
SJB | Korschenbroich, 22.05.2026.
Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten im April Zuwächse und erholten sich von den Tiefstständen des März. Die Anleger blendeten dabei die anhaltenden geopolitischen Spannungen weitgehend aus und schöpften Zuversicht aus robusten Unternehmensergebnissen sowie ersten Anzeichen einer Deeskalation im Nahen Osten. In diesem unterstützenden Marktumfeld erzielte der ECP Strategic Selection Fund – European Value (WKN A14YQK, ISIN LU1169207518) im April eine positive Rendite von +5,02 Prozent. Die größten Positivbeiträge zur FondsEntwicklung leisteten ST Microelectronics und BAWAG, während Equinor und Kering die Performance belasteten. In seinem aktuellen Monatsreport für April berichtet ECP-FondsManager Léon Kirch von den Anpassungen im Portfolio und gibt einen Ausblick für Europas Börsen.
Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten im April Zuwächse und erholten sich von den Tiefstständen des März. Die Anleger blendeten dabei die anhaltenden geopolitischen Spannungen weitgehend aus und schöpften Zuversicht aus robusten Unternehmensergebnissen sowie ersten Anzeichen einer Deeskalation im Nahen Osten. Das makroökonomische Umfeld gestaltete sich differenzierter: Die Inflation im Euroraum beschleunigte sich im April wieder auf rund 3 % – nach etwa 2,6 % im März –, was größtenteils auf höhere Energiepreise zurückzuführen war. Gleichzeitig ging die Kerninflation weiter zurück. Die Europäische Zentralbank beließ die Zinsen unverändert, bekräftigte jedoch ihr festes Ziel, die Inflationsrate mittelfristig wieder auf die angestrebte Marke von 2 % zu senken. In diesem Umfeld blieb die Marktbreite relativ hoch; insbesondere stärker zyklisch ausgerichtete und cashflow-starke Unternehmen erhielten weiterhin Zuspruch, da die Anleger das solide nominale Wirtschaftswachstum gegen die Aussicht auf eine längerfristig restriktive Geldpolitik abwogen.
Unser „European Value Fund“ erzielte im April eine positive Rendite und legte im Berichtsmonat um 5,02 % zu (Anteilsklasse I). Der Fonds partizipierte damit am allgemeinen Marktaufschwung und profitierte weiterhin von dem konstruktiven Umfeld für Value- und Qualitätswerte aus zyklischen Sektoren. Die relative Wertentwicklung wurde maßgeblich durch die Titelselektion in den Sektoren Finanzwesen und Industrie gestützt. Hier zahlte sich unser Fokus auf Unternehmen mit starken Bilanzen, disziplinierter Kapitalallokation und klaren unternehmensspezifischen Wachstumstreibern aus. Demgegenüber entwickelten sich einige eher defensive und zinssensitive Portfolio-Positionen schwächer, da die Anleger ihre Engagements zugunsten von Titeln mit einer höheren operativen Hebelwirkung auf das nominale Wirtschaftswachstum umschichteten. Die Aktien von STMicroelectronics, BAWAG und ING leisteten den größten positiven Beitrag zur Wertentwicklung, während Equinor, Dassault Aviation und Kering das Ergebnis belasteten. Auf Sektorebene übertrafen die Bereiche Finanzwesen, Informationstechnologie und Industrie den Markt, wohingegen Basiskonsumgüter und Gesundheitswesen zurückblieben.
Die Portfolio-Positionierung blieb im Wesentlichen unverändert, was unsere anhaltende Überzeugung von der zugrundeliegenden Anlagestrategie sowie der Qualität der gehaltenen Titel widerspiegelt. Der Fonds hält weiterhin eine moderate Liquiditätsposition von 3,23 %, die uns die Flexibilität bietet, bestehende „High-Conviction“-Positionen aufzustocken oder selektiv in neue Anlageideen zu investieren. Unser Anlageansatz bleibt diszipliniert und fundamental ausgerichtet; er konzentriert sich auf widerstandsfähige, qualitativ hochwertige Unternehmen und ist darauf ausgelegt, auch in Phasen erhöhter Marktvolatilität eine langfristige Perspektive zu wahren.