Fragen an den FondsManager: Abaris Emerging Markets Equity (WKN HAFX7G) – Teil 2

Björn-Markus Kott, FondsManager des Abaris Emerging Markets Equity

Der auf besonders ertragsstarke Titel aus den Schwellenländern spezialisierte  Abaris Emerging Markets Equity (WKN HAFX7G, ISIN LU1210505951) hat im Börsenjahr 2017 eine überzeugende Wertentwicklung hingelegt und bislang ein Plus von +14,03 Prozent in Euro zu verzeichnen. Abaris-FondsManager Björn-Markus Kott berichtet im Gespräch mit der SJB Invest darüber, welche Einzeltitel die Grundbausteine des Portfolios bilden und welche Aktien und Sektoren es sind, die diese Performance unterstützen. Im zweiten Teil der SJB FondsManagerfragen nennt Marktstratege Kott die wichtigsten Wertschöpfungskomponenten des chinesischen Umweltunternehmens Dynagreen, das als Waste-to-Energy Plant innerhalb eines Wachstumssegments agiert.

Inwiefern ist Dynagreen exemplarisch für eine Vielzahl an Unternehmen im Fondsportfolio des Abaris Emerging Markets Equity?

Um die Investitionsweise des AEME Fonds genauer zu verstehen, macht es Sinn, sich das Unternehmen Dynagreen und das aktuelle vorherrschende Marktumfeld in diesem Sektor genauer anzuschauen.

Dynagreen ist ein sogenanntes „Waste-to-Energy Plant“, d.h. es ist dem Ent- und Versorgungssektor zuzuordnen. Vereinfacht formuliert, wandelt Dynagreen „Müll“ in „Energie“ um.

Dynagreen profitiert von mehreren Wertschöpfungs-Komponenten, die langfristig einen enormen Einfluss auf die Wertentwicklung des Unternehmens haben.

Könnten Sie diese Wertschöpfungs-Komponenten von Dynagreen genauer beschreiben?

 Wertschöpfungs-Komponente 1: Hohe Markteintrittsbarrieren

Das Bauen und Betreiben eines Ent- oder Versorgers benötigt große Mengen an Kapital, um die hohen Investitionen zur Errichtungen und zum Betrieb eines solchen Unternehmens sowie die regulatorisch hohen Anforderungen initial und fortlaufend decken bzw. erfüllen zu können. Entsprechend macht es für eine Gemeinde, Stadt, Provinz wenig Sinn, lokal mehrere Ent- und Versorgerunternehmen zu betreiben. Daher stellen Unternehmen wie Dynagreen im Regelfall Unternehmen dar, die aufgrund der hohen Kapitalkosten eine hohe Markteintrittsbarriere für Wettbewerber aufweisen und lokal über eine Art Monopolcharakter verfügen. Dies ist insbesondere für die Aktionäre solcher Unternehmen sehr wünschenswert, da die Gewinnmargen gegenüber Konkurrenzunternehmen grundsätzlich verteidigt werden können und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass Dynagreens Geschäftsmodell langfristig unter Wertschöpfungsaspekten intakt ist.

Wertschöpfungs-Komponente 2: Konjunkturunabhängige Nachfrage

Eine andere für die Wertschöpfung eines Unternehmens relevante Komponente stellt eine konjunkturunabhängige Nachfrage nach den Dienstleistungen des Unternehmens dar. Dies ist im Falle von Dynagreen gegeben: Müllentsorgung und Energieproduktion sind elementare Grunddienstleistungen, die von der Bevölkerung konjunkturunabhängig nachgefragt werden.

Siehe auch

FondsAnalyse: SJB FondsEcho. UI I – Montrusco Bolton Global Equity Fund (WKN A3CTNV, ISIN LU2361251221)

Die letzten beiden Handelsjahre verliefen für den zuvor so erfolgsverwöhnten Montrusco Bolton Global Equity Fund wenig erfreulich: Gelang es dem globalen Aktienfonds, der auf Titel aus dem Quality-Growth Bereich spezialisiert ist, zuvor in 13 von 15 Jahren, den MSCI World zu schlagen, so wurde sowohl in 2024 als auch in 2025 die Benchmark verfehlt.

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