Capitalinside: Zum Juncker-Trump-Stelldichein: Kann man dem Handels-Braten zwischen EU und USA trauen?

Kapitalmarktexperte Robert Halver hat den Deal zwischen EU-Juncker und US-Trump zur Kenntnis genommen – und macht sich so seine eigenen Gedanken. Für ihn war’s das noch lange nicht mit dem Handelszoff.

Donald Trump spielt den Rächer der handelspolitisch Enterbten in Amerika schon zu lange, um eine Wende ohne Gesichtsverlust zu machen. Gott mag nachgeben, Donald Trump aber nie. Also braucht es etwas, das er als seinen Erfolg verkaufen kann. Und hier hat die EU in Person ihres Kommissionspräsidenten Juncker beim Treffen mit dem US-Präsidenten offensichtlich viel schlitzohriges Geschick bewiesen: Die EU wird den Amerikanern viele Sojabohnen abnehmen. Der Unmut der Trump-treuen Farmer angesichts der sich verschließenden chinesischen Importtüren wird sich damit legen. Daneben wird Europa zukünftig auch mit US-Flüssiggas beheizt. Die Angst Amerikas vor einer russischen Energieabhängigkeit Europas entspannt sich ebenso wie das Absatzproblem.

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