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Das Investment: Südostasien: Grossbanken gut gewappnet für eine schnelle Erholung

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SJB | Korschenbroich, 26.02.2021.

In unserer Bankensektorstudie für den asiatisch-pazifischen Raum vom vergangenen September haben wir die Aussichten für Banken in Australien, China, Korea, Japan und Indien beurteilt. Dabei stellten wir fest, dass die unterstützende Regierungspolitik in Verbindung mit einer weniger strengen Regulierung den Banken in der Region ausreichend Zeit gegeben hat, um den Covid-19-Schock zu absorbieren.

Angeregt von dieser Studie haben Kunden nach unserer Meinung zu Banken in wichtigen Märkten Südostasiens gefragt, darunter Indonesien, die Philippinen und Thailand. Wir sehen das Bild so: Während wir die Qualität der Anleihen regionaler Banken als stabil einschätzen, bevorzugen wir Investitionen in die großen, systemrelevanten Banken. Ein Anstieg der notleidenden Kredite ist in allen drei Ländern wahrscheinlich, aber die Nettozinsmargen und Kapitalquoten der großen Banken sind nach wie vor stabil genug, um diese Verluste aufzufangen.

Gute Aussichten für indonesische Großbanken

Besonders Indonesien dürfte 2021 eine starke wirtschaftliche Erholung erleben. Die Wirtschaft des Inselstaats erlebte 2020  die erste Rezession seit der asiatischen Finanzkrise 1998: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Gesamtjahr um 2,1 Prozent und schrumpfte damit zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrzehnten. Allerdings fiel der Schock hier im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern relativ moderat aus, sodass wir erwarten, dass das BIP-Wachstum 2021 bei rund 5 Prozent liegen wird.

Auch den Anleihen großer indonesischer Banken stehen wir positiv gegenüber. Die vier größten Banken repräsentieren etwa 55 Prozent des Marktes. Wir bevorzugen staatliche Banken aufgrund ihrer starken Fundamentaldaten und der möglichen staatlichen Unterstützung. Zudem werden indonesische Bank-Anleihen mit etwas höheren Zinsaufschlägen gehandelt als die Papiere anderer südostasiatischer Finanzinstitute und sie bieten leicht bessere Bewertungen.

Trotz einiger Bedenken, dass die Nettozinsmargen wahrscheinlich kleiner werden und die Kreditkosten steigen könnten, verbleiben die Rentabilität und die Kapitalposition der großen indonesischen Banken auf hohem Niveau. Deshalb gehen wir davon aus, dass die Großbanken in der Lage sein werden, die Auswirkungen von Covid-19 und die potenziellen Verluste aus der Restrukturierung von Krediten – diese machen etwa 20 Prozent der Gesamtkredite aus – aufzufangen. Vorsichtig sind wir allerdings, was das Risiko von Mikrokrediten und kleinen gewerblichen Krediten angeht. Obwohl ein Teil des Risikos der Mikrofinanzierung von der Regierung getragen wird, leiden diese Kreditnehmer oft schwer unter den Pandemiefolgen, weshalb wir die Ausfallraten in diesem Bereich genau beobachten.

Wachsende Kreditvergabe auf den Philippinen

Bei den philippinischen Banken sind wir der Meinung, dass die Kreditqualität insgesamt stabil bleiben wird. Ähnlich wie in Indonesien sehen wir in Anbetracht ihrer systemischen Bedeutung, ihrer starken Kapitalpositionen und ihrer konservativen Kreditportfolios auch hier die größten Chancen bei den Großbanken.

Im Hinblick auf die gemeldeten notleidenden Kredite gehen wir davon aus, dass diese nach dem Ende des pandemiebedingten Schuldenmoratoriums im Dezember 2020 in diesem Jahr auf etwa 6 Prozent ansteigen werden. Der vorgeschlagene Financial Institution Strategic Transfer Act sollte es den Banken jedoch ermöglichen, die notleidenden Kredite zu veräußern und sich auf diese Weise in eine bessere Position für eine Erholung im Jahr 2021 zu bringen.

Ein frühzeitiger Verkauf dieser Kredite wird es den Banken zudem ermöglichen, wieder mehr freie Kapazitäten bei der Kreditvergabe zu schaffen. Aus diesem Grund prognostizieren wir für das laufende Jahr ein Kreditwachstum im hohen einstelligen Bereich, nachdem 2020 ein Rückgang von 0,7 Prozent verzeichnet wurde. Die Nettozinsmargen hingegen stehen aufgrund einer Zinssenkung der Zentralbank von 4 auf 2 Prozent von Dezember 2019 bis November 2020 unter Druck. Mit mindestens 3,5 Prozent sind die Margen aber immer noch hoch genug, um die anfallenden Kreditkosten zu absorbieren.

Tourismusflaute hemmt Thailands Erholung

Die Bank of Thailand prognostiziert für das Jahr 2020 einen Rückgang des thailändischen BIP um 6,6 Prozent und für 2021 ein Wachstum von 3,2 Prozent – das ist langsamer als in anderen südostasiatischen Ländern. Aufgrund der höheren Abhängigkeit des Landes von der Außenwirtschaft – die Tourismus-Einnahmen machten 11,5 Prozent des BIP 2019 aus – erwarten wir für Thailand eine vergleichsweise langsamere Erholung.

Dennoch ist das thailändische Finanzsystem unseres Erachtens nach widerstandsfähig. Denn obwohl das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd ist, halten die thailändischen Banken hohe Kapitalrückstellungen und ansehnliche Nettozinsmargen aufrecht. So war die Wirtschaft vor dem Ausbruch von Covid-19 sehr stabil und die Banken kamen beim harten Kernkapital (Common Equity Tier 1) zum Jahresende kontinuierlich auf Quoten von 12,9 bis 17,1 Prozent.

Angesichts der Außenabhängigkeit der Wirtschaft wird die Erholung der thailändischen Banken voraussichtlich dennoch langsamer verlaufen als die anderer Geldinstitute in der Region. Verstärkt wird diese Tendenz dadurch, dass die derzeit engen Spreads nicht besonders attraktiv sind, wenn man das Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag betrachtet – Investoren dürften sich daher zurückhalten.

Großen systemrelevanten Banken gilt der Vorzug

Insgesamt betrachtet ziehen wir es vor, in die großen systemrelevanten Banken in Südostasien zu investieren – die Gewinnerholung der kleineren Banken dürfte aus unserer Sicht langsamer verlaufen. Der derzeitige enge Spread-Unterschied von nur 20 bis 30 Basispunkten zwischen den Großbanken und anderen Banken in der Region bietet für mögliche Investments in die zweite Liga keinen ausreichenden Ausgleich.

von PIMCO Asset Management

Quelle: Das Investment

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