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FondsAnalyse: SJB FondsEcho. DNB Nordic Equities Retail A (WKN 987767, ISIN LU0083425479) SRRI-Risikoklasse: 5

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Dr. Volker Zenk, FondsAnalyst SJB FondsSkyline 1989 e.K.

SJB | Korschenbroich, 13.09.2019. SJB FondsEchoIm Juni 2018 hat Øyvind Fjell das Management des skandinavischen Aktienfonds aus dem Hause DNB übernommen und dem DNB Nordic Equities sogleich neuen Schwung verliehen – im bisherigen Jahresverlauf konnte der norwegische Aktienexperte eine Mehrrendite von über drei Prozentpunkten gegenüber der Benchmark erzielen. Während der DNB-Fonds eine Wertentwicklung von +16,35 Prozent in Euro seit Jahresbeginn generierte, kam der nordische Referenzindex lediglich auf eine Performance von +12,84 Prozent auf Eurobasis. Die kurzfristige Outperformance dient als erster Qualitätsbeweis für die Arbeit von Øyvind Fjell, der eine langjährige Erfahrung als Portfoliomanager für Aktien aus Skandinavien besitzt. Zuvor war er bei Norwegens Multiasset-Manager Storebrand für den Delphi Nordic Fonds zuständig, danach verwaltete er beim norwegischen Asset Manager Skagen den Fonds Skagen Vekst.

Mit der Verpflichtung von Fjell mit seinem exzellenten Track Record weitet DNB Asset Management die Kompetenz im Bereich nordischer Anlagen aus und reagiert auf das gestiegene Interesse von Investoren für skandinavische Aktien. Vor allem große FondsInvestoren aus Zentraleuropa haben den nordischen Wertpapiermarkt für sich entdeckt, der Anlegern stabile, wachstumsstarke Erträge verspricht: „Das hohe Interesse ist auch darauf zurückzuführen, dass die nordischen Aktien im Laufe der Zeit eine deutlich höhere Rendite als die meisten anderen Regionen erzielt haben“, betont Øyvind Fjell. So haben Aktien aus Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland seit 1970 im Schnitt um annualisierte 13,0 Prozent zugelegt, während Titel aus den USA und Europa nur um rund 10,0 Prozent jährlich gestiegen sind. Hier macht sich positiv bemerkbar, dass die nordischen Länder durch stabile politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen überzeugen und mit bestens ausgebildeten Arbeitskräften sowie technologieorientierten Unternehmen aufwarten können. Die Flexibilität, sich an ein wandelndes Umfeld schnell anzupassen, zeichnet die skandinavischen Länder aus: Im Hinblick auf Innovationsbereitschaft und Effizienz liegen die dortigen Volkswirtschaften ganz vorne.

Die besondere Expertise, um einen ganz auf die skandinavischen Länder spezialisierten Aktienfonds erfolgreich zu managen, findet man typischerweise bei den FondsGesellschaften aus der Region – so bei dem in Norwegen beheimateten Vermögensverwalter DNB Asset Management. Der DNB Nordic Equities Retail A (WKN 987767, ISIN LU0083425479) wurde im Januar 1998 aufgelegt und investiert in skandinavische Aktien jeglicher Marktkapitalisierung und aus allen Branchen. Der Nordland-Fonds verfügt aktuell über ein FondsVolumen von 60,28 Millionen Euro und besitzt den Euro als FondsWährung. Als Benchmark nutzt der Aktienfonds den VINX Capped SEK Index Net. Die langfristige Wertentwicklung des DNB-Produkts fällt überzeugend aus: Im letzten Zehnjahreszeitraum erzielte der Skandinavienfonds eine Rendite von +10,1 Prozent p.a. in Euro, über fünf Jahre konnte ein jährliches Plus von +6,6 Prozent erwirtschaftet werden. Angesichts des fortgesetzten Niedrigzinsumfeldes bleiben die Renditeaussichten für den skandinavischen Aktienmarkt auch in 2019 positiv. Wie sieht die Investmentstrategie von Marktstratege Fjell im Detail aus?

FondsStrategie. Top-down-Analyse. Praktiziert.

Der DNB Nordic Equities strebt einen langfristigen Kapitalzuwachs durch Investitionen in Aktien von Unternehmen aus der nordischen Region an. Das Anlageuniversum umfasst die skandinavischen Länder Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen, wobei die Ländergewichtung je nach Markteinschätzung variiert. Auch bei der Branchen- und Sektorenauswahl agiert FondsManager Øyvind Fjell unabhängig von der Benchmark und ganz auf der Basis eigener Analysen. Um Themen, Sektoren und Länder zu identifizieren, die innerhalb des skandinavischen Aktienuniversums besonders attraktiv erscheinen, bedient sich der Marktexperte eines Top-down-Ansatzes. Eine monatlich durchgeführte Analyse legt den Rahmen für die Titelauswahl fest, die auf einer Anwendung fundamentaler Bottom-up-Kriterien beruht. Beim Portfolioaufbau spielen die Bewertung der Aktien sowie eine disziplinierte Risikokontrolle eine wichtige Rolle. Das Bewertungsniveau der einzelnen Titel betrachtet FondsManager Fjell als qualifizierenden, nicht jedoch als absoluten Faktor. Auch die in die Kurse eingepreisten Erwartungen werden kritisch hinterfragt, zudem dienen unternehmens-, branchen- und titelspezifische Kriterien als Teil der Anlageentscheidung. Marktstratege Fjell hebt hervor, dass sich Aktien langfristig im Einklang mit der Ertragskraft der Unternehmen entwickeln. Da die Märkte in regelmäßigen Abständen auf Nachrichten oder Ereignisse reagieren, gebe es gewisse Zeiten, in denen Einzeltitel gemessen an ihrem langfristigen Ertragspotenzial über- oder unterbewertet seien. Als wichtigste Kursdeterminanten auf kurz- bis mittelfristige Sicht bezeichnet der Skandinavienexperte die Fundamentaldaten der Unternehmen, Momentum, Cashflow/Liquidität, Risikobereitschaft und Saisonabhängigkeit. Positiv auf die Performanceentwicklung wirkte sich zuletzt die Übergewichtung im Gesundheitssektor bei gleichzeitiger Untergewichtung des Finanzsektors aus. Wie ist das Portfolio des DNB-Fonds im Einzelnen zusammengesetzt?

FondsPortfolio. Dänemark. Favorisiert.

Die Aktien im Portfolio des DNB Nordic Equities stammen zu 38,9 Prozent aus Dänemark, das aktuell den geographischen Fokus des Skandinavien-Fonds bildet. Knapp dahinter belegt Schweden den zweiten Platz in der Länderallokation, wo 38,0 Prozent des FondsVermögens investiert sind. Aktien aus Norwegen nehmen 10,7 Prozent des FondsVolumens ein, in Finnland sind 7,7 Prozent des Portfolios angelegt. Wertpapiere von Firmen aus Großbritannien mit Skandinavienbezug (4,6 Prozent) runden das Länderportfolio ab.

Bei der Sektorengewichtung des DNB-Fonds liegen Aktien aus dem Gesundheitswesen mit einem Anteil von 26,6 Prozent auf dem ersten Platz. Dem Sektor entstammen mit Novo Nordisk sowie Genmab auch die beiden am stärksten gewichteten Einzelpositionen des Fonds. An zweiter Stelle der Rangliste befinden sich Industrieunternehmen, die 14,1 Prozent vom FondsVolumen einnehmen. Energietitel liegen in der Branchenallokation mit 12,5 Prozent auf Platz drei. Der Sektor defensiver Konsumgüter nimmt 12,4 Prozent des FondsVermögens ein, Versorgeraktien decken 8,0 Prozent der FondsBestände ab. Durchschnittlich gewichtet innerhalb des Portfolios von Øyvind Fjell sind Technologietitel (7,8 Prozent) sowie Produzenten von Grundmaterialien mit 7,2 Prozent. Kommunikationsdienstleister (6,2 Prozent), Finanzwerte (3,9 Prozent) sowie die Branche zyklischer Konsumgüter (1,1 Prozent) komplettieren die Portfoliostruktur des Fonds. Unter den aktuell 41 Einzelwerten sind neben HealthCare-Unternehmen die Industrietitel stark vertreten; derzeit favorisiert Marktexperte Fjell den Windkraftanlagenhersteller Vestas Wind Systems sowie das dänische Logistikunternehmen DSV.

FondsVergleichsindex. Korrelation. Deutlich.

Der DNB Nordic Equities wird in unserer unabhängigen SJB FondsAnalyse dem MSCI Nordic Countries EUR NETR als Vergleichsindex gegenübergestellt. Über drei Jahre befindet sich die Korrelation mit der Benchmark mit 0,90 auf einem hohen Niveau, für ein Jahr ist sie mit 0,85 ähnlich stark ausgeprägt. Damit verläuft die Kursentwicklung von Fonds und Index weitgehend parallel, in der folgenden Analyse sind aussagekräftige Alpha- und Beta-Werte zu erwarten. Dies bestätigt auch der Blick auf die Kennzahl R²: Für drei Jahre liegt die Kennziffer bei 0,81, über ein Jahr nimmt R² einen Wert von 0,72 an. Demnach haben sich mittelfristig 19 Prozent der FondsEntwicklung indexunabhängig vollzogen, kurzfristig sind es 28 Prozent. DNB-FondsManager Øyvind Fjell hat also in den letzten zwölf Monaten die Benchmark-Unabhängigkeit seiner Länder- und Sektorengewichtung gesteigert und das Portfolio individueller aufgestellt. Der Tracking Error demonstriert, dass der norwegische Marktexperte ein nur geringes aktives Risiko eingeht. Für drei Jahre liegt die Spurabweichung des Fonds vom MSCI-Referenzindex bei moderaten 4,67 Prozent, auf Jahressicht legt der Tracking Error auf 6,24 Prozent zu. Welche Schwankungsneigung hat der Skandinavienfonds aufzuweisen?

FondsRisiko. Volatilität. Höher.

Der DNB Nordic Equities verzeichnet über drei Jahre eine Volatilität von 12,25 Prozent, die leicht höher als die Schwankungsneigung des Vergleichsindex ausfällt: Der MSCI Nordic Countries EUR NETR begnügt sich mit einer „Vola“ von 11,75 Prozent im Dreijahreszeitraum. Über ein Jahr präsentiert sich das Szenario kaum verändert; erneut schwankt der aktiv gemanagte skandinavische Aktienfonds etwas stärker als die passive Benchmark. Das mittlere Schwankungsniveau des DNB-Fonds beträgt 16,06 Prozent, während der MSCI-Referenzindex eine Schwankungsbreite von 15,09 Prozent an den Tag legt. Die seitens des DNB-Produktes verzeichnete Abweichung nach oben bei den Volatilitätswerten ist in ihrer Ausprägung aber so gering, dass sie nicht als echter Nachteil für die Risikostruktur zu gelten hat – die weniger als einen Prozentpunkt höheren Schwankungen erlauben FondsManager Fjell weiterhin ein gutes Portfoliomanagement. Was kann die Beta-Analyse zur Klassifikation des FondsRisikos beitragen?

Der DNB Nordic Equities weist ein leicht unter Marktniveau liegendes Beta von 0,97 über drei Jahre auf und überzeugt damit stabilitätsbewusste Investoren. Die Risikokennziffer, die die Wertschwankungen von Fonds und Index vergleicht, liegt für ein Jahr bei 0,99 und somit hauchdünn unterhalb des marktneutralen Wertes von 1,00. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Beta-Werte über die letzten drei Jahre ergibt, dass sich der Fonds in der Mehrheit der Perioden volatiler als die Benchmark bewegte: In 21 der 36 untersuchten Einzelzeiträume lag die Risikokennziffer über dem Marktrisikofixwert von 1,00 und nahm dabei Werte bis 1,20 in der Spitze an. In 15 Zeiträumen fielen die Schwankungen hingegen geringer aus, wobei ein Beta von 0,84 im Tief verzeichnet wurde. Auffällig ist, dass die Mehrheit der schwankungsfreudigeren Intervalle in die Zeit seit der Übernahme des FondsManagements durch Øyvind Fjell fallen – 13 der 16 Perioden seit Amtseinführung weisen ein Beta oberhalb von 1,00 auf. Der Marktstratege akzeptiert in seinem aktiv gemanagten FondsPortfolio offensichtlich höhere Schwankungen als beim passiven MSCI-Referenzindex. Kann er dafür die besseren Performancezahlen generieren?

FondsRendite. Alpha. Positiv.

Per 5. September 2019 hat der DNB Nordic Equities Fund über drei Jahre eine kumulierte Wertentwicklung von +19,44 Prozent in Euro erwirtschaftet, was einer Rendite von +6,10 Prozent p.a. entspricht. Mit diesem attraktiven Renditeergebnis kann der Fonds die von der SJB gewählte Benchmark deutlich übertreffen: Der MSCI Nordic Countries EUR NETR verzeichnet über drei Jahre eine Wertentwicklung von +15,02 Prozent auf Eurobasis bzw. ein jährliches Ergebnis von +4,77 Prozent. Beim Wechsel auf den kurzfristigen Zeithorizont liegt der skandinavische Aktienfonds erneut vor dem nordischen Referenzindex: Über ein Jahr generiert FondsManager Fjell mit seinem Portfolio eine positive Performance von +0,67 Prozent in Euro, während der MSCI-Index mit einer negativen Rendite von -1,81 Prozent aufwartet. Die kurz- wie mittelfristig erzielte Mehrrendite macht den DNB Nordic Equities zum klaren Gewinner im Renditewettstreit mit der Benchmark. Bestätigen die Alpha-Werte dieses positive Szenario?

Die Managementqualität des DNB-Skandinavienfonds wird durch die Renditekennziffer Alpha illustriert, die über drei Jahre mit 0,13 im grünen Bereich liegt. Auf Jahressicht bewegt sich die Kennzahl noch stärker in positives Terrain und markiert einen Wert von 0,22. Im rollierenden Zwölfmonatsvergleich über drei Jahre zeigt sich, dass der DNB Nordic Equities mehrheitlich positive Alpha-Werte erreicht und ein solides Renditeplus zur Benchmark generieren kann. In 20 von 36 analysierten Einzelzeiträumen liegen die Alpha-Werte im grünen Bereich und markieren einen Wert von 0,61 im Hoch; lediglich in zehn Perioden rutscht das Alpha ins Minus und gibt auf zutiefst -0,44 nach. Insgesamt vermag der DNB Nordic Equities mit seiner Performancestruktur zu überzeugen: In der Mehrzahl der Fälle besitzt der aktiv gemanagte Aktienfonds eine attraktive Mehrrendite zum breiten Markt, die sich insbesondere in der jüngeren Vergangenheit zeigt. Die Outperformance ist dabei die geringfügig erhöhten Schwankungen allemal wert, wie die über drei Jahre erzielte positive Information Ratio von 0,27 beweist: Sie illustriert abschließend das überzeugende Rendite-Risiko-Profil des DNB-Produktes.

Dr. Volker Zenk, FondsAnalyst SJB FondsSkyline 1989 e.K.

SJB Fazit. DNB Nordic Equities.

Seit FondsManager Øyvind Fjell die Verwaltung des DNB Nordic Equities Fund übernommen hat, gelang es ihm, eine ausgeprägte Mehrrendite zum nordischen Referenzindex zu generieren. Generell präsentieren sich die skandinavischen Aktienmärkte als attraktive Alternative für Anleger, die versuchen, nach der lang anhaltenden Hausse an den globalen Börsen noch aussichtsreiche Investmentziele ausfindig zu machen. Die nordischen Länder profitieren von einer stabilen politischen Lage, einem gut funktionierenden Wirtschaftsumfeld und einer unternehmensfreundlichen Kultur. Die Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Technologien tut ein Übriges, um einen gut gemanagten Skandinavienfonds zum wichtigen Depotbaustein zu machen.

DNB Asset Management. Hintergründig.

Die DNB Asset Management ist am 11. November 2011 aus der Carlson Fund Management Company hervorgegangen, die 1989 als FondsGesellschaft der DNB Nor Gruppe gegründet wurde. Fonds in Deutschland: 28. Verwaltetes Vermögen: 61 Mrd. Euro. Zu Umsatz und Gewinn keine Angaben. Anzahl der Mitarbeiter weltweit: 220. Geschäftsführer: Anders Jonsson, Anders Limé, Lars Lövgren. Stand: 31.12.2018.

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