Das Investment: DZ Bank rechnet mit Goldpreis von 2.200 Dollar

SJB | Korschenbroich, 11.03.2022.

Die Analysten der DZ Bank rechnen damit, dass der Goldpreis in den kommenden drei Monaten in der Spitze auf 2.200 US-Dollar steigen wird. Aufgrund des Ukraine-Kriegs suchten viele Anleger Sicherheit im Edelmetall Gold, so die DZ Bank.

Die starke Nachfrage hat den Goldpreis in den vergangenen Tagen zeitweise schon über die Marke von 2.000 Dollar je Feinunze getrieben. Die im August 2020 markierten Allzeithochs von 2.071,69 Dollar im Tagesverlauf und 2.063,01 Dollar auf Schlusskursbasis wurden bisher aber noch nicht übertroffen.

Goldnachfrage in Tonnen

Gabor Vogel, Rohstoffanalyst der DZ Bank, begründet die Anhebung der Drei-Monats-Prognose von bisher 1.900 auf nun 2.200 Dollar mit der großen wirtschaftlichen Unsicherheit rund um den Konflikt in Osteuropa. Der Inflationsdruck bleibe zunächst hoch. Die Realzinsen seien seit Kriegsbeginn in der Ukraine eingebrochen. „Für den Goldpreis ist das ein gutes Umfeld“, erläutert Vogel.

Erst bei einem dauerhaften Waffenstillstand in der Ukraine werde sich die Lage entspannen. Dann werde auch der Goldpreis etwas nachgeben. „Allerdings werden die Notierungen des Edelmetalls auf Sechs-Monats-Frist wahrscheinlich nicht deutlich unter 2.000 Dollar fallen“, so Vogel.

Sobald sich die Inflation abschwäche, was die DZ-Bank-Analysten für Ende 2022 erwarten, dürfte der Realzinsdruck auf Gold wieder zunehmen. „Der Preis sollte dann wieder etwas tiefer tendieren bei rund 1.900 Dollar“, meint Vogel. Bisher lag die Prognose für Ende 2022 bei 1.700 Dollar.

Weil die Schuldenstände vieler Staaten aufgrund der Corona-Krise und erhöhter Verteidigungsbudgets steigen werden, dürfte Gold nach Einschätzung des DZ-Bank-Rohstoffexperten weiter als Stabilitätsanker gefragt sein.

von Thomas Strohm

Siehe auch

e-fundresearch: Die große Value-Rotation: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt für globale Value-Aktien ist

Beim e-fundresearch.com Equity Outlook 2026 Forum in Wien lieferte Robert Milano von AllianceBernstein ein klares Bild: Fundamentale, geopolitische und Bewertungsargumente sprechen gleichzeitig für Value-Aktien – und die jüngste Performance gibt ihm Recht. Im eleganten Rahmen des Park Hyatt Vienna diskutierten professionelle Fondsselektoren am Equity Outlook 2026 Lunch Forum von e-fundresearch.com die drängendste Frage des Jahres: …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert