Private Banking: Amundi: „Die Märkte sorgen sich vor neuer Schuldenkrise in Italien“

Italien drücken Schulden von 133 Prozent der Wirtschaftsleistung. Ein geplantes Haushaltsdefizit von 2,4 Prozent könne hier nur wenig hilfreich sein, kommentiert Thomas Kruse, Investmentchef von Amundi Deutschland, die Vorgänge in Rom. Wie positioniert sich Amundi?

Herr Kruse, warum ist der italienische Haushaltsentwurf von Ende September so brisant? Thomas Kruse: Die Märkte wurden von einer geplanten Anhebung des Haushaltsdefizits für die Jahre 2019 bis 2021 in Höhe von je 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts überrascht. Das ist dreimal so viel wie die Vorgängerregierung anvisiert hatte und gefährdet den dringlichen Abbau von Italiens Verschuldung von mehr als 133 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den kommenden Jahren.

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