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Das Investment: M&A-Experte Christian Saxenhammer: Was wirklich hinter Chinas Unternehmenskäufen steckt

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SJB | Korschenbroich, 31.07.2019.

In der Vergangenheit ist das Investitionsmodell Chinas in erster Linie durch das Aufkaufen großer Marken und Namen aufgefallen. Chinesische Unternehmen würden alles kaufen, was ihnen unter die Finger kommt, so die Prämisse populärwissenschaftlicher Erklärungsansätze. Und überhaupt geht es ihnen, wenn dann, um den „Diebstahl“ europäischer Spitzentechnologie. Ein Technologietransfer ist zwar nach wie vor ein valider Grund für eine Übernahme, der offensichtliche Trend beweist aber gegenteiliges.Die chinesischen Investitionssummen innerhalb der EU sind in den vergangenen beiden Jahren massiv zurückgegangen.

Investments auf dem Rückzug

Auf den ersten Blick wirken die Zahlen schlichtweg alarmierend: 17,3 Milliarden Euro 2019 – 40 Prozent weniger als im Vorjahr, kurz um den niedrigsten Wert seit 2014, bescheinigt das Mercator Institute for Chinas Studies mit ihrer aktuellen Studie. Die Liquidität Chinas ist gesunken, die Volkswirtschaft leidet unter dem Handelskrieg mit den USA. Die verschärften Regulierungen zur Überprüfung von Investitionen in Europa tun ihr übriges. Doch sind das tatsächlich die Ursachen für den momentanen Investitionsstau?

Neue Phase der Investmentpolitik

Die Investmentpolitik chinesischer Unternehmen hat einen Paradigmenwandel vollzogen. Einerseits ist die Flaute an Investitionen ist politisch gewollt. Es soll nachhaltig und klug investiert werden. Auch die Negativerfahrungen der Vergangenheit spielen eine gewichtige Rolle – eine Reihe weniger durchdachter Investments, haben sich als Negativgeschäfte erwiesen. Andererseits muss diese Phase als Momentaufnahme eingestuft werden. Das Land verfolgt eine klare industriepolitische Strategie (China 2025), die sich an den verändernden gesellschaftlichen und sozioökonomischen Faktoren innerhalb der Region orientieren.

Die strategische Komponente bei M&A nimmt stark zu. Die Investoren achten mehr auf wirtschaftliche Indikatoren wie Ertrag, Cashflow-Stärke und die technologische Zukunftsperspektive der jeweiligen Unternehmen. Im Vordergrund steht vor allem der strategische Fit zum Kerngeschäft. Die Investmentstrategien fußen auf der Analyse konkreter Entwicklungspfade, die durch Akquisition unterstützt werden.

In den vergangenen Monaten wurde deutlich, dass die chinesischen Interessenten den Markt genauestens sondieren, um zu evaluieren welche Zukunftstechnologien zu dem eigenen Portfolio passen, wo die größten Wachstumsraten vorzufinden sind. Auch aus diesem Grund wird der Markt in beide Richtungen wieder dynamischer werden. In den nächsten drei Jahren wird die chinesische M&A-Aktivität definitiv wieder ansteigen.

Wo liegt der Fokus in der Zukunft?

Schlüsselbranchen mit zukunftstechnologischen Schwerpunkten genießen immer mehr Aufmerksamkeit. Es geht um Geschäftsbereiche in denen China sich in Zukunft in der Lage sieht die Technologieführerschaft zu übernehmen: Das sind erneuerbare Energien, Biotechnologie, Künstliche Intelligenz, Fintech und ganz besonders Medizintechnik. Der Bedarf an Medizinprodukten für eine alternde Bevölkerung steigt unaufhörlich. Die Technik wird immer kleiner, individueller und funktionaler. Zugleich müssen die Produkte höchste Qualitätsstandards erfüllen und vergleichsweise kostengünstig sein.

Festzuhalten ist aber auch, dass die asiatische Wirtschaftsmacht mittlerweile ein wählerischer Akteur geworden ist. Im vergangenen Jahr fielen die Investments zu großen Anteilen auf etablierte Unternehmen, während Startups einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Jungunternehmen müssen mit technischer Innovation, einer Wachstumsstrategie sowie einem spannenden Geschäftsmodell mit internationalen Ambitionen punkten, wenn sie ihre Attraktivität gegenüber chinesischen Investoren steigern möchten.

China erneut auf dem Vormarsch

Die mannigfaltigen internationalen strategischen Ausrichtungen bieten ein spannendes Geschäftsfeld für die nächsten Jahre an. Die zunehmenden Investitionen chinesischer Unternehmen in deutsche Tech-Ökosysteme, die wirtschaftliche Liberalisierung Chinas und die Möglichkeit für deutsche Investoren in ausgewählten Branchen auf dem asiatischen Kontinent Fuß zu fassen, lassen eine Reihe an offenen Fragen, aber vor allem Möglichkeiten zu.

Noch stehen die USA in der Rangliste ausländischer Investoren in Deutschland vor China, dem wird aber nicht mehr allzu lange so sein. Die Hürden der Bundesregierung hinsichtlich des Ausverkaufs von Zukunftstechnologie haben bis dato keinen Effekt gezeigt. Experten erwarten, dass der Anteil chinesischer Kapitalflüsse erneut zunehmen wird. Inwieweit die Chinesen allerdings dazu in der Lage sein werden die Technologie-Führerschaft in vielen Bereichen zu übernehmen, wird die Zeit zeigen.

Von: Christian Saxenhammer

Quelle: Das Investment

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