähern und die Leser auf mögliche Strömungen und Klippen vorzubereiten. Viele der neuen Trends zeichnen sich erst in ihrer Frühphase ab, lassen sich zum Teil nur erahnen. Viele Indikatoren und Zahlen deuten in eine ähnliche Richtung und es sind mögliche Symptome einer sich anbahnenden tiefgreifenden Krise. Edelmetalle, Rohstoffe und die Firmen, die versuchen, diese Materialien zu finden und zu fördern sind unser eigentliches Handwerk. Es ist eine traditionsbewusste und doch kleine Nische im Vergleich zu allen anderen Anlageklassen. Speziell Gold ist eine Anlage, die mit vielen anderen Kategorien negativ korreliert. Aufgrund dieser entgegengesetzten Beziehung ist es unabdingbar, die Entwicklungen und Dynamiken anderer Anlagekategorien genauestens zu verfolgen. Was sich andernorts abzeichnet, ist für den Ausblick des gelben Metalls von entscheidender Wichtigkeit. Die Vereinigten Staaten sind noch immer die größte globale Wirtschaftskraft; die US Finanzmärkte bleiben das Maß der Dinge und sind Leitindikatoren für den Rest der Welt.

Schlittert Amerika in die Krise oder sind Verwerfungen an den Aktien- oder den Rentenmärkten absehbar, sind die Folgen bis in den letzten Winkel dieses Planeten spürbar. Aus diesem Grund werden die Entwicklungen in den USA im Blickpunkt der nachfolgenden Ausführungen sein. Folgende Schwerpunkte werden gesetzt:

 Die Bedeutung der neuen Geldpolitik der US Fed, heißt der Übergang von “quantitative easing” (QE) zu “quantitative tightening” (QT)

 Wo ist die Verschärfung der finanziellen Rahmenbedingungen erkennbar und
was sind die möglichen Folgen?

 Die Gefahr einer US Rezession wird unterschätzt! Wir gehen auf die Gründe ein.

 QT und die US Aktien- und Rentenmärkte; mögliche Auswirkungen für die Anleger.

Der zweite Teil des Marktkommentars setzt sich mit Gold und Goldaktien in diesem sich
verändernden Umfeld auseinander.

Teil I
Eine Geldpolitische Zeitenwende & Krisensymptome
Quantitative Tightening: Eine Verschärfung der globalen finanziellen Rahmenbedingungen Der Marktkommentar vom 4. September befasste sich mit der Schwellenländerkrise und ihren Ursachen. In seinem im Jahr 1998 veröffentlichten Buch “ The Crisis of Global Capitalism” vertrat Hedge Fonds Investor George Soros die These, dass „eine Krise an der Peripherie des Finanzsystems flächenbrandmäßig ins Zentrum vorstoßen könnte”.

Es mehren sich die Anzeichen und die ersten Brandherde werden sichtbar. Finanzturbulenzen sind meistens die Folge mehrerer zum Teil vorerst unabhängiger Ursachen. Der gemeinsame Nenner ist eine ausgelöste Kettenreaktion mit mehrheitlich unbeabsichtigten Konsequenzen, die innerhalb kurzer Zeit auf das gesamte System übergreifen. Ein entscheidender Faktor der diesjährigen Verwerfungen an den Finanzmärkten war ein geldpolitischer Paradigmenwechsel der US Notenbank. Der neue Präsident der Fed, Jerome Powell, erbte von seinen Vorgängern eine überaus akkommodierende Geldpolitik. Diese Politik des “leichten Geldes” hatte ihre Ursprünge im Jahr 1987 unter Alan Greenspan und wurde von seinen Nachfolgern mit aller Konsequenz weitergeführt. Mit Powell begann eine neue Ära der Geldpolitik, ein Übergang von QE zu QT. Erste Schritte zur Reduktion der Bilanzsumme der US Notenbank wurden schon von Powells Vorgängerin Janet Yellen eingeleitet. Das Dilemma jedoch, dem sich Powell zu Beginn seiner Amtszeit ausgesetzt sah, verleitete ihn zu einer härteren Gangart.

Die US Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren stetig an Fahrt gewonnen und trotz wirtschaftlicher Stärke und niedrigen Arbeitslosenzahlen hat es die Notenbank durch eine bewusste “laissez-faire” Politik unterlassen, ihre Zinspolitik an ein “normales” Niveau anzupassen. Die Trump-Administration hat eine bereits sehr robuste Wirtschaftsentwicklung mit aggressiven fiskalischen Stimulus-Programmen zusätzlich angeheizt und das obwohl es jeglicher makroökonomischer Logik widerspricht. Der gewählte Zeitpunkt der Steuererleichterung war in etwa so passend wie ein Glühweinstand am Strand von Rimini während des Ferragosto. Eine Konsequenz der Steuerreform war die Rückführung vieler Gewinne von US Firmen. Das schaffte zusätzliche Liquidität, die wiederum über Aktienrückkäufe ihren Weg an die Aktienmärkte fand. Diese zusätzliche Liquiditätsspritze war ein wichtiger Treiber, der die US Leitindizes im September zu neuen Allzeithochständen führte. Die Steuerreform verleitete viele amerikanische Haushalte ihren Verschuldungsgrad weiter zu erhöhen.

Powell musste auf diese aus dem Ruder laufenden Rahmenbedingungen reagieren. Extrem akkommodierende fiskalische und monetäre Rahmenbedingungen rufen intuitiv zum Gegensteuern. Powell ist ein Mann der Praxis, das Gegenteil der akademisch geprägten Vorgänger und der neue Fed Präsident war historisch gegenüber QE ein großer Skeptiker. Viele Anleger reduzieren QT und die damit verursachten verschärften finanziellen Rahmenbedingungen rein auf eine Erhöhung der Leitzinsen. Dies ist ein Trugschluss der Verallgemeinerung; die Zinspolitik ist ein wichtiges Instrumentarium aber bei weitem nicht das Einzige.

Das QT Instrumentarium

Eine direkte Konsequenz von QT ist eine generelle Verschärfung der finanziellen Rahmenbedingungen an den globalen Finanzmärkten. Sie wird ausgelöst durch eine Reduktion bzw. Verknappung der von den weltweiten Zentralbanken zur Verfügung gestellten Liquidität in das Finanzsystem.

Die Reduktion der Bilanzsumme der US Fed begann im letzten Quartal des vergangenen Jahres unter Janet Yellen. Unter der neuen Führung beschleunigte sich dieser Trend. Eine direkte Folge dieser grundlegenden Neuausrichtung der monetären Politik der amerikanischen Notenbank ist eine strukturelle Verknappung von US Dollars im globalen Finanzsystem was wiederum den Greenback gestärkt hat. Die Dollarknappheit hat möglicherweise – und das unterschätzen viele Markteilnehmer – mehr negative Folgen als die Erhöhung der Leitzinsen. Durch eine Aufwertung des Dollars erhöhen sich die Kosten für den Schuldendienst zusätzlich. Oft sind die Schulden in Dollar denominiert, die Einnahmen zum Schuldendienst meist aber in der „Heimwährung“ und die Konstellation einer im Vergleich zur US Währung „weicheren“ Heimwährung und gestiegenen Zinsen führt zu einem exponentiellen Anstieg der Zinskosten oder der Schuldentilgung. Diese Dynamik ist systemrelevant, denn die von der Dollarversorgung abhängigen Länder oder Unternehmen machen rund 70 % der globalen Wirtschaftsleistung aus. Es ist daher kein Zufall, dass die Schwellenländeraktien mit dem Beginn der Reduktion der Bilanzsumme in eine Korrekturphase eintraten. Die Verschärfung der Rahmenbedingungen an den globalen Finanzmärkten wird grundsätzlich durch 5 Faktoren beeinflusst:

 dem Leitzinssatz der Fed (und derjenige anderer Zentralbanken),

 die Anleiherenditen an den Rentenmärkten,

 eine Ausweitung der „Credit Spreads“,

 der Wechselkurs des US Dollars

 und nicht zuletzt die Stärke bzw. Schwäche der US Aktien.

Der Leitzinssatz

Der Boden des Zinszyklus wurde im Dezember 2015 erreicht. Seither setzte die US Fed dieses Instrument gezielt ein und ein weiterer Zinsschritt wird für den 19. Dezember erwartet. Wenngleich die amerikanische Notenbank in den vergangenen 3 Jahren den Leitzinssatz 8x angehoben hat, ist nach Lesart der Fed ein normalisiertes Zinsniveau noch nicht erreicht. Jeder zusätzliche Zinsschritt im nächsten Jahr führt zu einer weiteren Verschärfung der Rahmenbedingungen an den globalen Finanzmärkten.

Der US Dollar

Ein stärkerer Dollar trägt wesentlich zur Verschlechterung der finanziellen Rahmenbedingungen bei und die Folgen der Kombination von Dollarstärke und höheren US Zinsen war primär in den Schwellenländern spürbar. Steigt der Dollar weiter oder ziehen die Zinsen weiter an, wird der Druck auf die Schuldner auch außerhalb der Schwellenländer zunehmen.

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