Mit einem geplanten Haushaltsdefizit von „nur“ 2,4 Prozent hat Italien kurzfristig für deutliche Turbulenzen am Finanzmarkt gesorgt. Dabei hat das Land in den vergangenen Jahren wiederholt gegen den EU-Stabilitätspakt verstoßen. Um welche enorme Summe geht es diesmal und wieso hat der Markt plötzlich so nervös reagiert? Waren die jüngsten Turbulenzen um Italien möglicherweise nur ein Sturm im Wasserglas? Nachdem die neue Regierung Investoren mit der Ankündigung geschockt hatte, dass die Neuverschuldung nicht nur im Jahr 2019, sondern auch in den beiden Folgejahren jeweils 2,4 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung erreichen werde, waren die Zinsen für zweijährige italienische Anleihen innerhalb weniger Tage von 0,7 Prozent auf 1,6 Prozent nach oben geschossen – eine enorme Bewegung.
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