SJB Antizyklisches Portfolio Management (SJB APM) SJB FondsSkyline OHG 1989. Mehr. Als Fonds. Kaufen.

Portfolio Management. Nachlese. Antizyklisch.

FondsAnalyse: SJB FondsEcho. DWS Vermögensbildungsfonds I (WKN 847652, ISIN DE0008476524). SJB-MiFID-Risikoklasse: 5.

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Dr. Volker Zenk, FondsAnalyst SJB FondsSkyline 1989 e.K.

 SJB | Korschenbroich, 22.10.2014.

SJB FondsEchoDie Korrektur an den globalen Aktien märkten ist da. In den USA, in Europa und in Asien sind die Börsen im Oktober kräftig ins Minus gerutscht. Wie positioniert sich in diesem zusehends volatileren Marktumfeld ein breit diversifizierter, weltweit anlegender Aktienfonds wie der von André Köttner gemanagte DWS Vermögensbildungsfonds I (WKN 847652, ISIN DE0008476524)? FondsManager Köttner, der neben dem DWS Vermögensbildungsfonds I auch das weitere DWS-Flaggschiff DWS Akkumula unter seinen Fittichen hat, ist in die jüngste Korrekturphase mit einem ausgewogen positionierten Portfolio gegangen. Obwohl der Fonds eine offensivere Anlagepolitik als der DWS Akkumula verfolgt, hat Köttner zuletzt defensive Kerninvestments wie die Gesundheitsbranche und nicht zyklische Konsumtitel bevorzugt.

Telekomwerte sowie Versorgeraktien wurden hingegen, auch aufgrund strategischer Herausforderungen in ihren Branchen, nur sehr selektiv ins Portfolio aufgenommen. Prinzipiell versucht der DWS Vermögensbildungsfonds I, mit einem nach Ländern und Sektoren breit gestreuten Aktienportfolio die Chancen im gesamten globalen Aktienuniversum zu nutzen. Der Schwerpunkt des FondsKlassikers liegt auf den großen, substanzstarken Standardwerten. Je nach Marktlage können von Köttner Titel mittlerer und kleiner Unternehmen beigemischt werden, auch Aktien aus den Schwellenländern gehören zum Anlageuniversum. Der FondsManager berücksichtigt dabei Substanzwerte ebenso wie Wachstumstitel, hat also keine klare Fokussierung auf die Bereiche „Value“ oder „Growth“. Das Anlagespektrum umfasst zudem konjunktursensitive Aktien, so genannte „Zykliker“, deren Gewichtung in Abhängigkeit von der konjunkturellen Einschätzung variiert wird.

Der DWS Vermögensbildungsfonds I wurde am 1. Dezember 1970 aufgelegt und ist damit seit über 43 Jahren am Markt präsent. Als Benchmark des 5,91 Milliarden EUR schweren Fonds dient der MSCI World TR Net EUR, der laut Zielsetzung des FondsManagements mittelfristig übertroffen werden soll. Dies ist dem Fonds über die letzten fünf Jahre jedoch nicht gelungen. Einer durchschnittlichen Jahresrendite von +8,3 Prozent auf Eurobasis steht eine jährliche Wertentwicklung des MSCI-Vergleichsindex von +14,7 Prozent gegenüber. Mit welcher Anlagestrategie will Marktexperte Köttner seine zukünftige Performance verbessern

FondsStrategie. Diversifikation. Betont.

Der DWS Vermögensbildungsfonds I streut sein FondsVermögen über 150 bis 200 verschiedene Werte, aktuell ist das FondsPortfolio mit 198 Einzeltiteln besonders stark diversifiziert. FondsManager André Köttner orientiert sich am MSCI World Index in Euro, kann aber von diesem nach eigenem Ermessen abweichen und ohne Restriktionen hinsichtlich Branchen- und Ländergewichtung agieren. Zur breiten Risikostreuung innerhalb des Portfolios trägt bei, dass die einzelne Aktienposition in der Regel einen Anteil von maximal 2,5 Prozent am FondsVermögen haben darf. Bei der Selektion der Einzeltitel findet das Stockpicking-Prinzip in reinster Form Anwendung. Im Rahmen einer Bottom-up-Analyse wird jedes in Frage kommende Unternehmen einem aufwändigen Research-Prozess unterzogen. Stimmt die Unternehmensqualität gemäß fundamentaler Kriterien, wird das Bewertungsniveau der einzelnen Aktie untersucht. In den Fonds schaffen es nur attraktiv bewertete Titel mit ausreichend Kurssteigerungspotenzial. Das Portfolio wird von Köttner aktiv gemanagt, wobei er den notwendigen Freiheitsgrad vom Referenzindex besitzt, um performanceträchtige Anlageideen auch aus dem Bereich der Small und Mid Caps sowie der Emerging Markets umsetzen zu können. Seine Titelauswahl ist fokussiert auf Qualität, gute Bilanzen und stabile Geschäftsmodelle. Wie sieht die Portfoliostruktur im Detail aus?

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FondsPortfolio. USA. Favorisiert.

Die Länderstruktur des DWS Vermögensbildungsfonds I besitzt mit den USA einen klaren Favoriten. 57,6 Prozent des FondsPortfolios sind hier investiert, wo Köttner eine anziehende wirtschaftliche Dynamik sowie sich verbessernde Ertragszahlen erwartet. Abgeschlagen auf dem zweiten Platz befindet sich Japan, wo 6,4 Prozent des FondsVermögens beheimatet sind. In der Schweiz ist der DWS-Fonds mit 6,2 Prozent seines Volumens engagiert, während Großbritannien für 5,7 Prozent der FondsBestände einsteht. Deutschland, das Heimatland des FondsProduktes, ist im Portfolio mit einem Anteil von 4,0 Prozent vertreten. Die EU-Länder Niederlande (3,7 Prozent) und Frankreich (2,2 Prozent) finden sich im unteren Teil der Länder-Rangliste. Asiatische Emerging Markets wie Korea (2,2 Prozent) sowie China (1,2 Prozent) besitzen den Charakter einer Beimischung. Abgerundet wird das Länderportfolio des DWS-Fonds durch Positionen in Kanada (2,2 Prozent) sowie Brasilien (0,7 Prozent).

Die Top 10 der Branchen des DWS-Fonds wird von Firmen aus dem Finanzsektor angeführt, die 16,0 Prozent des FondsVermögens ausmachen. Ähnlich stark sind im Portfolio Titel der Informationstechnologie vertreten, die 15,8 Prozent Anteil an der Gesamtallokation besitzen. Hier hält FondsManager Köttner die größten Einzelpositionen bei Google und Microsoft. Die drittgrößte Branche in Köttners Aktienportfolio stellen Gesundheitswerte mit 15,0 Prozent dar, vertreten unter den Top 10 durch Roche und Novartis. Überdurchschnittlich stark engagiert ist der DWS-Fonds zudem bei Hauptverbrauchsgütern (13,0 Prozent) sowie im Bereich der dauerhaften Konsumgüter (11,2 Prozent). Während Industrietitel eine Gewichtung von 10,0 Prozent erfahren, liegen Energieaktien (8,7 Prozent) sowie Grundstoffproduzenten (4,7 Prozent) im hinteren Bereich der Sektorenallokation. Schlusslicht in der Branchenstruktur des Portfolios sind Telekommunikationstitel mit 1,8 Prozent Anteil am FondsVermögen.

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FondsVergleichsindex. Korrelation. Ausgeprägt.

Der DWS Vermögensbildungsfonds I wird in unserer unabhängigen SJB FondsAnalyse dem MSCI World USD GRTR als Benchmark gegenübergestellt. Die Korrelation zwischen Fonds und Vergleichsindex ist über drei Jahre mit 0,91 stark ausgeprägt, für ein Jahr fällt sie mit 0,89 ähnlich deutlich aus. Damit verläuft die Kursentwicklung von DWS-Fonds und SJB-Referenzindex weitgehend parallel, wie neben dem Blick auf den Chart auch der auf die Kennzahl R² beweist. Diese liegt für drei Jahre bei 0,83, über ein Jahr fällt R²mit 0,79 etwas niedriger aus. Somit haben sich mittelfristig 17 Prozent der FondsEntwicklung indexunabhängig vollzogen, kurzfristig sind es 21 Prozent. Hier zeigt sich, dass FondsManager Köttner bei seiner Neuausrichtung des Fonds zuletzt etwas stärker Gebrauch von der Möglichkeit zu benchmarkunabhängigem Stockpicking gemacht hat. Der Tracking Error weist auf eine gut kontrollierte Risikostruktur hin: Über drei Jahre liegt die Spurabweichung des Fonds bei 3,66 Prozent und geht auf Jahressicht auf 2,93 Prozent zurück. Die vom FondsManagement eingegangenen aktiven Risiken sind damit als sehr gering zu bezeichnen. Welche Volatilitätswerte hat der globale Aktienfonds zu verzeichnen?

FondsRisiko. Volatilität. Gedämpft.

Der DWS Vermögensbildungsfonds I weist im letzten Dreijahreszeitraum eine moderate Volatilität von 10,22 Prozent auf, die noch unterhalb der Schwankungsneigung des Vergleichsindex MSCI World USD GRTR liegt: Die von der SJB ausgewählte Benchmark für globale Aktien hat mit 10,83 Prozent eine etwas höhere Schwankungsintensität zu verzeichnen. Verkleinert man den Zeithorizont auf ein Jahr, wandelt sich das Bild: Mit 11,63 Prozent liegt die „Vola“ des aktiv gemanagten Aktienfonds jetzt leicht über den 11,23 Prozent, die der weltweit investierende Vergleichsindex aufzuweisen hat. Insgesamt fällt der Risikovergleich von Fonds und Referenzindex zugunsten des DWS-Produktes aus, da die längerfristig gedämpfte Volatilität stärker zu gewichten ist. Zudem ist die Schwankungsneigung für einen international gestreuten Aktienfonds mit Schwellenländeranteil absolut betrachtet gering.

Die gedämpften Kursschwankungen des DWS-Fonds manifestieren sich auch in dem unter Marktniveau liegenden Beta von 0,89 über drei Jahre. Die Risikokennziffer, die die Intensität der Kursbewegungen von Fonds und Index vergleicht, weist für ein Jahr einen exakt marktneutralen Wert von 1,00 auf. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Beta-Werte über die letzten drei Jahre demonstriert, dass der Fonds eindeutig das bessere Risikoprofil besitzt: In 35 der untersuchten 36 Einzelzeiträumen lag die Risikokennziffer unter dem Marktrisikofixwert von 1,00 und nahm dabei Werte bis zutiefst 0,76 an. Lediglich im gerade beendeten Einjahreszeitraum ist dieser Vorteil nicht zu verzeichnen, wo sich die zuletzt gesteigerte Volatilität des globalen Aktienmarktes entsprechend niedergeschlagen hat. Insgesamt weist der DWS-Fonds ein ausgezeichnetes Risikoprofil auf, die breite Streuung im Portfolio macht sich positiv bemerkbar. Präsentieren sich die Renditezahlen ähnlich überzeugend?

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FondsRendite. Alpha. Ausbaufähig.

Per 16. Oktober 2014 hat DWS Vermögensbildungsfonds I über drei Jahre eine kumulierte Wertentwicklung von +45,54 Prozent in Euro erzielt, was einer Rendite von +13,31 Prozent p.a. entspricht. Damit liegt FondsManager Köttner jedoch gut 15 Prozentpunkte hinter der Benchmark, die sich noch besser entwickelt hat. Der MSCI World USD GRTR verzeichnet ein Plus von +61,39 Prozent, was einer jährlichen Performance von +17,28 Prozent auf Eurobasis entspricht. Der Renditevorsprung des weltweiten Aktienmarktes gegenüber dem global investierenden DWS-Produkt erhält sich auch beim Wechsel auf die kurzfristige Betrachtung: Über ein Jahr hat der Vermögensbildungsfonds in Euro gerechnet +12,97 Prozent an Wert gewonnen, während der MSCI-Vergleichsindex ein Plus von +14,15 Prozent generieren konnte. Auch wenn kurzfristig die Minderrendite geringer wird, so hinkt der Fonds doch auch im Zwölfmonatszeitraum der SJB Benchmark hinterher.

Die Renditeschwäche des Fonds wird auch an der Kennziffer Alpha offenbar, die über drei Jahre bei -0,14 und damit im negativen Bereich liegt. Auf Jahressicht kann die Renditekennzahl etwas Boden gut machen, befindet sich aber mit -0,09 weiter in den roten Zahlen. Im rollierenden Zwölfmonatsvergleich über drei Jahre zeigt sich, dass der global diversifizierte DWS-Fonds nur selten eine Mehrrendite und damit ein positives Alpha zu generieren vermochte. In sieben der analysierten 36 Einjahreszeiträume gelang es dem Fonds, den Vergleichsindex hinter sich zu lassen und ein Alpha von 0,07 in der Spitze zu erwirtschaften. Deutlich zahlreicher sind jedoch die mit einem negativen Alpha ausgestatteten 29 Einzelperioden, in denen die Renditekennzahl zwischen -0,02 und -0,95 schwankt. Während die Risikostruktur des DWS-Fonds überzeugt, besteht bei der Performanceleistung noch einiges an Luft nach oben. FondsManager Köttner ist damit aufgefordert, die bereits eingeleitete Neuausrichtung des Fonds noch zu intensivieren.

SJB Fazit. DWS Vermögensbildungsfonds I.

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Dr. Volker Zenk, FondsAnalyst SJB FondsSkyline 1989 e.K.

Positiv ausgedrückt ist die Minderrendite des DWS Vermögensbildungsfonds I gegenüber dem Vergleichsindex MSCI World seit dem Weggang von Klaus Kaldemorgen kleiner geworden.

Der seit Anfang 2013 verantwortliche neue FondsManager André Köttner hat mit seiner Umstrukturierung des FondsKlassikers erste Erfolge erzielt. Zeigen sein aktives Management und die Stockpicking-Strategie weiter gute Ergebnisse, dürfte das DWS-Produkt an erfolgreiche Zeiten anknüpfen und der eigenen Zielvorstellung nahekommen: Als eine gute Mischung aus Substanz- und Wachstumswerten, die zugleich der gesteigerten Bedeutung der Emerging Markets Rechnung trägt.

DWS. Hintergründig.

DWS_F1580Die DWS wurde 1956 gegründet. Fonds in Deutschland: 923. Verwaltetes Vermögen in Deutschland: 147,0 Mrd. Euro. Zu Umsatz und Gewinn macht die DWS keine Angaben. Anzahl der Mitarbeiter: 2.000. Geschäftsführer Wolfgang Matis (Sprecher), Holger Naumann und Dr. Asoka Wöhrmann. Stand: 31.12.2013. SJB Abfrage: 16.10.2014.

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