Capital Inside: Rekordverbindlichkeiten durch Corona: Droht eine neue Euro-Schuldenkrise?

Die Staatsschulden in vielen Ländern explodieren in Folge der Corona-Krise und umfangreicher Rettungs- und Konjunkturprogramme. Einige Länder der Eurozone stehen am Rande ihrer Belastungsfähigkeit. Sogar eine neue Schuldenkrise ist nicht völlig ausgeschlossen. Die EZB ist gefragter denn je. Diese Krise wird richtig teuer. Diese Krise hat langfristige Folgen. Marco Wagner bringt es auf den Punkt: „Das Corona-Virus hat auch die Staatsfinanzen infiziert“, sagt der Volkswirt von Commerzbank Research. Der Konjunktureinbruch sowie die staatlichen Hilfs- und Konjunkturprogramme werden die öffentlichen Defizite und Schulden in einzelnen Ländern um zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts und mehr in die Höhe treiben. „Die Haushaltsdefizite der Euroländer werden im laufenden Jahr explodieren“, sagt auch Daniel Hartmann, Chefvolkswirt des Asset-Managers Bantleon. „Auch im kommenden Jahr ist mit vergleichsweise hohen Haushaltsdefiziten zu rechnen.“ Keine guten Aussichten. Die DZ-Bank warnt gar vor einer neuen Euro-Staatsschuldenkrise.

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