
Aktien aus den Emerging Markets erleben 2026 bislang ein sehr gutes Jahr. Dabei sind es nicht nur die Schwergewichte aus der Halbleiterbranche wie TSMC oder Samsung, die die Kurse nach oben ziehen, sondern die Bewegung besitzt eine gute Marktbreite. Per Mitte Juni hat der MSCI Emerging Markets, der auch die weiter als Schwellenländer klassifizierten Länder Südkorea und Taiwan enthält, um +26,40 Prozent auf Eurobasis zugelegt.
Aus der Gruppe der erfolgreichen Schwellenländerfonds sticht der Fidelity FAST Emerging Markets heraus, der überwiegend über ein Long-Aktienportfolio aus Schwellenländertiteln verfügt, als Strategiefonds aber auch eine Beimischung von Shortpositionen vornehmen kann. Das Kürzel FAST steht dabei für „Fidelity Active Strategy“ und macht deutlich, dass auch der Kauf von Derivaten sowie eine Hebelung der Aktienquote möglich sind. Aktuell liegt das Aktienmarkt-Exposure des Strategiefonds bei 111,6 Prozent, einem Portfolio aus 140 Longpositionen steht ein Short-Portfolio von 80 Werten gegenüber. Mit dieser strategischen Positionierung ist es dem FondsManagerduo aus Nick Price und Chris Tennant gelungen, sich in der Spitzengruppe der Emerging-Markets-Fonds zu etablieren, wie es auch das Morningstar-Rating von vier Sternen beweist.
Der Fidelity FAST Emerging Markets Fund Y Acc EUR (WKN A2H6X1, ISIN LU1338165936) wurde am 31.10.2011 aufgelegt, verfügt aktuell über ein FondsVolumen von 609 Millionen Euro und verwendet den MSCI Emerging Markets Index (Net) als Benchmark. Durch aktives Management und die besondere strategische Ausrichtung haben es die beiden FondsManager Nick Price und Chris Tennant geschafft, langfristig eine hohe Outperformance gegenüber dem Vergleichsindex zu erzielen. Über den letzten Fünfjahreszeitraum steht eine kumulierte Wertentwicklung von +74,60 Prozent auf Seiten des Fidelity-Fonds einer Performance von +50,70 Prozent auf Indexebene gegenüber. Auch in jedem einzelnen der letzten drei Kalenderjahre 2023 bis 2025 gelang es dem Schwellenländerfonds, eine deutliche Mehrrendite zur Benchmark zu generieren: Die Outperformance betrug dabei zwischen 4,40 und 19,00 Prozent p.a. Wie sieht die so erfolgreiche Anlagestrategie im Detail aus?
FondsStrategie. Aktienexposure. Erhöht.
Der Fidelity FAST Emerging Markets Fund strebt ein langfristiges Kapitalwachstum an und investiert schwerpunktmäßig in Aktien von Unternehmen, die in globalen Schwellenländern aus Lateinamerika, Asien, Afrika, Osteuropa und dem Nahen Osten notiert sind, dort ihren Hauptsitz haben oder einen Großteil ihrer Geschäfte tätigen. FondsManager Nick Price ist seit Auflegung des Fonds vor rund 15 Jahren ununterbrochen dabei und verfolgt einen Investitionsansatz, der Wachstums- und Bewertungskennzahlen, Unternehmensfinanzen, Kapitalrendite, Cashflows und andere Kenngrößen berücksichtigt. Weitere Analyse-Schwerpunkte bei der gemeinsam mit Chris Tennant durchgeführten Titelselektion sind die Unternehmensführung, die Aussichten der Branche sowie die makroökonomischen Bedingungen. Die beiden FondsManager sind bestrebt, zwischen strukturellen Gewinnern und Verlierern zu unterscheiden und machen dies zum Hauptkriterium ihres Portfolioaufbaus. Die Long-Positionen des Fidelity-Fonds konzentrieren sich auf marktbeherrschende Unternehmen mit wenig Verbindlichkeiten in der Bilanz, die in der Lage sind, strukturelle Wachstumschancen zu nutzen. Umgekehrt werden Short-Positionen genutzt, um zusätzliche Erträge aus den schwächeren Unternehmen zu generieren, die am stärksten von Wettbewerbsbedrohungen und finanziellen Schwierigkeiten betroffen sind. Zugleich werden Derivatepositionen aufgebaut, um zusätzliches Alpha zu erzielen und das Portfoliorisiko zu steuern. Unter normalen Marktbedingungen hält der FAST EM-Fonds ein im Vergleich zum reinen Long-Engagement höheres Niveau an aktiven Anteilen, wobei das Aktienmarktengagement rund 100 bis 110 Prozent des FondsVermögens beträgt. Wie sieht die Portfoliostruktur im Detail aus?
FondsPortfolio. Taiwan. Führend.
In der Länderallokation des Fidelity FAST Emerging Markets Fund liegt Taiwan mit einer Netto-Gewichtung von 34,7 Prozent am FondsVermögen auf Platz eins (39,7 Prozent Long-Positionen minus 5,0 Prozent Short-Positionen). Deutlich dahinter folgt Südkorea, wo 23,3 Prozent der FondsBestände investiert sind. Auf dem dritten Platz der Länderaufteilung des Schwellenländerfonds liegt China mit 16,3 Prozent des FondsVolumens. Aktien aus Brasilien besitzen einen Portfolioanteil von 11,2 Prozent, Dividendentitel aus Südafrika sind mit 10,1 Prozent gewichtet. FondsBestände in Kanada (4,9 Prozent), Mexiko (3,5 Prozent) und Indien (3,3 Prozent) runden das Länderportfolio des Fidelity-Produktes ab.
Welche Sektorengewichtung nimmt das FondsManagerduo Price/Tennant vor? In der Branchenallokation des Fidelity-Fonds liegen Titel der Informationstechnologie mit 54,3 Prozent Anteil am FondsVermögen klar auf dem ersten Platz. Das Nettoengagement setzt sich aus 59,7 Prozent Long-Positionen und 5,4 Prozent Short-Positionen zusammen. Finanzunternehmen bringen es auf einen Anteil von 26,6 Prozent, der Industriesektor ist mit 18,1 Prozent im Portfolio gewichtet. Das Branchenengagement im Bereich der Roh- und Werkstoffe liegt bei 16,6 Prozent, Konsumaktien decken 7,3 Prozent des FondsVolumens ab. Nur unterdurchschnittlich ist die Gewichtung des Emerging-Markets-Fonds im Sektor der Grundbedarfsgüter (3,5 Prozent) sowie bei Energietiteln (2,6 Prozent). Bei den Einzelwerten ist das Fidelity-Team ganz besonders von den asiatischen Halbleiterproduzenten überzeugt: Samsung Electronics (10,2 Prozent) sowie Taiwan Semiconductor Manufacturing (10,0 Prozent) liegen unter den größten Einzelpositionen fast gleichauf. Industrieunternehmen aus Südkorea (SK Square, 4,0 Prozent) sowie China (Contemporary Amperex, 3,0 Prozent) sorgen für die Branchenausgewogenheit des Portfolios, genauso wie der südafrikanische Konsumwert Naspers (3,9 Prozent) sowie der ungarische Finanztitel OTP Bank (2,9 Prozent).
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FondsKennzahlen. Alpha. Positiv.
Für unsere unabhängige SJB FondsAnalyse haben wir den Fidelity FAST Emerging Markets Fund dem MSCI Emerging Markets NR EUR als Benchmark gegenübergestellt. Der Fidelity-Fonds hat mit 22,47 Prozent für den letzten Dreijahreszeitraum eine ähnlich hohe Schwankungsbreite wie der Referenzindex aufzuweisen, der es auf eine Volatilität von 22,01 Prozent bringt. Über ein Jahr befinden sich die Schwankungen des aktiv gemanagten Aktienfonds ebenfalls nur hauchdünn über denjenigen der passiven Benchmark: Hier beträgt die „Vola“ des Fonds 16,67 Prozent, während der MSCI Emerging Markets NR EUR eine Volatilität von 16,01 Prozent an den Tag legt. Einen Pluspunkt für das Risikoprofil des Fidelity-Fonds stellt das unter Marktniveau liegende Beta dar, das über drei Jahre einen Wert von 0,90 markiert. Für ein Jahr legt die Kennzahl auf 1,00 zu und befindet sich damit exakt auf Marktniveau. Insgesamt weisen Volatilitätszahlen und Beta-Werte darauf hin, dass sich die Risikostruktur des Fidelity-Fonds in etwa auf einer Linie mit der des MSCI-Referenzindex befindet. Wie stellt sich das Bild bei den Renditeergebnissen dar?
Per 09. Juni 2026 hat der Fidelity FAST Emerging Markets Fund über drei Jahre eine kumulierte Wertentwicklung von +123,87 Prozent in Euro aufzuweisen, was einer Rendite von +31,50 Prozent p.a. entspricht. Damit verfügt der Fidelity-Fonds über die klar bessere Wertentwicklung als der MSCI Emerging Markets NR EUR: Die Benchmark wartet über drei Jahre mit einer Gesamtrendite von +74,21 Prozent auf Eurobasis auf, die einem Ergebnis von +20,76 Prozent p.a. gleichkommt. Beim Wechsel auf die Jahresbetrachtung kann das Fidelity-Produkt seine deutliche Outperformance gegenüber dem MSCI-Referenzindex fortsetzen: Mit einer Jahresrendite von +62,13 Prozent fällt die Wertentwicklung des Schwellenländerfonds wesentlich höher als die des Vergleichsindex von +44,19 Prozent aus. Diesem Renditevorsprung entsprechend, liegt das Alpha des aktiv gemanagten Investmentfonds über drei Jahre bei 12,70 und befindet sich damit klar im grünen Bereich. Noch besser präsentiert sich die Kennzahl auf Jahressicht mit 17,26. Performancezahlen und Alpha-Werte des Fidelity FAST Emerging Markets Fund zeigen in aller Deutlichkeit, dass das Strategiekonzept des Schwellenländerfonds aufgeht. Die kurz- wie mittelfristig generierte Outperformance zwischen 11,0 und 18,0 Prozentpunkten fällt umso überzeugender aus, da sie mit einer fast identischen Schwankungsneigung erzielt wurde. Die positive Sharpe Ratio von 1,58 über drei Jahre demonstriert abschließend das attraktive Rendite-Risiko-Profil des Fonds.

SJB Fazit. Fidelity FAST Emerging Markets Fund.
Die Kombination aus wachstumsstarken und marktbeherrschenden Schwellenländertiteln im Long-Portfolio mit fundamental schwächeren Unternehmen im Short-Portfolio hat sich nachweislich ausgezahlt, wie die Erfolgsgeschichte des Fidelity FAST Emerging Markets Fund beweist. Über die letzten Jahre konnte eine stetige Outperformance zur Benchmark erzielt werden, auch in der Peer Group global investierter Schwellenländerfonds liegt der von Nick Price und Chris Tennant gemanagte Strategiefonds ganz vorn. Der attraktive Renditevorsprung bei vergleichbarer Volatilität macht das Fidelity-Produkt zu einem Basisinvestment im Emerging-Markets-Sektor.
