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Managersichten SJB Liquidität International Z 3+, SJB Substanz Z 5+: Pictet Emerging Local Currency Debt P-Eur WKN A0ML2E Dezember 2015

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Simon Lue Fong, Manager des Fonds Pictet Emerging Local Currency Debt.

SJB | Korschenbroich, 20.01.2016. „Nur wer an die Zukunft glaubt, glaubt an die Gegenwart.“ Brasilianisches Sprichwort

Und in der Tat haben Schwellenländeranleihen den Investoren im letzten Jahr einiges abverlangt. Vor allem die gefallenen Rohstoffpreise und die damit einhergehenden Währungsschwankungen waren der Auslöser dafür ein turbulentes Jahr. Die Renditechancen sind allerdings noch gewachsen, da die meisten Anleihen neben interessanten Coupons von über 6% auch deutlich unter 100% gehandelt werden.

Lesen Sie den Quartalsbericht von Simon Lue Fong, Manager der FondsEmpfehlung Pictet Pictet Emerging Local Currency Debt P-Eur WKN A0ML2E in den Verwaltungsstrategien SJB Liquidität Int und SJB Substanz für weitere Details.

Marktbericht

Die Benchmark trat im Quartal trotz erheblicher Schwankungen auf der Stelle. Fitch entzog Brasilien sein Investment-Grade-Rating, die Inflation schnellte auf 10,5% nach oben, und das Land erlebt die schlimmste Rezession seit 1901.

Dennoch verbuchte Brasilien einen Ertrag von 2,3% dank der Ernennung eines neuen Finanzministers und des nachlassenden Skandals um Petrobras. Kolumbien büsste 2,7% ein, denn die Landeswährung litt unter dem Preiseinbruch bei Öl und Kohle, die rund 50% der Exporte ausmachen. Derweil führte eine Zinsanhebung um 100 Basispunkte zu schwächeren Kursen. In Chile und Peru, deren Märkte tiefer schlossen, wurden die Zinsen um 50 bzw. 75 Basispunkte angehoben, in Mexiko stiegen sie um einen Viertelprozentpunkt.

Trotz der Schwäche beim chinesischen Renminbi entwickelte sich Asien gut, angeführt von Indonesien mit einem Plus von 13,5% in Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungen und eines sinkenden Leistungsbilanzdefizits. Dank des nachlassenden Störfeuers aus der Politik verbesserte sich der malaysische Markt um 4,3%, obwohl das Wachstum auf 4,7% sank. Thailand verbuchte einen Anstieg um 2,7%, denn die Zentralbank nahm eine abwartende Haltung ein, während die Staatsausgaben etwas halfen, die schwache Konjunktur auszugleichen.

In der EMEA-Region musste Südafrika Verluste von 16% hinnehmen, als Resultat der Senkung des Kretitratings, der Ernennung von zwei neuen Finanzministern innerhalb von vier Tagen, des weiter schrumpfenden Wachstums und einer Arbeitslosenquote von 25%. Polen, Ungarn und Rumänien gaben wegen eines schwächeren Euro rund 3% nach. Auf 8% summierte sich
dagegen das Plus des türkischen Marktes, denn mit dem Wahlsieg der AKP liessen die politischen Unsicherheiten nach. Russland notierte 3,3% schwächer, da seine Wirtschaft 2015 um fast 4% geschrumpft ist.

Performanceanalyse

Unsere aktive Währungspositionierung schnitt überdurchschnittlich ab, während das Ergebnis an den lokalen Zinsmärkten uneinheitlicher ausfiel. Positiv zur Performance trug die Untergewichtung des brasilianischen Real bei, der 2% an Wert verlor. Als nachteilig erwies sich der Zeitpunkt der Untergewichtung an den lokalen Zinsmärkten in Brasilien, denn die Zentralbank
liess die Zinsen unverändert.

Die Untergewichtung beim mexikanischen Peso trug zwar positiv bei, was jedoch etwas durch das im Vergleich geringere Engagement an den lokalen Zinsmärkten zunichte gemacht wurde. Vorteilhaft war der Zeitpunkt der Untergewichtung des chilenischen und kolumbianischen Peso, denn die Zinserhöhungen fielen zu gering aus, um den Druck durch schwächere Rohstoffpreise wettzumachen. Nachteilig war die Untergewichtung der indonesischen Rupiah, die im Oktober trotz enttäuschender Wirtschaftsdaten kräftig zulegte, da allgemein mit einem neuen Zinsstraffungszyklus gerechnet wurde. Als ungünstig stellte sich die Untergewichtung des philippinischen Peso am Quartalsbeginn heraus, denn mit 6% fiel das
Wachstum höher aus als erwartet.

Zwar leistete die Übergewichtung am chinesischen Zinsmarkt wegen der tendenziell lockeren Geldpolitik und der Zinssenkung um 25 Basispunkte im Oktober einen leicht positiven Beitrag. Weniger vorteilhaft war dagegen wegen der seit Juni abwartenden Haltung der Zentralbank die Übergewichtung am koreanischen Zinsmarkt. Ähnlich verhielt es sich mit unserer Positionierung am indischen Zinsmarkt angesichts der zuletzt auf 5,4% gestiegenen Inflation. Wir profitierten von der Untergewichtung des russischen Rubels, der 11% verlor, denn die Ölpreise blieben auf Talfahrt und die Wirtschaft ist 2015 um 4% geschrumpft. Günstig wirkte sich der Zeitpunkt der Untergewichtung der türkischen Lira und des südafrikanischen Rand aus.

Portfolio-Aktivität -Über- und Untergewichtungen

Da wir am Quartalsbeginn relativ neutral zur Benchmark positioniert waren, konnten wir an der im Oktober einsetzenden Erholung partizipieren. Als diese sich umkehrte, nahmen wir wegen des Marktrückgangs im November und Dezember erneut unsere untergewichtete Positionierung ein. Im Quartal entschieden wir uns zudem zu einer untergewichteten Durationsposition. Die Untergewichtung des brasilianischen Real bauten wir auf die höchste Einzeluntergewichtung aus.

Bewogen hatte uns dazu eine Fülle negativer Faktoren, deren Nennung im Einzelnen den Rahmen sprengen würde und wegen der wir beschlossen, die lokalen Zinsmärkte unterzugewichten. Wir schlossen die untergewichtete Position beim chilenischen Peso, unter anderem weil die Kupferpreise auf ein Fünfjahrestief gefallen waren. Auch die Untergewichtung beim kolumbianischen Peso gaben wir auf, um Gewinne mitzunehmen, denn mögliche weitere Zinserhöhungen könnten kurzfristig für Unterstützung sorgen. Ferner schlossen wir die Untergewichtung beim mexikanischen Peso, blieben aber an den lokalen Zinsmärkten in Erwartung eines Zinsstraffungszyklus untergewichtet.

An den lokalen Zinsmärkten in Korea, Thailand, Indien und China hielten wir aufgrund der tendenziell lockeren Geldpolitik an unserer Übergewichtung fest. Die Untergewichtung der indonesischen Rupiah behielten wir zwar bei, verringerten sie jedoch etwas wegen der anhaltend schwachen Rohstoffpreise und der schwachen Nachfrage aus China. Geschlossen wurde die Untergewichtung beim philippinischen Peso. Verstärkt haben wir die Untergewichtung der türkischen Lira und Gewinne aus der Untergewichtung beim russischen Rubel und südafrikanischen Rand mitgenommen. In
Osteuropa blieben wir weitgehend neutral aufgestellt.

Marktaussichten

Bei Redaktionsschluss zeichnete sich ein schlechter Start ins neue Jahr für Schwellenmarktwährungen ab, was uns in unserer kurzfristig vorsichtigen Haltung bestärkt. Wichtigster Indikator zur Bestimmung einer möglichen Wende an den Devisenmärkten sind aus unserer Sicht die EM-Exporte. Die Anzeichen für Schwäche bei Wachstum und Konsumnachfrage in den Industrieländern bedeuten jedoch, dass die Exporte trotz der inzwischen deutlich wettbewerbsfähigeren Währungen eher sinken als steigen.

Nach unserer Einschätzung wird man wohl zu anderen geldpolitischen Instrumenten greifen müssen, um Exporte und Wachstum anzukurbeln. Für anhaltenden Druck auf EM-Währungen sorgen derweil der Dollar-Höhenflug, die
Zinswende der Fed, schwache Rohstoffpreise und enttäuschende EM-Wirtschaftsdaten. In den meisten Schwellenmärkten und besonders in Lateinamerika befinden sich die Zentralbanken inzwischen im Straffungsmodus. Allerdings bezweifeln wir, dass dies der richtige Weg ist. Steigen die US-Treasury-Renditen ununterbrochen weiter, dürfte dies Druck auf die Anleihekurse an den
lokalen Märkten ausüben.

Für die Anlageklasse rechnen wir kurzzeitig mit anhaltender Schwäche, während wir nach der Fed-Zinserhöhung auf Anzeichen eines stärkeren Weltwirtschaftswachstums warten. Zweifellos sind die langfristigen Aussichten verglichen mit anderen festverzinslichen Anlageklassen auch weiterhin attraktiv. Eine Rendite von 7% bei Investment-Grade-Staatsanleihen können Anleger bei tendenziell unterbewerteten Währungen nur schwer ignorieren.

Portfoliostrategie

Wir setzen die Untergewichtung ausgewählter Währungen fort, da ein fragiles Weltwirtschaftswachstum, ein stärkerer US-Dollar, die Schwäche bei Rohstoffen und kaum, verbesserte Schwellenmarktdaten den Markt belasten. Optimistischer bewerten wir asiatische Währungen, da Produktion und Wachstum stabiler ausfallen als in anderen Regionen und sie von schwächeren Rohstoffpreisen profitieren. Allerdings wirkt sich die Verlangsamung in China nun allmählich konkret auf die Region aus.

Grundsätzlich wäre es aus unserer Sicht aber noch zu früh, eine übergewichtete Haltung einzunehmen. Vorsichtig bleiben wir dagegen bei Ländern mit anfälligen Währungen, die stärker von der Entwicklung der Rohstoffmärkte, einem schleppenden
Wachstum und Leistungsbilanzdefiziten betroffen sind. Dazu gehören zum Beispiel wie bisher der südafrikanische Rand, der brasilianische Real und der russische Rubel. Im Fall einer Wende sind der mexikanische Peso und die indische Rupie, beides Währungen aus Ländern mit guten Wachstumsaussichten und Strukturreformen, die Hauptkandidaten für eine Übergewichtung.

An den lokalen Zinsmärkten sehen wir nur wenige Möglichkeiten für eine Übergewichtung, die meisten davon in Asien, wo die Zentralbanken entweder abwarten oder eine tendenziell lockere Geldpolitik verfolgen. Bei der Untergewichtung an den lokalen Zinsmärkten dürfte der Zinsstraffungszyklus in Lateinamerika – Brasilien und Mexiko eingeschlossen – im Fokus stehen.

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