Pressemitteilung Columbia Threadneedle Investments: KI nach der Rallye. Die nächste Ebene der Technologie-Gewinner

Columbia Threadneedle | Frankfurt am Main, 07.09.2026

Wir sind der Ansicht, dass die Chancen der künstlichen Intelligenz (KI) in eine neue Phase eintreten. Die erste wurde von den Unternehmen angeführt, die große Sprachmodelle erstellen, hochmoderne Chips liefern und die Cloud-Plattformen bereitstellen, die die Skalierung der KI-Leistungsfähigkeit ermöglichten. Unserer Ansicht nach wird die nächste Phase wahrscheinlich von Ausbau und Bereitstellung vorangetrieben werden: die physische Infrastruktur, Spezialkomponenten und unterstützende Technologien, die erforderlich sind, um die Ambitionen im Bereich KI in eine geschäftliche Nutzung und praktische Produktivitätsgewinne umzusetzen.

Überblick
  • Der KI-Markt hat sich auf eine Handvoll Mega-Caps konzentriert, aber die Ausgaben, die ihn treiben, breiten sich schnell aus – die größten US-Hyperscaler werden allein 2026 voraussichtlich fast 700 Milliarden US-Dollar investieren1.
  • Die wirklichen Einschränkungen haben sich jetzt von der Modellfähigkeit hin zu physischen Ressourcen verlagert – Chips, Arbeitsspeicher, Datenspeicher und vor allem Strom –, wo das Angebot knapp und eine kleine Anzahl spezialisierter Unternehmen im Vorteil ist.
  • Für Anleger, die über passive und Wachstumsallokationen bereits Long-Positionen in den offensichtlichen Gewinnern halten, liegt die nächste Chance zunehmend ein oder zwei Stufen weiter unten in der Lieferkette, wo weniger Investoren bereits aktiv suchen.
  • Es handelt sich sowohl um eine zyklische als auch eine strukturelle Thematik, weshalb Bewertungsdisziplin besonders wichtig ist: Ziel ist es, die Wegbereiter der dauerhaften KI-Nachfrage zu besitzen, ohne Preise auf dem Höchststand des Zyklus zu zahlen.
Die Chance liegt noch vor uns – aber sie hat sich weiterentwickelt

Durch diese Verlagerung ändert sich, woher die besten Anlagerenditen wahrscheinlich kommen werden. In der ersten Phase ging es um Rechenleistung, und sie belohnte die Chip- und Cloud-Giganten, die diese bereitgestellt haben. In der zweiten Phase geht es darum, KI tatsächlich zum Einsatz zu bringen. Hier sehen wir, wie die Einführung von KI an einige sehr physische Grenzen stößt: Stromversorgung, Netzanschlüsse, Arbeitsspeicher, Datenspeicher, Kühlung und Konfektionierung. Dies sind die Bereiche, in denen das Angebot knapp ist, die Verträge lang sind und echte Preissetzungsmacht besteht. Dort beginnt sich auch eine breitere, interessantere und weniger offenkundige Reihe von Möglichkeiten zu eröffnen.

Wohin das Kapital fließt

Der klarste Beleg für diese „Verlagerung von Chancen“ ist der Kapitalfluss. Die größten US-Anbieter von Cloud- und KI-Infrastrukturen werden voraussichtlich 2026 zusammen fast 700 Milliarden US-Dollar ausgeben2. Das ist mehr, als der gesamte US-Öl- und Gassektor in die Produktion investiert. Genauso aufschlussreich ist, wie die Management-Teams sprechen: Das Problem, das sie beschreiben, ist nicht, Kunden zu finden, sondern genügend Chips, Speicher und Strom zu beschaffen, um die bereits bestehende Nachfrage zu decken.

Was bedeutet das in der Praxis? Ein Großteil dieses Geldes fließt in die Chips und Programme, die jeder bereits kennt und die die meisten Anleger bereits besitzen. Die interessantere Frage ist der Infrastrukturausbau, der sie umgibt: die Rechenzentren, Kühlung, Arbeitsspeicher, Datenspeicher und vor allem der Strom, der benötigt wird, um KI in großem Maßstab zu betreiben. Viele dieser Unternehmen sind Mid-Caps oder Industriewerte. Das bedeutet, dass sie in Technologieindizes weiter unten angesiedelt sein können oder in die Kategorie „Off Benchmark“ fallen können. Das ist genau der Boden, auf dem aktives Research das finden kann, was eine passive Allokation niemals finden wird.

Drei Bereiche, in denen sich die Nachfrage nach KI ausweitet

Drei Engpässe zeigen, wie sich die Chancen über die Chip-Hersteller hinaus ausweiten, und warum jeder von ihnen einer sorgfältigen Auswahl bedarf statt einer breit gefächerten Allokation in dieses Thema. Die Nachfrage ist in allen Fällen klar genug; die Renditen sind alles andere als einheitlich.

Halbleiterausrüstung – das Nadelöhr bei jedem Chip

KI benötigt nicht nur mehr, sondern auch komplexere Chips, und jeder fortschrittliche Prozessor wird mit hochspezialisierten Fertigungswerkzeugen gebaut. Unternehmen wie Lam Research stellen diese Geräte her. Sie sind schwer zu bauen und auszutauschen, und KI lässt den Markt dafür wachsen, anstatt nur den Zyklus mitzugehen.

Arbeitsspeicher und Datenspeicher – der übersehene Teil der Geschichte

KI benötigt große Mengen an Arbeitsspeicher, und die wenigen Unternehmen, die ihn herstellen, sind praktisch ausverkauft. Auch die Anbieter von Datenspeicher profitieren. Unternehmen wie Western Digital gehören zu dem Teil der Kette, der durch die schiere Menge an Daten wächst, die KI erstellt und speichert – etwas, das der Markt tendenziell übersehen hat.

Strom – der wahre begrenzende Faktor
Was KI zunehmend zurückhält, sind nicht die Chips, sondern der Strom, und das Netz kann nicht mithalten. Der Strombedarf der Rechenzentren wird sich bis 2030 in etwa verdreifachen3, was die Betreiber dazu zwingt, ihre eigene Versorgung zu sichern. Unternehmen, die schnell zuverlässige Stromversorgung bereitstellen können – wie Bloom Energy –, rücken vom Rand der KI-Geschichte in deren Mitte hinein.

Nicht jeder KI-Gewinner ist einen Kauf wert

Ein breiteres Spektrum an Anlagemöglichkeiten ist kein Grund, in den gesamten Themenbereich zu investieren. Selektivität bleibt entscheidend. Ein Großteil dieser Nachfrage ist sowohl zyklisch als auch strukturell bedingt. Insbesondere beim Arbeitsspeicher sah man Nachfrageschwankungen, und die heutigen hohen Preise werden nicht ewig anhalten. Einige Unternehmen bauen jedoch reale, dauerhafte Vorteile auf; andere genießen lediglich einen Nachfrageanstieg, den ihre Aktienkurse bereits vorweggenommen haben.

Die Identifizierung der langfristigen Begünstigten ist entscheidend, und deshalb ist die Bewertung genauso wichtig wie das Thema selbst. Wir verfolgen einen GARP-Ansatz (Growth At Reasonable Price): Wir suchen nach Unternehmen mit einer starken, dauerhaften Marktposition und echter Preismacht zu einem Preis, der nicht bereits unterstellt, dass alles perfekt läuft. In der Praxis sind wir bereit, Unternehmen zu kaufen, die den Grundstein legen, wenn wir sehen können, wie die Cashflows steigen, und hüten uns vor spekulativeren Bereichen – Teile des Quantencomputings, einige Titel mit Bezug zur Raumfahrt, einige der neueren Nuklear-Themen –, bei denen die Bewertungen weit über das heutige Geschehen hinausgelaufen sind.

Diese Disziplin hat einen praktischen Nutzen. Längerfristig führt dies in der Regel zu einer gleichmäßigeren Wertentwicklung als der Markt – man hält Schritt, wenn die Technologie steigt, büßt aber weniger ein, wenn sie wieder zurückfällt.

CT (Lux) Global Technology
Zugang zu weniger offensichtlichen Chancen im Technologie-Sektor

Hier kommen aktive Investitionen in Technologie-Aktien ins Spiel. Ein Standard-Technologieindex spiegelt weitgehend die größten etablierten Unternehmen und breitere Kapitalflüsse wider. Die Unternehmen, die im weiteren Verlauf des KI-Ausbaus profitieren, sind oft Small- und Mid-Cap-Werte, Off-Benchmark-Industrie- oder Lieferketten-Titel, die deutlich unter der Spitze dieses Index liegen.

CT (Lux) Global Technology investiert über die gesamte Marktkapitalisierungsskala hinweg und hält in der Regel 50 bis 75 Unternehmen von unter 1 Milliarde US-Dollar bis hin zu den Branchenschwergewichten, mit einer bewussten Neigung zu kleineren und mittleren Unternehmen, die reales Wachstum mit einer etablierten Position kombinieren – einem Teil des Marktes, in dem weniger Investoren suchen und Kursanomalien häufiger zu finden sind.

Hinter dem Fonds steht ein Team von Spezialisten, die Technologie nach Teilsektoren abdecken. Diese Tiefe an Experten- und Branchenwissen ist wichtig, da die nächste Phase der KI nicht von einem einzigen Unternehmenstyp oder durch ein einfaches thematisches Screening erfasst werden kann. Dazu gehört ein echtes Verständnis der gesamten Lieferkette, von Halbleitern und Software über Infrastruktur und Stromversorgung bis hin zu den Industrieunternehmen, die die Bereitstellung durchführen.

Die KI-Chance ist nicht vorbei; sie verlagert sich. Die erste Phase belohnte die offensichtlichen Gewinner. Die nächste Phase könnte die Unternehmen belohnen, die die Komponenten, Infrastruktur und Energie liefern, die KI von einem Versprechen in die alltägliche Nutzung verwandeln – und genau dort kann aktives, preisbewusstes Investieren diese Unternehmen vor der breiten Masse finden.

1 Moody’s Ratings, März 2026

2 Moody’s Ratings, März 2026

3 Internationale Energieagentur, April 2026

Über Columbia Threadneedle Investments
Columbia Threadneedle Investments ist ein führender global tätiger Asset Manager, der eine breite Auswahl an Investmentstrategien und -lösungen für private, institutionelle und Firmenkunden weltweit anbietet. Das Unternehmen beschäftigt über 2.500 Mitarbeiter:innen, darunter mehr als 650 Investment-Expert:innen in Nordamerika, Europa und Asien und verwaltet 554 Mrd. € in den Bereichen Aktien, Anleihen und Multi-Asset, Lösungen und Alternativen.

Columbia Threadneedle Investments ist die weltweit tätige Asset-Management-Gruppe von Ameriprise Financial, Inc. (NYSE:AMP), einem führenden, in den USA ansässigen Finanzdienstleister. Als Teil von Ameriprise werden wir von einem großen und gut kapitalisierten, diversifizierten Finanzdienstleistungsunternehmen unterstützt.

www.columbiathreadneedle.com

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