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Das Investment: Drei gute Gründe für europäische Aktien

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SJB | Korschenbroich, 05.07.2019.

In politisch und wirtschaftlich unruhigen Zeiten suchen Investoren gerne nach zuverlässigen Anlagemöglichkeiten. Thomas Kruse, CIO Deutschland von Amundi, nennt drei gute Gründe, warum europäische Aktien zurück in den Fokus gehören und welches Potenzial sie mittel- und langfristig haben.

Die Volatilität wird noch eine Weile bleiben, denn die Märkte sind sehr anfällig für schnelllebige Nachrichten. Die pessimistische Stimmung aufgrund des geplatzten Deals zwischen China und den Vereinigten Staaten hat im Mai für einen Dämpfer gesorgt, im Juni hat aufkeimende Hoffnung auf eine Teileinigung die Aktienmärkte schon wieder auf ein Jahreshoch gebracht.

Das Verhalten der großen Zentralbanken stützt diesen Optimismus, gerade jetzt da sich das globale Wachstum verlangsamt und Gewinnaussichten nicht wirklich überwältigend sind. Vor diesem unsicheren Hintergrund gehen wir davon aus, dass globale Aktien weiter so performen werden, dass Investoren sich mehr auf Relative-Value-Strategien fokussieren sollten.

Europäische Aktien sehen wir im weltweiten Vergleich durchaus potenziell unter den Outperformern, vor allem aufgrund drei wichtiger Punkte:

1. Europa könnte von stabilen Wirtschaftsprognosen, einer akkommodierenden Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB) und schwindenden politischen Risiken profitieren.

2. Konvergierendes Ertragswachstum im Vergleich zum Rest der Welt sowie faire Bewertungen machen Europa geeigneter für Investitionen, als es scheinen mag.

3. Mittel- bis langfristig gesehen bleiben europäische Aktien auch für Euro-basierte Investoren auf der Suche nach Rendite und mit Fokus auf ESG-Themen (Environmental, Social, Governance) attraktiv.

1. Stabilisierung der Konjunkturaussichten und schwindendes politisches Risiko

Solange der Handelskrieg in den Schlagzeilen ist, werden die Unsicherheiten bestehen bleiben. Zur Unterstützung der Aktienmärkte sind neue positive Nachrichten aus der Wirtschaft erforderlich, da der Aufwärtstrend ohne eine übergeordnete Unterstützung nicht länger anhalten kann.

– Stabilisierung der Wachstumsaussichten. Insgesamt fallen Überraschungen in der Wirtschaft mittlerweile weniger negativ aus als zu Beginn dieses Jahrs – trotz anhaltenden Drucks auf die Stimmungsindikatoren im verarbeitenden Gewerbe. Die Wachstumsaussichten werden positiv bleiben, wenn auch nicht so stark wie im ersten Quartal. Dennoch gehen wir davon aus, dass sich die meisten anderen wirtschaftlichen Kennzahlen aufgrund verschiedener Faktoren allmählich verbessern werden. Vor allem werden sich die konjunkturellen Variablen (besonders die Beschäftigtenzahlen und die Löhne) weiter positiv entwickeln. Darüber hinaus entspannt sich der finanzpolitische Kurs in den vier größten Ländern. Der Zuwachs bei den real verfügbaren Haushaltseinkommen, auch bedingt durch die sinkenden Ölpreise, wird 2019 ebenfalls sehr hilfreich sein. Darüber hinaus hält die EZB ihre dovishe Haltung bei: Weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Inflationserwartungen und zur Erreichung des Inflationsziels sind zu erwarten. Auf der anderen Seite gibt es einige Risiken, die man nicht aus dem Auge lassen sollte – gerade im Zusammenhang mit der anhaltenden Schwäche des Welthandels und des produzierenden Gewerbes, welche letztendlich die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen beeinflussen könnte. Die vorgenannten positiven Faktoren könnten auch durch das vermehrte vorsorgliche Sparen der Haushalte egalisiert werden. Ein No-Deal-Brexit und mögliche neue US-Zölle auf europäische Waren sind weitere Risiken, die es zu berücksichtigen gilt. Alles in allem sind wir jedoch überzeugt, dass der gegenwärtige Pessimismus in Bezug auf die europäische Wirtschaft übertrieben ist.

– Reduzierung der politischen Risiken in Europa. Im Herbst werden sich die neuen Kräfteverhältnisse, die aus der Europawahl hervorgegangen sind, langsam herausbilden und es dürfte klar werden, wie es mit dem Brexit weitergeht. Der pro-europäische Block ist auch nach der Wahl stark vertreten, auch wenn populistische beziehungsweise eurokritische Kräfte etwas aufholen konnten, allen voran in Frankreich und Italien. Fortschritte beim chinesisch-amerikanischen Handelsabkommen würden sicherlich auch helfen, ein positiveres Umfeld für Aktien zu schaffen. In den USA scheint die Einigkeit bezüglich Zollerhöhungen gegenüber Europa begrenzt zu sein und die bereits abschwächende US-Wirtschaft könnte Präsident Trump davon abhalten, hier aggressiver zu agieren.

Da der europäische Aktienmarkt stark mit der globalen Konjunktur verbunden ist (europäische Unternehmen generieren mehr als die Hälfte ihres Umsatzes aus dem außereuropäischen Ausland), basiert die Einschätzung, dass EU-Aktien relativ gesehen outperformen könnten, darauf, dass unser zentrales Szenario (Abkühlung der US-Wirtschaft in Kombination mit einigen stimulierenden Maßnahmen in China, keine weitere Eskalation des Handelskrieges und eine starke Inlandsnachfrage) eintritt und sich die wirtschaftlichen Aussichten im Vergleich zu den anderen G10-Staaten verbessern.

Rückenwind könnte auch vom Euro kommen. Der Fair Value für den Euro pro US-Dollar liegt bei etwa 1,20 bis 1,25, was bedeutet, dass der aktuelle Wert von 1,13 von Vorteil für die Rentabilität europäischer Unternehmen ist. Entsprechende Maßnahmen der EZB sollten eine Aufwertung des Euro verhindern.

Die US-Wirtschaft verlangsamt sich in der Tat (2,4 Prozent in 2019, 2,0 Prozent in 2020), während für die Wirtschaft in der Europäischen Währungsunion (EWU) ein schrittweises Wachstum erwartet wird (1,0 Prozent in 2019, 1,5 Prozent in 2020); die Kombination dieser beiden Entwicklungen begünstigt auf mittelfristige Sicht einen stärkeren Euro. Kurzfristig jedoch unterstützt die Risikoaversion in Verbindung mit den politischen Faktoren in Europa, komplizierten Verhandlungen über das chinesisch-amerikanische Handelsabkommen sowie die Ultra-Niedrigzinspolitik der EZB, den US-Dollar.

Zwar sind die Zuströme in europäische Aktien seit einiger Zeit rückläufig, eine Wiederbelebung des Zinsniveaus könnte jedoch ausländische Investoren anziehen, ohne dass eine Absicherung der Währung erforderlich ist.

2. Gewinnaussichten und Bewertungen

Die Gewinne in Europa hingen im Vergleich zu anderen Regionen seit der Spitze des letzten Zyklus hinterher. Es ist ihnen seit 2009 zweimal gelungen zu steigen – von Anfang 2010 bis Mitte 2011 und von Anfang 2017 bis Frühjahr 2018 – und der letzte Aufschwung war stärker als in anderen Regionen, aber seitdem haben sie wieder enttäuscht. Das erste Quartal dieses Jahres könnte den Tiefpunkt dieser Phase darstellen. Entsprechend unseres eigenen Modells, das auf dem CRB-Industrials (Indikator für den globalen industriellen Rohstoffmarkt), der Schwellenländermärkte, der US-Gewinne und der Euro-Währungs- und Konjunkturindikatoren basiert, sollte das Ergebniswachstum in den nächsten sechs Monaten leicht positiv bleiben und sich an den World Index anpassen können.

Was die Bewertungen angeht, sieht Europa laut verschiedener Parameter relativ günstig aus. Das Shiller PE (Preis-Gewinn-Verhältnis, basierend auf den durchschnittlichen inflationsbereinigten Gewinnen der vorangegangenen zehn Jahre) beispielsweise zeigt gegenüber den Vereinigten Staaten einen Abschlag, der nahe am Allzeit-Tief von -37 Prozent liegt. Unter Verwendung des 12-monatigen Preis-Gewinn-Verhältnisses (das die prognostizierten Gewinne der nächsten 12 Monate verwendet) sind europäische Bewertungen auch im Vergleich zum MSCI World günstig und unter dem langfristigen Durchschnitt, wenn auch nicht im überverkauften Bereich.

Wenn man eine Auswahl treffen wollte, sehen wir in den zyklischen Sektoren mehr Chancen als in den defensiven, welche unserer Meinung nach zu teuer geworden sind. Performancetreiber ist hier weniger, dass sich die Gewinnaussichten groß verändert hätten, als vielmehr eine zu negative Erwartungshaltung.

Für die Mutigen gibt es aber auch in einigen europäischen Banken etwas zu holen, welche unter niedrigen Renditen und der sich abflachenden Zinskurve leiden mussten. Zusätzliche Gelegenheiten bieten sich auch im Gesundheitswesen, im Telekommunikations- sowie im Verteidigungsbereich, die gegenüber den Anleihe-Proxies extrem teuer ist. Wir glauben, dass die Sektor-Rotation wie bereits während der Marktkorrektur fortgesetzt wird, und dies einige Möglichkeiten eröffnen könnte.

3. Langfristige Themen: Suche nach Rendite und ESG

Zu den weiteren Faktoren, die die Lust auf europäische Aktien fördern könnten, gehören die Dividendengewinne, die im Vergleich zu Anleihen-Renditen historisch hoch sind. Zu guter Letzt sind europäische Aktien bei langfristiger Betrachtung aber auch der passende Kontext, um über Nachhaltigkeit zu sprechen: Europa ist die Heimat hochklassiger Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen, die eine hohe Gunst genießen und starken Marken und Industriewerte haben. Beim Thema Nachhaltigkeit bieten viele europäische Unternehmen bereits Lösungen für die vielen Herausforderungen. Gerade in einer Welt, in der die Gesamtbewertungen nicht unbedingt überzeugen, werden Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells, Bilanzstärke und Bewertungen von entscheidender Bedeutung sein. Nachhaltigkeit bedeutet auch, ESG in den Fokus zu stellen: ESG ist aus unserer Sicht ein struktureller Trend, der bei Unternehmen und Investoren an Bedeutung gewinnt. Europäische Unternehmen haben relativ gesehen eine gute ESG-Bilanz, sind aber noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten. Es gibt mehr und mehr Belege dafür, dass Unternehmen mit verbesserten ESG-Fundamentaldaten den Markt tendenziell übertreffen. Wir gehen davon aus, dass dies auch in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt und eine Chance für Investoren sein wird.

von Amundi Asset Management

Quelle: Das Investment

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