Pressemitteilung Bellevue Asset Management: Healthcare: Vom Handelskrieg unbeeindruckt

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Bellevue | Küsnacht, 09.08.2019.

Marktkommentar von Dr. Cyrill Zimmermann, Head Healthcare Funds & Mandates, Bellevue Asset Management:

Der Ton im Handelskonflikt zwischen den USA und China wird immer schärfer. Nervöse Aktienmärkte hinterlassen ihre Spuren, Unternehmenszahlen von Gesundheitsfirmen zeigen sich aber stabil.

Es steht ausser Frage, dass die Rhetorik im amerikanisch-chinesischen Handelstreit auf beiden Seiten im Laufe des Jahres aggressiver wurde und man sich in eine schwierige Position manövriert hat. Für eine Annäherung der beiden Seiten ist es wichtig, dass man Lösungen findet, bei welchen die Regierungen ihr Gesicht wahren können. Ohne eine Kristallkugel zu besitzen, glauben wir, dass dies nach wie vor im Bereich des Möglichen liegt – wir schätzen die Verhandlungspartner als genug flexibel ein. Innenpolitisch würde eine Einigung noch in diesem Jahr Präsident Trump sicherlich helfen.

Bedeutung für den Healthcare-Sektor

Die Gesundheitsmärkte sind vom Handelsstreit fundamental kaum betroffen, wobei die Marktpsychologie gerade bei den chinesischen Gesundheitsfirmen stark hineinspielt. Aus Sicht der amerikanischen Firmen gilt es zu erwähnen, dass diese kaum über Produktionseinrichtungen in China verfügen, die chinesische Regierung an effektiven Therapien hohes Interesse bekundet und diese kaum besteuern wird. Bei den chinesischen Firmen ist zu berücksichtigen, dass diese vielfach auf den chinesischen Binnenmarkt fokussiert sind und von den Handelsdiskussionen kaum betroffen sind. Sie konzentrieren sich auf den strukturellen Case der zunehmenden Überalterung und steigenden Mittelschichten.

Anpassungen im Portfolio

Neben dem Handelskonflikt haben jüngst auch die Quartalsberichte der Unternehmen die Aktienbörsen geprägt. Letztere gaben uns einen klaren Einblick, welche Firmen effektiv unter den Konsequenzen des Handelskonfliktes leiden. Die Unternehmenszahlen haben bestätigt, dass die Gesundheitsfirmen, in welche wir investiert sind, bis dato keine bzw. eine geringe Beeinträchtigung durch den Handelskonflikt spüren. Dies könnte sich bei einer weiteren Eskalation allerdings ändern. Insbesondere stärkere Währungsschwankungen könnten die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Unternehmen verändern. Aus diesem Grund behalten wir die weitere Entwicklung genau im Auge.

Siehe auch

Pressemitteilung Pictet Asset Management: Aufstieg in der Wertschöpfungskette: Warum Schwellenländeraktien nicht mehr das sind, was sie einmal waren

Jahrzehntelang haben Investoren die Schwellenländer danach bewertet, was sie förderten oder zusammenbauten, und nicht danach, wie hoch ihre Wertschöpfung bei der Herstellung war. Diese Unterscheidung bildete die Trennlinie zwischen Schwellen- und Industrieländern. Das macht heute nicht mehr so viel Sinn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert