Mit einem geplanten Haushaltsdefizit von „nur“ 2,4 Prozent hat Italien kurzfristig für deutliche Turbulenzen am Finanzmarkt gesorgt. Dabei hat das Land in den vergangenen Jahren wiederholt gegen den EU-Stabilitätspakt verstoßen. Um welche enorme Summe geht es diesmal und wieso hat der Markt plötzlich so nervös reagiert? Waren die jüngsten Turbulenzen um Italien möglicherweise nur ein Sturm im Wasserglas? Nachdem die neue Regierung Investoren mit der Ankündigung geschockt hatte, dass die Neuverschuldung nicht nur im Jahr 2019, sondern auch in den beiden Folgejahren jeweils 2,4 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung erreichen werde, waren die Zinsen für zweijährige italienische Anleihen innerhalb weniger Tage von 0,7 Prozent auf 1,6 Prozent nach oben geschossen – eine enorme Bewegung.
Siehe auch
TIAM FundResearch: BofA-Fondsmanagerumfrage September: Die Rally läuft, die Zweifel wachsen
Die Stimmung unter den globalen Fondsmanagern bleibt positiv. In der aktuellen Umfrage der Bank of Amrica unter 190 Fondsmanager mit einem verwalteten Vermögen von 512 Milliarden US-Dollar setzen die Investoren weiterhin auf Wachstum und den KI-Boom. Steigende Cashquoten und neue Sorgen um den Anleihemarkt zeigen jedoch, dass die Euphorie allmählich nachlässt.
